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Foto: Bernd Höfer, Breklum

Kreishaus in der Marktstraße in Husum

Warum der Kreißsaal auf Föhr geschlossen werden musste

Auf dieser Seite bündeln wir Informationen zu diesem Thema. Das jeweils Neueste steht oben in der Liste. Die grundlegenden Dinge jedoch sind älter und stehen weiter unten. Eine Arbeitsgruppe des Landes unter Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern der Inseln und Halligen hat inzwischen mehrmals getagt. Zurzeit sind ihre Mitglieder dabei, die von ihnen erarbeiteten Ideen auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen.

Pressemitteilung des Kreises vom 9. November 2016:

Fehlende Schilder sind nicht das Problem - Landrat erläutert das Föhr-Gutachten

 

 

Beschluss des Kreistages zur Einrichtung eines Runden Tisches vom 13. November 2015:

Beschlussantrag zu TOP 13

 


Schreiben an den Kreistags-Abgeordneten Carsten-F. Sörensen vom 11. November 2015:

Geburtshilfe Föhr – Antwort auf Nachfragen [PDF: 178 KB]

 

 

Nachfragen des Kreistags-Abgeordneten Carsten-F. Sörensen vom 23. Oktober 2015:

Geburtshilfe Föhr – Nachfragen des Kreistags-Abgeordneten Carsten-F. Sörensen [PDF: 274 KB]

 

Antworten auf die Fragen von SPD und FSD (Schreiben vom 20. Oktober 2015):
 
Geburtshilfe Wyk – Antworten auf Fragen der Kreistags-Fraktionen [PDF: 281 KB]


 

Fragen der FSD-Kreistagsfraktion:

Fragen der FSD an den Landrat [PDF: 1,2 MB]


 


Pressemitteilung des Klinikums NF vom 2. Oktober 2015:

Abstimmung eines Versorgungskonzeptes für die Schwangeren [PDF: 1,2 MB]  

 

 

Fragen der SPD-Kreistagsfraktion:

Fragen der SPD-Kreistagsfraktion an den Landrat vom 1.10.2015 [PDF: 79 KB]




Pressemitteilung des Klinikums NF vom 15. September 2015:
Geburtshilfe auf der Insel Föhr schließt Ende November 2015 [PDF: 338 KB]


 


Informationen der wissenschaftlichen Fachgesellschaft DGGG:

Stellungnahme der DGGG für das Sozialministerium SH vom 26.11.2014 [PDF: 541 KB]

Dies ist eine etwas umfangreichere Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) an das Land Schleswig-Holstein. Sie beruht unter anderem auf dem ganz unten verlinkten Dokument »Mindestanforderungen«. Einige Zitate aus der Stellungnahme:

»Auch bei Schwangeren ohne spezielles geburtshilfliches Risiko kann es grundsätzlich und jederzeit im Verlauf der Geburt zu Komplikationen kommen, die eine Intensivtherapie notwendig machen, so dass unabhängig von der Versorgungsstufe Strukturen zur Erstversorgung, d.h. zur primären intensivmedizinischen Überwachung und/oder Therapie in allen geburtshilflichen Kliniken vorhanden sein müssen.« (Seite 3)

Der Satz unter der Tabelle auf Seite 3 besagt in der Kurzfassung: Studien haben gezeigt, dass in Kliniken mit weniger als 500 Geburten im Jahr die Säuglingssterblichkeit höher ist.

»Befürchtungen, dass durch längere Anfahrtswege mehr geburtshilfliche Notfälle entstehen lassen sich also nicht belegen.« (Seite 8)

»Wären für die besondere Situation in Insel- und Randlagen mit einer niedrigen Geburtenzahl Abweichungen von den Mindeststandards denkbar oder gäbe es andere Möglichkeiten diese Randlagen besonders zu berücksichtigen?

Abweichungen von den Mindeststandards bedeuten eine potentielle Gefährdung der Gesundheit und des Lebens von Mutter und Kind. Dies kann keine akzeptable Lösung der regionalen Versorgungsprobleme darstellen.« (Seite 10)


Ministerin Kristin Alheit erläutert dem Landtag ihre Position zum Thema Geburtshilfe:

Plenarprotokoll des Landtages vom 11.7.2014 [PDF: 606 KB]

In diesem Dokument finden Sie auf Seite 5371, rechte Spalte, folgende unmissverständliche Aussage der Ministerin des Landes Schleswig-Holstein für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung, Kristin Alheit: »Für mich steht im Zentrum aller Überlegungen das Wohl der Mütter und Kinder bei uns im Land, also die Frage, unter welchen Voraussetzungen eine Geburt – auch eine Geburt mit Risiken oder gar Komplikationen – für Mutter und Kind sicher erfolgen kann. Dabei haben die Kliniken – egal ob öffentlich oder privat – die definierten Standards der Fachgesellschaft für Geburtshilfe einzuhalten. Anderenfalls sind die Gesundheit und das Leben werdender Mütter und ihrer Kinder nicht optimal geschützt, und das wäre inakzeptabel und würde richtigerweise zu hohen Haftungsansprüchen führen.«

Überall im Land schließen Geburtshilfe-Stationen:

Situation der Geburtshilfe in Schleswig-Holstein [PDF: 95 KB]

Dies ist die Landtags-Drucksache 18/1439 vom 14.1.2014.

 

Hier beschreibt die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe die Mindest-Standards:

Mindestanforderungen an prozessuale, strukturelle und organisatorische Voraussetzungen für geburtshilfliche Abteilungen der Grund- und Regelversorgung [PDF: 155 KB]

Dies ist das entscheidende Dokument, auf das die Gutachter sich beziehen, die die Geburtshilfestation in Wyk auf Föhr im Jahr 2014 geprüft haben.

Danach lassen sich die Situation und die Hauptgründe, die den Klinikträger zur Schließung der Geburtshilfe Wyk auf Föhr veranlasst haben, wie folgt zusammenfassen:

Die geburtshilfliche Abteilung der Inselklinik Föhr-Amrum hat mit 50 bis 60 Geburten pro Jahr die niedrigste Geburtenzahl einer solchen Abteilung in Deutschland. Ebenso ist sie die letzte verbliebene Geburtshilfe auf einer Insel ohne Festlandszugang. Durch die Geographie und die geringe Anzahl von Geburten steht die geburtshilfliche Versorgung dort unter ganz besonderen Risiken. Denn eine anfangs unkomplizierte Schwangerschaft oder Geburt ohne spezielles Risiko kann jederzeit eine eigene Dynamik entwickeln und in einen Notfall umschlagen, der kurzfristig alle Ressourcen erfordert.

Insbesondere um auch in solchen Situationen eine höchstmögliche Sicherheit für Mutter und Kind zu gewährleisten, hat die medizinische Fachgesellschaft wissenschaftlich begründete und stetig dem medizinischen Fortschritt angepasste Mindeststandards für geburtshilfliche Abteilungen definiert.

In der Geburtshilfe der Inselklinik kann eine Reihe dieser Vorgaben nicht oder nicht in jedem Falle eingehalten werden. Hierbei handelt es sich um

1. die Gewährleistung des jederzeitigen Eintreffens eines zweiten Gynäkologen innerhalb von zehn Minuten im Krankenhaus (Nr. 1.1.2 der DGGG-Leitlinie)

2. die Gewährleistung des jederzeitigen Eintreffens einer Hebamme innerhalb von fünf Minuten (Nr. 1.1.3)

3. die Gewährleistung des jederzeitigen Eintreffens eines Anästhesisten innerhalb von zehn Minuten (Nr. 1.1.4)

4. die ständige Erreichbarkeit eines Neonatologen, also eines Facharztes für die speziellen Probleme von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen, sowie des OP-Funktionspersonals für die kurzfristige intensivmedizinische Versorgung bei Geburtskomplikationen (Nr. 1.1.6)

5. die zur OP-Bereitschaft gehörende, sehr kurzfristige Verfügbarkeit einer deutlich erhöhten Menge an Blutkonserven, die in dieser Menge nicht in der Inselklinik vorgehalten werden können. Eine Beschaffung vom Festland ist oftmals zu zeitaufwendig bzw. durch die Wetterlage unmöglich.

Warum es darüber hinaus nicht möglich ist, auf Föhr wichtige Laborergebnisse rund um die Uhr verfügbar zu haben, wird in der auf dieser Seite verlinkten Pressemitteilung des Klinikums NF vom 15. September 2015 beschrieben.