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Roter Haubarg

Der Rote Haubarg bei Witzwort

Die Stiftung Nordfriesland hat das Erbbaurecht  an diesem nordfriesischen Baudenkmal.

Der einzig öffentlich zugängliche Haubarg
auf Eiderstedt

»Haubarge« – diese Gebäudeform stammt aus Holland – gab es in unserer Region einst zu hunderten, meist auf Eiderstedt, und der bekannteste ist der »Rote Haubarg«, entgegen seines Namens ein weißes, reetgedecktes Wohnhaus mit integrierten landwirtschaftlich genutzten Räumen.
Vieh, Gesinde, Hofbesitzer und seine Familie waren in einem Haubarg alle unter einem Dach vereint. Es gibt zwar noch einige Dutzend solcher Gebäude, doch der »Rote Haubarg« bei Witzwort ist der einzige, der für die Allgemeinheit zugänglich ist. 

Als Baujahr gilt 1647; und der Legende nach soll damals der Teufel mit im Spiel gewesen sein:

Legende zur Entstehung des Roten Haubarg

Besitzerwechsel im 19. Jahrhundert - Familie Asmussen-Woldsen

Der »Rote Haubarg« kam 1801 in den Besitz der Husumer Familie Asmussen. Anna Catharina Asmussen (1793-1868) und ihr Vetter August Friedrich Woldsen (1792-1868) riefen am 1.5.1858 eine Stiftung ins Leben, das Asmussen-Woldsensche Vermächtnis. Das Vermögen belief sich inkl. des »Roten Haubargs« auf fast 100.000 Taler. Mit diesem Kapital sollten in Husum ein Kindergarten und ein Witwenstift sowie Unterstützung für Bedürftige finanziert werden.
Die Stadt Husum ehrte die beiden großzügigen Stifter 1902 mit dem »Asmussen-Woldsen-Brunnen«, wie der so genannte »Tine«-Brunnen eigentlich heißt. Der international berühmte Künstler Adolf Brütt schuf die bronzene Brunnenfigur der »Tine« nach dem Vorbild jener Anna Catharina Asmussen.

Das Asmussen-Woldsensche Vermächtnis übertrug am 15.02.1983 das Erbbaurecht am Roten Haubarg auf die Stiftung Nordfriesland. Ab dem 1.8. 1983 erfolgte eine umfangreiche Restaurierung und bauliche Sanierung. Am 28.02.1986 erfolgte die Wiedereröffnung und Einweihung des Roten Haubargs.

Restaurant und Café

Der Rote Haubarg wird inzwischen als Restaurant und Café betrieben. Das Restaurant im Roten Haubarg bietet willkommene Erfrischungen: Kaffee, Kuchen und Torte, Mittag- oder Abendessen vom Lamm über Fisch bis hin zum Mehrgänge-Menü.

Auch standesamtliche Trauungen werden in diesem historischen Haus angeboten.

Museum

Über das Leben auf dem Haubarg informiert das angeschlossene Museum. Ausgestellt sind landwirtschaftliche Maschinen und Geräte aus den letzten Jahrhunderten. Modelle und Schautafeln zeigen den Aufbau dieser einzigartig konzipierten Höfe. Dem Besucher vermittelt sich so ein umfassender Eindruck vom Alltag der Bewohner zur Blütezeit der großen Haubarge. Der Eintritt in das Museum ist frei.