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Foto: Hans-Martin Slopianka, Husum

Bei Rückfragen steht Ihnen das Infocenter gern zur Verfügung

Früherkennungsuntersuchungen für Kinder

Leistungsbeschreibung

In Deutschland hat jedes Kind einen Anspruch auf Früherkennungsuntersuchungen. Seit 1991 gibt es in Deutschland ein einheitliches Früherkennungsprogramm für Kinder. Bis zum Schulalter umfasst dieses Programm zehn ärztliche Unersuchungen (U 1 - U 9). Im 13. - 14. Lebensjahr wird noch eine weitere Untersuchung angeboten, die J 1.

Mit Hilfe der Früherkennungsuntersuchungen sollen mögliche gesundheitliche Probleme oder Auffälligkeiten frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Für alle Früherkennungsuntersuchungen sind bestimmte Zeiträume vorgegeben:

U1   - nach der Geburt
U2   -   3. bis 10. Lebenstag
U3   -   4. bis   5. Lebenswoche
U4   -   3. bis   4. Lebensmonat
U5   -   6. bis   7. Lebensmonat
U6   - 10. bis 12. Lebensmonat
U7   - 21. bis 24. Lebensmonat
U7a - 34. bis 36. Lebensmonat
U8   - 46. bis 48. Lebensmonat
U9   - 60. bis 64. Lebensmonat

J1   - 13. bis 14. Lebensjahr

Es ist wichtig, dass die Untersuchungen in den vorgeschriebenen Zeiträumen stattfinden, da die rechtzeitige Früherkennung und Behandlung einiger Erkrankungen nur in einem bestimmten Zeitabschnitt erfolgreich sein können. Darüber hinaus sind die Untersuchungstermine so gewählt, dass wichtige, in bestimmten Zeitspannen erfolgende Entwicklungsschritte beurteilt werden können.

Welche Gebührn fallen an?

Die Früherkennungsuntersuchungen für Kinder sind kostenlos.

Welche Fristen muss ich beachten?

Wenn die Früherkennungsuntersuchungen nicht in den jeweiligen Zeiträumen erfolgen, erhält das Gesundheitsamt vom Landesfamilienbüro des Landesamtes für soziale Dienste die Informatin, dass die Früherkennungsuntersuchung nicht durchgeführt wurde. Alsdann erhalten die Erziehungsberechtigten unverzüglich ein Einschreiben, mit der Bitte um Rückmeldung innerhalb von 21 Tagen nach Erhalt. In diesem Schreiben wird angeran, die versäumte Früherkennungsuntersuchung beim Kinder- oder Hausarzt nachzuholen oder das Kind beim Gesundheitsamt vorzustellen.

Erhält das Gesundheitsamt keine Rückmeldung, ist es gesetzlich verpflichtet, das Jugendamt zu informieren, um das Kindswohl überprüfen zu lassen.

Rechtsgrundlage

§ 26 Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) - Gesetzliche Krankenversicherung

§ 7 a Gesetz über den Öffentlichen Gesundheitsdienst (Gesundheitsdienst-Gesetz - GDG)

Was solle ich noch wissen?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, BZgA, wirbt mit dem Projekt "Ich geh´zur U! Und Du?" für eine Erhöhung der Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen im Kindesalter.

Informationen zum Kinder- und Jugendaktionsplan Schleswig-Holstein - Früherkennungsuntersuchungen - finden Sie auf den Internetseiten des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein.

BZgA - Ich geh zur U! Und Du?

Kinder- und Jugendaktionsplan Schleswig-Holstein

Welche Gebühren fallen an?

Keine