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Foto: Bernd Höfer, Breklum

Kreishaus in der Marktstraße in Husum

12.04.2020

Automatische Quarantäne für Ein- und Rückreisende aus dem Ausland

Personen, die außerhalb Deutschlands waren, müssen sich nach ihrer Einreise nach Schleswig-Holstein auf direktem Wege in die häusliche Quarantäne begeben. Die Landesregierung hat eine entsprechende Landesverordnung erlassen, die seit dem heutigen 11. April gilt. Betroffene dürfen 14 Tage ihr Zuhause nicht mehr verlassen und keinen Besuch empfangen. Ein eigener Garten kann unter bestimmten Bedingungen weiter genutzt werden.

Zusätzlich existiert nun eine Meldepflicht: »Wer aus dem Ausland nach Nordfriesland zurückkommt, muss unser Gesundheitsamt darüber unverzüglich informieren«, erklärt der stellv. Landrat, Hans-Ulrich Hess. »In welchem Land genau die Personen vorher waren, ob Risikogebiet oder nicht, spielt keine Rolle mehr«, stellt Hess klar.

Nicht erfasst von der Regelung sind Menschen, die im grenzüberschreitenden Personen-, Waren- und Güterverkehr arbeiten oder für die Aufrechterhaltung einer kritischen Infrastruktur zwingend arbeiten müssen. Außerdem sind Saisonarbeitskräfte ausgenommen, ebenso bestimmte kurz- und durchreisende Personen. Die genannten Ausnahmen gelten nur, solange keine coronatypischen Symptome auftreten.

Das Gesundheitsamt des Kreises Nordfriesland ist täglich über dessen Corona-Hotline unter 0800 200 66 22 erreichbar. Dies ist auch der Weg, auf dem sich Ein- und Rückreisende aus dem Ausland melden müssen. Die Rufnummer ist auch an den Osterfeiertagen besetzt – und zwar jeweils von 10 bis 14 Uhr. Ab Dienstag werden die Anrufe wieder von 8 bis 17 Uhr entgegengenommen.

Wer gegen die neue Landesverordnung verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Für das unerlaubte Verlassen der Quarantäne werden beispielsweise bis zu 10.000 Euro fällig. Wer sich nicht beim Gesundheitsamt meldet, muss bis zu 2.000 Euro zahlen.

Zur Begründung heißt es in der Landesverordnung, dass aufgrund der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus jeder aus dem Ausland Einreisende im Verdacht stehe, infiziert zu sein. Würde man diese Personen nicht absondern, seien die möglicherweise eintretenden Schäden zu gravierend.

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2 Kommentare zu diesem Artikel

Das ist absurd!
Mit Unverständnis und Entsetzen lese ich das es seit 11.04. Einen Erlass gibt der die Einreise nach Schleswig-Holstein, reglementiert, bzw. jeden der aus dem Ausland (kann ja also nur Dänemark gemeint sein, denn das ist die einzige grenze zum Ausland die Schleswig Holstein hat) in eine 14-tägige Quarantäne schickt. Diese Verordnung ist zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nicht nachvollziehbar. Dänemark ist kein Hoch-Risiko Gebiet, im Gegenteil der dänische Staat ist dabei die Massnahmen zu lockern weil es nur sehr wenige Infizierte gibt. Die Behauptung :"jeder aus dem Ausland Einreisende im Verdacht stehe, infiziert zu sein. Würde man diese Personen nicht absondern, seien die möglicherweise eintretenden Schäden zu gravierend.“ ist absurd, denn aus dem Ausland (insofern es kein Hochrisikogebiet ist) zu kommen birgt nicht mehr oder weniger die Gefahr infiziert zu sein als wenn ich aus einem anderen Bundesland innerhalb Deutschlands komme. Diese Regelung hätte man vor 2 oder 3 Wochen noch nachvollziehen können, aber nicht jetzt wo alle schon lange Zeit in einer kontakteingeschränkten bis Quarantäne ähnlichen Situation 3 Wochen hinter sich gebracht haben. Ist hier ein deutsch/dänisches Grenz-Machtspiel im Gang? Will man jetzt die Grenzregion völlig entzweien. Andere Bundesländer mit weitaus risikoreicheren Nachbarn gehen anders damit um. Im Text des Bundesministeriums heisst es: Die Maßnahmen an den Binnengrenzen sind so gestaltet, dass sie einerseits wirksam und andererseits mit Blick auf die eng zusammengewachsenen Grenzregionen verhältnismäßig sind. Die vorübergehende Wiedereinführung von Binnengrenzkontrollen konzentriert sich daher aktuell auf die Binnengrenzen, an denen dies aktuell erforderlich erscheint. " Ich frage mich ob die Verhältnismässigkeit hier gewährleistet ist und warum das aktuell erforderlich erscheint!
Geschrieben am 14. April 2020 um 15:29 Uhr von Birgit OSterhage
Urlaub zu Angehörigen der Insel Föhr
Sehr geehrte Damen und Herren, Wir haben Verwandschaft auf der Insel Hans und Petra Petersen (Hansi Eis). Haben durch die Kaya Vermietung vom 27.5-3.6.2020 das Haus Green Eilun 10 angemietet. Wir würden mit 4 Erwachsenen und 2 Kindern kommen(alles Familie). Würden wir eine Ausnahmegenehmigung bekommen? Mit freundlichen Grüßen Martina Christoph
Geschrieben am 21. April 2020 um 18:42 Uhr von Martina Christoph

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