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Foto: Bernd Höfer, Breklum

Kreishaus in der Marktstraße in Husum

FAQ Corona: Antworten auf häufig gestellte Fragen (Seite 2)

Um Ihnen die Orientierung in der unüberschaubaren Fülle an Informationen zu erleichtern, haben wir für Sie hier eine Reihe an Antworten auf häufig gestellte Fragen aufgeführt. Sie werden regelmäßig aktualisiert und ergänzt.

Übrigens: Eine Vielzahl an Fragen wurde bereits auf unserer Facebook-Seite beantwortet. Schauen Sie doch gerne mal vorbei.

Ihre Frage war nicht dabei? In den FAQ des Landes finden Sie zahlreiche weitere Antworten.

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PFLEGE | KRANKENHÄUSER | REHA

Ich möchte eine Pflegeeinrichtung bzw. EGH-Einrichtung betreten. Was muss ich beachten?

Ein Betretungsverbot von Pflegeeinrichtungen gibt es nur noch für externe Personen mit akuten Atemwegserkrankungen. Alle anderen Personen dürfen Pflegeeinrichtungen unter Einhaltung der in der Corona-Bekämpfungsverordnung geregelten Anforderungen (z.B. Hygiene- und Verhaltensregeln, Abstandsgebot) wieder betreten. Es gibt jedoch Einschränkungen:

- Externe Personen (z.B. Besucher der Bewohner) dürfen die Einrichtung nur betreten, wenn sie getestet, genesen oder geimpft sind, sofern nicht ein ein schwerwiegender sozial-ethischer Grund vorliegt.
- Der Betreiber soll Besuchern (kostenfreie) Testmöglichkeiten anbieten, das Testergebnis kann aber auch mitgebracht werden. Gefordert ist ein Antigen-Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, oder ein PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.
- Externe Personen haben in allen Gemeinschaftsräumen und auf Verkehrsflächen innerhalb geschlossener Räume eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
- Externe Personen haben Ihre Kontaktdaten bei Betreten von geschlossenen Räumen anzugeben.
- keine Kontaktdatenerhebung außerhalb geschlossener Räume


Die Einrichtung hat ein Besuchskonzept zu erstellen. Darin sind die einzuhaltenden Regeln im Einzelnen beschrieben. Der Besuch sollte im Vorwege mit der Einrichtung abgestimmt werden.

Stand 22.08.2021

Ich möchte ein Krankenhaus betreten. Was muss ich beachten?

Bitte informieren Sie sich vorher auf der Webseite des jeweiligen Krankenhauses. Dort sind in der Regel alle aktuellen Vorschriften zusammengefasst. Für das Klinikum Nordfriesland finden Sie diese unter https://t1p.de/xm9p.

Ich bin pflegebedürftig und brauche Hilfe. An wen kann ich mich wenden?

Für alle Fragen rund um die Pflege berät der Pflegestützpunkt Nordfriesland kostenlos. Vereinbaren Sie unter 04841 67-710 einen Termin. Weitere Informationen auch unter https://t1p.de/psp.

Können Väter werdende Mütter in den Kreißsaal begleiten? Welche Regelungen gibt es für Geburtsstationen?

Bei der Geburt darf eine Begleitperson die werdende Mutter begleiten.

Bitte sprechen Sie mit der Klinik die weiteren Regelungen ab. Kliniken können Begleitpersonen jedoch den Zutritt verweigern, wenn diese beispielsweise Symptome einer Covid-19 Infektion zeigen oder die erforderlichen hygienischen Vorsichtsmaßnahmen aus anderen Gründen nicht gewährleistet werden können.

In der Geburtshilfe können sogenannte Familienzimmer betrieben werden, wenn sichergestellt ist, dass die Begleitperson keinen Kontakt zu anderen Patientinnen und Patienten hat und die Außenkontakte auf das absolut notwendige Minimum begrenzt werden. Begleitpersonen müssen über persönliche Schutz- sowie Hygienemaßnahmen aufgeklärt und angehalten werden, diese dringend einzuhalten. Dabei gilt: Begleitpersonen mit akuten Atemwegserkrankungen dürfen die Einrichtung auch bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen eines Ausnahmefalls nicht betreten.

Darf der ambulante Pflegedienst mein Haus betreten?

Der ambulante Pflegedienst darf zu Ihnen ins Haus kommen. Aber auch in der häuslichen Pflege durch Angehörige ist es wichtig, die Anzahl der Kontakte streng zu begrenzen. Die Räume sind regelmäßig gut zu lüften, auf eine sorgfältige Händehygiene sowie die Einhaltung der Abstandsregeln und der "Husten- und Nies-Etikette" ist zu achten.

Hinweise zur Husten- und Nies-Etikette:

  • Die sogenannte Husten- und Nies-Etikette sollte jederzeit von allen, insbesondere von kranken und krankheitsverdächtigen Personen, praktiziert werden. Sie umfasst das Abdecken von Mund und Nase während des Hustens oder Niesens, z.B. mit der Ellenbeuge, einem Einmaltaschentuch oder ggf. mit einer Mund-Nasen-Schutz-Maske, gefolgt von Händewaschen (!).
  • Materialien, die zum Abdecken von Mund oder Nase verwendet wurden, sind nach Gebrauch zu entsorgen oder zu desinfizieren.
  • Handschuhe, Taschentücher, Masken und andere Abfälle, die von kranken Personen oder bei der Pflege und Versorgung von kranken Personen anfallen, sollten vor der Entsorgung mit anderem Hausmüll in einen mit einem Müllbeutel versehenen Behälter im Krankenzimmer geworfen werden. Danach kann dieser Müllbeutel verschlossen in den normalen Müll entsorgt werden (sogenannte Doppelsackmethode).


SCHULE | KITA | BEHINDERTENWERKSTÄTTEN

Wann darf mein Kind nicht in den Kindergarten oder zur Schule?

Die Landesregierung hat am dem 06.09.021 einen neuen "Schnupfenplan" vorgelegt. Dieser ist eine Handlungsempfehlung für Schulen, Kindergärten und Eltern.

Wie funktioniert das mit den Schnelltests an Kitas und Schulen?

Die Landesregierung hat beschlossen, die ab dem 22. Februar 2021 geplanten Öffnungsschritte für die Kitas mit einem Testangebot zu verbinden. Damit soll allen Beschäftigten in Kitas sowie Kindertagespflegepersonen mehr Sicherheit geboten werden. So erhalten sie die Möglichkeit, sich zweimal wöchentlich mit einem sogenannten PoC-Antigenschnelltest auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 testen zu lassen. Diese Tests sind für die Beschäftigten und Kindertagespflegepersonen kostenfrei. Das Testangebot gilt bis zum 2. April 2021.

Die Tests werden von teilnehmenden Apothekern und niedergelassenen Ärzten sowie den DRK-Teststationen bzw. -angeboten durchgeführt. Hierfür ist es notwendig, dass die Kita-Beschäftigten von ihrer Arbeitsstelle – bzw. für die Kindertagespflege vom örtlichen Träger der Jugendhilfe – eine Bestätigung einholen.

Weitere Informationen und Vordrucke für Arbeitgeberbescheinigungen finden Sie hier.

Welche Masken sind in Kitas und Schulen Pflicht?

Im Interesse einer erhöhten Schutzwirkung gilt für alle an Schulen Beschäftigten sowie Schülerinnen und Schüler die Pflicht, in der Unterrichts- und Betreuungssituation mindestens eine medizinische oder vergleichbare Maske zu tragen, sogenannte OP-Masken. Möglich sind medizinische Masken (sogenannte einfache OP-Masken) oder Masken ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 (sog. qualifizierte MNB). Diese Verpflichtung gilt unabhängig von der jeweiligen Inzidenz in den Kreisen und kreisfreien Städten.

Im Übrigen gelten die Verfahrenshinweise für die Fälle, in denen Schülerinnen und Schüler aus medizinischen Gründen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können oder das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verweigern, uneingeschränkt fort. Auch gelten weiterhin die Regelungen zu Infektionsschutz und Hygienemaßnahmen im Rahmen des Schulbetriebs unter dem Aspekt des Schutzes vor Ansteckung durch das SARS-CoV-2.

Details finden Sie in der aktuellen SchulenCoronaVO.

In Angeboten der Kindertagesbetreuung (Elementar, Krippe, Hort und Kindertagespflege) haben alle Personen im Innen- und Außenbereich – und somit auch die pädagogischen Fachkräfte – eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung (medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94). zu tragen. Dabei können die pädagogischen Fachkräfte in der Betreuung der Kinder mit Blick auf das Kindeswohl situationsabhängig, z.B. zur gezielten Sprachförderung oder beim Streitschlichten und Trösten der Kinder, vorübergehend auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verzichten.

Für alle Kinder, die eine Hortgruppe besuchen, gelten abweichende Regelungen. Für sie gelten die Regelungen zur Mund-Nasen-Bedeckungspflicht in Schulen (s.o.).

Wie muss das ärztliche Attest aussehen, wenn ich mein Kind von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung befreien lassen will? Was hat die Schule dabei zu beachten?

Die besondere Situation, in der sich Schulen derzeit befinden, rechtfertigt es, an die Glaubhaftmachung eines Befreiungsbestands höhere Anforderungen zu stellen als bspw. für den Besuch des Einzelhandels. Ein Attest ist zur Glaubhaftmachung geeignet, wenn die Schulleitung durch das Attest in die Lage versetzt wird, selbst einschätzen zu können, ob sie einen Befreiungsgrund für hinreichend wahrscheinlich hält. Dies sieht auch die Rechtsprechung ausdrücklich so (OVG NRW, Beschluss vom 24.09.2020 – 13 B 1368/20; VGH Bayern, Beschluss vom 26.10.2020 – 20 CE 20.2185). Das ärztliche Attest muss daher konkrete und nachvollziehbare Angaben zum Vorliegen eines Befreiungsgrundes enthalten. Floskelhafte Feststellungen reichen nicht aus! Das liegt daran, dass die Schule auch die Grundrechtspositionen der anderen Schülerinnen und Schüler sowie des Lehrpersonals beachten muss. Die MNB-Pflicht dient schließlich ganz besonders auch dem Fremdschutz. Weitere Details zur Glabuhaftmachung finden Sie hier: https://t1p.de/p9n4.

Auch aus datenschutzrechtlicher Sicht ist die Schule berechtigt, die in einem Attest enthaltenen oder sonst mitgeteilten personenbezogenen Gesundheitsdaten der Schülerinnen und Schüler zu verarbeiten (§ 30 Abs. 1 Satz 1 und 2 Nr. 1 Schulgesetz SH). Dieses Vorgehen hält auch das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz ausdrücklich für rechtmäßig: https://uldsh.de/amnb.

Müssen Schulen positive Tests melden?

Ja.

Wenn die Aufsichtsperson bei Durchführung des Tests Kenntnis von einem positiven Selbsttest erlangt, besteht eine gesetzliche Meldepflicht an das örtliche Gesundheitsamt durch die Schule gemäß § 6 Abs. 1 Nr. t) IfSG in Verbindung mit § 8 Abs. 1 Nr. 7 InfSchG.

(Stand: 14.5.2021)

Mein Kind will keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Kann es der Schule fernbleiben?

Nein.

Für die Fälle, in denen Schülerinnen und Schüler nicht zur Schule kommen, weil sie bspw. keine MNB tragen wollen, ohne dass das ausreichend durch ärztliches Attest belegt ist, ist auf die bestehende Schulpflicht hinzuweisen. Diese gilt für alle Kinder und Jugendliche, die im Land Schleswig-Holstein ihre Wohnung oder ihre Ausbildungsstätte haben (§ 20 Abs. 1 Satz 1 SchulG).

Gemäß Art. 7 Abs. 1 Grundgesetz ist der Staat berechtigt, das Schulwesen umfassend zu regeln. In der Schule tritt somit das elterliche Sorgerecht neben das staatliche Erziehungsrecht. Entsprechend bedarf das Vorgehen in den oben genannten Fällen einer Einzelfallbetrachtung mit sorgfältiger Abwägung und ggf. einer Abstimmung mit der Schulaufsicht.

(Stand 19.11.2020)

Hotline Kinderbetreuung

Wegen der andauernden Kita-Schließungen hat unser Jugendamt die Hotline für Fragen zur Kinderbetreuung wieder aktiviert. Sie erreichen sie montags bis donnerstags von 8 - 16 Uhr und freitags von 8 - 12 Uhr unter Tel.: 04841 67-464.

(Stand: 11.01.2021)


SPORT & FREIZEIT

Welche Freizeiteinrichtungen dürfen öffnen, welche sind geschlossen?

Alle Freizeit- und Kultureinrichtungen wieder öffnen, auch Diskotheken und Tanzlokale dürfen wieder Gäste empfangen, hier gelten aber strenge Anforderungen (siehe unter "Dürfen Diskotheken wieder öffnen?").

Es gelten jedoch gemäß § 10 auch hier Einschränkungen und Bedingungen.

- Der Betreiber erstellt ein Hygienekonzept.
- Kontaktdatenerhebung ist nur noch in geschlossenen Räumen erforderlich.
- Innerhalb geschlossener Räume ist eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Ausgenommen sind Besucher von Sitzungsveranstaltungen an ihren festen Sitzplätzen.
- Innerhalb geschlosserner Räume gilt die 3G Regel (nur getestete, geimpfte oder genesene Personen dürfen teilnehmen) - mit Ausnahme für Bibliotheken


Stand 22.08.2021

Welche Regeln gelten für Sport?

drinnen

- Hygienekonzept erstellen, das auch das besondere Infektionsrisiko der ausgeübten Sportart berücksichtigt
- es gilt die sog. „3G-Regel“ (genesen, getestet, geimpft) und somit wieder eine Testpflicht (negativer Antigen-Schnelltest nicht älter als 24 Stunden oder negativer PCR-Test nicht älter als 48 Stunden), sofern die Person nicht als geimpft oder genesen gilt
- Kontaktdatenerfassung bei Sportausübung in geschlossenen Räumen
- Während der Sportausübung muss keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Da Sportanlagen in geschlossenen Räumen jedoch auch Freizeiteinrichtungen sind, ist auf den Verkehrswegen und in Umkleidebereichen (soweit möglich) eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Schwimm-, Spaß- und Freibäder

- Hygienekonzept mit besonderem Blick auf das Infektionsrisiko der Sportart, weitere Informationen und auch Berechnungsbeispiele für die zuzulassende Personenzahl finden sich zum Beispiel unter www.baederportal.com
- Kontaktdatenerfassung ist drinnen Pflicht
- 3G-Regel gilt (s.o.)

draußen

Für die Sportausübung draußen finden die Regeln der §§ 5 - 5 c keine Anwendung. Es gilt kein Abstands- oder Kontaktverbot mehr, es gibt keine Personenobergrenze. Kontaktdatenerfassung ist nicht vorgeschrieben, wird jedoch weiterhin dringend empfohlen - inbesondere bei Gruppenangeboten oder Mannschaftstraining.

Wettkampfveranstaltungen

- Für das Training oder Sportwettbewerbe gilt eine absolute Obergrenze von 25.000 Zuschauern. Mehr als 5000 Zuschauer sind nur zulässig, wenn die Höchstkapazität der Sportanlage höchstens zu 50 % ausgelastet ist (§ 11 Abs. 4).
- Veranstalter hat auch bei Wettbewerben außerhalb geschlossener Räume ein Veranstaltungskonzept zu erstellen, dass die besonderen Risiken der ausgübten Sportart berücksichtigt.
- Kontaktdatenerhebung ist immer Pflicht.

Zuschauerinnen und Zuschauer

Für Zuschauerinnen und Zuschauer gelten die §§ 5 - 5 c entsprechend.
insbesondere Kontaktdatenerfassung und 3G-Regel in geschlossenen Räumen

Stand 22.08.2021

Sind die Kinos geöffnet?

Ja. Kinos dürfen unter Auflagen als Freizeiteinrichtungen wieder öffnen. Es gelten die Regelungen für Veranstaltung im Sinne von Veranstaltungen mit Sitzungscharakter gemäß § 5 c Corona-BekämpfVO (siehe dort).

Stand 24.07.2021

Dürfen Musikproben wieder stattfinden?

Ja, es greift dafür § 5 in Verbindung mit § 5 a Corona-BekämpfVO (Gruppenaktivität) oder in Verbindung mit § 5 c (Verantaltung mit Sitzungscharakter) - wegen der Voraussetzungen siehe unter Veranstaltungen

Beim Singen innerhalb geschlossener Räume ist eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, der Gebrauch von Blasinstrumenten innerhalb geschlossener Räume ist unzulässig. Beides gilt dann nicht, wenn

- es sich um eine berufliche Tätigkeit oder Prüfung handelt oder kein Publikum anwesend ist oder nur getestete Personen musizieren und
- sich das Hygienekonzept neben den in § 4 Absatz 1 genannten Punkten auch zur Reinigung und Desinfektion gemeinsam genutzter Gegenstände, dem Umgang mit Kondenswasser bei Blasinstrumenten, der Eindämmung der Aerosolausbreitung bei Blasinstrumenten und der Anordnung der Akteurinnen und Akteure zueinander verhält.

Wichtig: Auch Laien-Chöre oder Laien-Bläserensembles dürfen wieder vor Publikum auftreten, sofern alle Musizierenden getestet, geimpft oder genesen sind.

Ob die Probe eine Gruppenaktivität oder eine Veranstaltung mit Sitzungscharakter ist, hängt davon ab, wie der Raum gestaltet ist, und wie das Verhalten des Ensembles während und rund herum der Probe ist. Grundsätzlich ist bei Laienensembles eher von Gruppenaktivitäten auszugehen - dies erlaubt etwas mehr Bewegung, auch das Stehen, ggf. Umhergehen während der Probe, auch einmal kurz Pause machen und zusammenstehen, etwas Geselligkeit pflegen.
Veranstaltungen mit Sitzungscharakter hingegen sind höchst starre Settings mit strikt einzuhaltendem Abstand, der Sitzplatz darf nicht verlassen oder gar gewechselt werden, es darf nach der Veranstaltung nicht in Gruppen zusammengestanden werden, gemeinsame Pausen sind nicht möglich. Bei Berufsmusiker-Ensembles wird im Zweifel eher eine Veranstaltung mit Sitzungscharakter vorliegen können als bei Laien-Ensembles. Letztlich ist es eine Entscheidung des Veranstalters, wie er seine Veranstaltung gestaltet.


Stand 22.08.2021

Dürfen Wattwanderungen stattfinden?

Ja. Es handelt sich um eine Veranstaltung mit Gruppenaktivität im öffentlichen Raum im Sinne von § 5a Corona-BekämpfVO (siehe dort).

(Stand: 12.7.2021)

Sind Stadtführungen und Exkursionen zulässig?

Ja, es handelt sich um Veranstaltungen im Sinne von Gruppenaktivitäten gemäß § 5 a (siehe dort).


(Stand: 30.5.2021)

Dürfen Diskotheken wieder öffnen?

Grundsätzlich ja. Für Diskotheken und ähnliche Einrichtungen gelten die Veranstaltungsregeln (Gruppenaktivitäten, § 5 und § 5) im Wesentlichen entsprechend. Jedoch gelten zusätzliche Einschränkungen (§ 7 Abs. 2). Zusammengefasst:

- maximale Teilnehmerobergrenze im geschlossenen Raum 125 Personen
- mindestens 10 qm begehbare Fläche pro Person
- Teilnahme im geschlossenen Raum nur für getestete, geimpfte oder genesene Personen
- qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung
- Kontaktdatenerfassung
- Hygienekonzept erstellen

Stand 12.07.2021

Sind touristische Ausflugsverkehre zulässig?

Touristische Ausflugsverkehre sind wieder gestattet. Dazu gehören Ausflugssschiffahrten, Stadtrundfahrten, Museumsbahnen und Kutschfahrten in offenen wie in geschlossenen Fahrzeugen.

Ausflugsfahrten sind Fahrten, die der Unternehmer nach einem bestimmten, von ihm aufgestellten Plan und zu einem für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleichen und gemeinnsam verfolgten Ausflugszweck anbietet und ausführt.

Es gelten für Ausflugsfahrten folgende Bedingungen:

- in geschlossenen Räumen nur getestete, geipmfte oder genesene Personen
- Kontaktdatenerfassung nur in geschlossenen Räumen
- keine festgelegte Passagierobergrenze
- Das Abstandsgebot gilt nicht.
- Es ist eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen
- Ausnahme von der qualifizierten Maskenpflicht, wenn höchstens die Hälfte der Sitzplätze besetzt sind und das „Schachbrettmuster“ angewandt wird (§ 18 Abs. 2 Satz 2).
- keine Genehmigungs- oder Anzeigepflicht
- Hygienekonzept gem. § 4
- Reiseverkehre, die Schleswig-Holstein nur durchqueren und bei denen die Reisenden das Verkehrsmittel nicht verlassen, werden von diesen Regelungen nicht erfasst.

Für Personenverkehre auf Schiffen gelten gesonderte Regeln. Siehe unter *Nutzung von Wasserfahrzeugen (Fähren und Ausflugsschiffe) *

Stand 22.08.2021

Nutzung von Wasserfahrzeugen (Fähren, Ausflugsschiffe) - Gibt es da andere Regeln?

Bei der Nutzung von Wasserfahrzeugen - egal ob Fähren im Linienverkehr oder Ausflugsschiffen - entfällt für die Kundinnen und Kunden die Pflicht zum Tragen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung außerhalb geschlossener Räume.

Innerhalb geschlossener Räume Ausnahme von der qualifizierten Maskenpflicht, wenn höchstens die Hälfte der Sitzplätze besetzt sind und das „Schachbrettmuster“ angewandt wird (§ 18 Abs. 2 Satz 2).

Stand 22.08.2021


TESTUNGEN

Wo kann ich einen PCR-Test machen?

PCR-Tests werden in Nordfriesland beim DRK-Testzentrum in Bredstedt (Eichweberstraße 2, 25821 Bredstedt, ehemalige Bundesgrenzschutz-Kaserne, tgl. 13 - 18 Uhr) oder bei den Hausärzten durchgeführt.  
Ein Anspruch auf einen PCR-Test besteht nur nach einem positiven Schnelltest in einer Teststelle. Wenn aus anderem Grund zwingend ein negatives PCR-Testergebnis erforderlich ist, wenden Sie sich an Ihre Hausärztin bzw. Ihren Hausarzt.

Welche Testarten werden akzeptiert?

Mit der Neufassung wurden die Vorschriften für den Nachweis der Testungen deutlich gelockert:

Zulässig ist

jeder Antigen-Schnelltest, auch die vom BAfrM zugelassenen Tests zur Eigenanwendung sind zulässig. Die Beschränkung auf die PoC-Tests zur professionellen Anwendung entfällt.

Die Tests müssen nicht mehr in zertifizierten Teststellen durchgeführt werden. Testen und Zertifikate ausstellen dürfen nach § 2 Nr. 7 TestVO auch:

- die von uns zugelassenen Teststellen im Rahmen der Bürgertestungen
- Arbeitgeber, die die Tests im Rahmen ihrer betrieblichen Testungen mit Personal, dass die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzt.
- vor Ort unter Aufsicht desjenigen stattfindet, der der jeweiligen Schutzmaßnahme (z.B. körpernahe Dienstleistung, Gaststätte etc.) unterworfen ist,

Niedergelassene Ärzte und Apotheker dürfen auch ohne Beauftragung in ihren Praxisräumen Testungen durchführen und diese bescheinigen. Dies gilt aber nur für ihre jeweilige Niederlassung. Außerhalb der Niederlassung (Praxis, Apotheke) brauchen diese ebenfalls eine Beauftragung durch den ÖGD.

Die Tests müssen vor maximal 24 Stunden durchgeführt worden sein.

Wird ein PCR-Labortest durchgeführt, darf der Test maximal 48 Stunden alt sein.


Stand: 22.08.2021

Welche Regeln gelten für vollständig Geimpfte und Genesene?

Wer?

- Personen mit vollständigem Impfschutz (15. Tag nach der 2. Impfung bzw. nach der 1. Impfung, wenn der Betroffene die Erkrankung durchgemacht hat).
- Genesene in der Zeit vom 28. Tag bis 6 Monate nach dem positiven PCR-Test

Welche Nachweise?

- Schriftlicher oder digitaler Nachweis in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache,
- z. B. Testbestätigung über den PCR-Test, Impfausweis, Impfbestätigung.

Welche Sonderregeln gelten?

- Geimpfte und Genesene sind von allen Testpflichten befreit (Ausnahme: Rückkehr aus einem Virusvariantengebiet).
- Bei privaten Zusammenkünften zählen geimpfte und getestete Personen nicht mit.
- als Kontaktperson einer infizierten Person wird bei geimpften oder getesteten Personen (sofern symptomfrei) keine Quarantäne angeordnet, sofern es sich um die Alpha- oder Delta-Variante handelt

Stand 22.08.2021

Ist das Testen von Gästen und Mitarbeitern in öffentlichen Teststellen immer kostenfrei oder nur einmal pro Woche?

Ja, mehrfache Testungen pro Woche sind beim Bürgertest kostenlos möglich.

(Stand: 21.04.2021)

Müssen sich auch "Dauercamper" und Nutzer der eigenen Zweitwohnung testen lassen?

Die Testpflicht besteht nicht für "Dauercamper", wenn das Camping-Objekt im Prinzip wie eine Zeitwohnung genutzt wird. In der Begründung zu § 17 der LVO heißt es dazu:

"In Anlehnung an das Bauordnungsrecht muss der Wohnwagen, das Wohnmobil, das Campingzelt oder das Campinghaus quasi als eine ortsfeste Anlage zu werten sein. Hiervon ist auszugehen, wenn sie unbewegt bleiben und der Stellplatz bzw. die Unterkunft langfristig, d. h. für mindestens 5 Monate, gemietet wird. Insofern fällt das dauerhafte Wohnen in festen Wohnheimen auf Campingplätzen nicht unter § 17 (Beherbergungsbetrieb mit Testpflicht). In diesem Sinne sind auch Sportboothäfen keine Beherbergungsbetriebe, sofern die Liegeplätze langfristig vermietet werden.“

(Stand 16.5.2021)

Dürfen sich Gäste selbst testen, wenn sie Ärzte oder sonstiges medizinisches Personal sind?

Grundsätzlich nein. Auch wenn diese Personen über die Fachkunde verfügen, um sich selbst zu testen: Sie sind nicht berechtigt, im Rahmen des Modellprojektes Testbestätigungen auszustellen. Das ist aber zwingend erforderlich, damit neben der Beherbergung auch andere  Angebote, wie zum Beispiel im Restaurant  genutzt werden können.

Es gibt allerdings eine Ausnahme: Wenn der Gast sonst über ein Unternehmen verfügt, dass dafür in Nordfriesland zertifiziert ist, Testbestätigungen auszustellen (z. B. ein Apotheker mit einer zertifizierten Teststelle oder ein niedergelassener Arzt), darf er das auch in seinem Urlaub.

Im Regelfall darf der Gast sich aber nicht selbst - sondern nur die anderen Familienmitglieder -  testen, weil die zugelassenen POC-Tests nicht für die Selbsttestung zugelassen sind - die richtige Durchführung klappt nur, wenn man eine andere Person testet.

(Stand: 10.5.2021)

Mein Corona-Selbsttest für zuhause zeigt ein positives Ergebnis an. Was muss ich tun?

Sie haben sich einen Corona-Schnelltest für zuhause gekauft, und er zeigt ein positives Ergebnis an? Keine Panik – vielleicht ist das Ergebnis ja falsch, das kommt vor. Trotzdem müssen Sie es natürlich unbedingt sofort nachprüfen lassen!

Bei einem positiven Selbsttest sind Sie - unabhängig davon ob Sie Symptome haben oder nicht -verpflichtet, das Testergebnis unverzüglich durch eine molekularbiologische Untersuchung (also PCR-Test) in einem Testzentrum, einer Teststation oder bei einem Arzt bestätigen zu lassen. Sie dürfen hierzu ihre Häuslichkeit einmalig verlassen. Dies darf nur unter Verwendung einer Mund-Nasen-Bedeckung ohne Nutzung des ÖPNV und auf dem direkten Hin- und Rückweg erfolgen. Unterbrechungen aus anderen Zwecken sind nicht gestattet.

Bitte beachten Sie, dass nur bestimmte Teststationen PCR-Tests durchführen. Die meisten Teststellen bieten nur Antigen-Schnelltest an.

PCR-Tests werden in Nordfriesland beim DRK-Testzentrum in Bredstedt (Eichweberstraße 2, 25821 Bredstedt, ehemalige Bundesgrenzschutz-Kaserne, tgl. 13 - 18 Uhr) oder bei den Hausärzten durchgeführt.

Außerdem bietet in Husum Tim Goldschmidt, E-Mail: goldi.dienstleistungen@gmail.com, PCR-Tests an.

Im Raum Südtondern, Eiderstedt (SPO) und auf Sylt bietet die Firma intervivos ein mobiles PCR-Labor (www.inseltest.de bzw. www.kuestentest.de; Kontakt: Tel. 04651 - 350 47 18) an.
Auf Sylt und im Bereich Südtondern bietet Gesundheitsdienste C und P (www.schnelltest-nf.de) PCR-Testungen an.

Es ist jeweils eine Kontaktaufnahme über das Gesundheitsamt erforderlich.

Ein Anspruch auf einen PCR-Test besteht nach der TestVO nur nach einem positiven Schnelltest in einer Teststelle oder einem positiven Selbsttest. Wenn aus anderem Grund zwingend ein negatives PCR-Testergebnis erforderlich ist, wenden Sie sich an Ihre Hausärztin bzw. Ihren Hausarzt.

Bei einem positiven Selbsttest und nachfolgender molekularbiologischer Untersuchung (PCR-Test) endet die Pflicht zur Absonderung automatisch mit Ausschluss der Infektion bei Vorliegen des negativen PCR-Testergebnisses. Das negative Testergebnis ist dem Gesundheitsamt vorzulegen.

Sofern keine PCR-Testung erfolgt, haben sich die Personen 14 Tage abzusondern.

Bis es soweit ist, verhalten Sie sich bitte wie oben beschrieben: Bleiben Sie zuhause, halten Sie Abstand von anderen Menschen und tragen Sie, wenn Sie zum Test gehen, dabei eine FFP2-Maske oder einen anderen medizinischen Mund-Nasen-Schutz.

Stand 22.08.2021

Meldung über einen positiven Schnelltest (Antigen-Test/PoC)

Positive Schnelltestergebnisse sind datenschutzkonform über https://www.schleswig-holstein.de/test-hochladen zu melden.

Der zu verwendende Meldebogen ist unter folgendem Link hinterlegt! https://www.nordfriesland.de/loadDocument.phtml?ObjSvrID=2271&ObjID=4056&ObjLa=1&Ext=DOCX

Der Meldebogen muss als PDF-Dokument gespeichert werden, weil er nur so hochgeladen werden kann.

Wo kann ich einen kostenlosen Corona-Schnelltest machen? – Anerkannte Schnelltest-Stellen im Kreis NF

Alle Anbieter kostenloser Corona-Schnelltests (anerkannte Teststellen, Antigen-Schnelltest) im Kreisgebiet NF finden Sie hier: https://t1p.de/ia38 

Die Liste wird fortlaufend ergänzt.

In den "normalen" Teststellen dürfen nur symptomfreie Personen sich testen lassen. Symptomatische Personen können sich nur dort testen lassen, wo PCR-Testungen durchgeführt werden oder beim Hausarzt.

Stand: 22.08.2021


ZUSAMMENKÜNFTE & VERANSTALTUNGEN
KIRCHEN & GLAUBENSGEMEINSCHAFTEN

Mit wem darf ich mich privat treffen/etwas unternehmen?

Drinnen  wie draußen gelten für private Treffen zu Hause oder in der Öffentlichkeit folgende Kontaktbeschränkungen:

- ein gemeinsamer Haushalt unabhängig von der Personenzahl + zzgl. maximal einer weiteren Person oder
- bis zu 25 Personen aus unterschiedlichen Haushalten.

Kinder bis zum 14. Geburtstag, Geimpfte und Genesene zählen nicht mit (weder drinnen noch draußen).

Beispiel:

Eine Grillparty draußen mit 30 Personen wäre zulässig, wenn 2 Kinder unter 14 Jahren und 3 Geimpfte teilnehmen.

Für solche Zusammenkünfte gelten keine Abstandsregeln. Es muss kein Hygienekonzept erstellt werden. Kontaktdatenerfassung ist nicht erforderlich.

Daneben gibt es insbesondere für private Feiern die Möglichkeit der Veranstaltung mit Gruppenaktivität (siehe dort) mit höherer möglicher Teilnehmerzahl aber unter Beachtung von Auflagen.

Stand 26.07.2021

Dürfen Seminare und außerschulische Bildungsangebote in Präsenz wieder stattfinden?

Außerschulische Bildungsveranstaltungen dürfen auch als Präsenzveranstaltungen wieder stattfinden. Es gelten die Vorschriften für Veranstaltungen (Gruppenaktivität oder Veranstaltung mit Sitzungscharakter - siehe dort) mit folgenden zusätzlichen Maßgaben:

- Bei Beamtungsübungen in Erste-Hilfe-Kursen und bei der studienvorbreitenden Ausbildung an öffentlichen Musikschulen und Proben von Auswahlensembles des Landesmusikrates muss keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.
- Vom Abstandsgebot kann abgewichen werden, wenn der Bildungszweck dies im Rahmen der praktischen Ausbildung an Gesundheits- und Pflegeschulen oder Berufsbildungseinrichtungen (§ 2 Abs. 1 Nr. 3 Berufsbildungsgesetz) es erfordert.
- Bei mehrtätigen Bildungsangeboten der beruflichen Aus- und Weiterbildung sind die Regeln für Beherbungen zusätzlich zu beachten (hier inbesondere Testpflicht vor Anreise).
- Bei mehrtägigen Bildungsangeboten wurde eine Erleichterung bei der Testhäufigkeit dadurch geschaffen, dass die Teilnehmer nur alle 72 Stunden einen weiteren Testnachweis vorlegen müssen (§ 12a Abs. 1 Nr. 3). Also wie bei Beherbergungsbetrieben.

Stand 22.08.2021

Unter welchen Bedingungen sind Veranstaltungen ohne Abstandsgebot (Events) möglich?

Ab dem 24.07.2021 sind auch große Veranstaltungen ohne Abstandsgebot (§ 5 d Corona-BekämpfVO) - ausschließlich draußen - wieder möglich.

Beispiele: Events, große Messen, Festivals, Volksfeste

Veranstaltungen ohne Abstandsgebot sind durch das Gesundheitsamt genehmigungspflichtig. Es muss also rechtzeitig vor der Veranstaltung ein Antrag beim Gesundheitsamt unter Einreichung eine detaillierten Hygienekonzepts gestellt werden. Anträge sind zu stellen bei team-recht@nordfriesland.de.

Voraussetzungen:

- Teilnahme nur für getestete, geimpfte oder genesene Personen (innerhalb und außerhalb geschlossener Räume).
- Kontaktdatenerfassung innerhalb geschlossener Räume
- Es besteht die Pflicht zum Tragen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung (drinnen und draußen).
- Das Hygienekonzept muss zusätzlich Angaben enthalten zur Steuerung des Alkoholausschanks und des An- und Abreiseverkehrs.
- Die Einhaltung der zuvor genannten Voraussetzungen ist durch eine angemessen Anzal an Ordnungskräften sicherzustellen.
- Es darf sich nicht um eine private Feierlichkeit handeln.
- innerhalb geschlossener Räume ist der Ausschank und der Verzehr von Alkohol untersagt (§ 5d Abs. 2).

Stand 22.08.2021

Unter welchen Bedingungen sind Veranstaltungen mit Gruppenaktivität erlaubt?

§§ 5 und 5a Corona-Bekämpfungsverordnung

Gemeint sind Veranstaltungen, bei denen feste Sitzplätze nicht vorhanden sind oder nicht nur kurzzeitig verlassen werden.

Beispiele: Feiern, Empfänge, Exkursionen, ggf. Chor- und Orchesterproben (situations- und ablaufbedingt kommt für Chor- und Orchesterproben auch eine Veranstaltung mit Sitzungscharakter nach § 5 c Betracht - siehe ergänzend dort)

- Hygienekonzept erstellen
- Kontaktdaten erfassen (nur innerhalb geschlossener Räume!)
- Es gilt drinnen wie draußen das Abstandsgebot, es muss zumindest grundsätzlich einzuhalten sein. Faustregel: 3 qm begehbare Fläche pro Person
- in geschlossenen Räumen ist qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Ausnahme: private Feiern
- innerhalb geschlossener Räume gilt zur Umsetzung der sogenannten „3G-Regel“ (genesen, getestet, geimpft) wieder eine Testpflicht (negativer Antigen-Schnelltest nicht älter als 24 Stunden oder negativer PCR-Test nicht älter als 48 Stunden), sofern die Person nicht als geimpft oder genesen gilt
- Kinder bis zur Vollendung des 7. Lebensjahres sowie minderjährige Schüler, die nachweisen, dass sie im Rahmen eines verbindlichen schulischen Schutzkonzeptes regelmäßig zweimal pro Woche getestet werden, sind von der Testpflicht ausgenommen


- Singen innerhalb geschlossener Räume ist nur mit qualifizierter Mund-Nasen-Bedeckung (z.B. Chorproben), es sei denn, alle Musizierendens sind getestet, geimpft oder genesen + Hygienekonzept, das zusätzlich auf die besonderen Gefahren des gemeinsamen Singens eingeht und besondere Abstandsregelungen vorsieht.
- Der Gebrauch von Blasinstrumenten ist innerhalb geschlossener Räume nicht erlaubt, es sei denn es handelt sich um eine berufliche Darbietung oder Prüfung oder alle Musizierenden sind getestet (geimpft oder genesen) + Hygienekonzept, das zusätzlich auf die besonderen Gefahren der Nutzung von Blasinstrumenten eingeht und besondere Abstandsregelungen vorsieht.

Stand 22.08.2021

Unter welchen Bedingungen sind Veranstaltungen mit Marktcharakter erlaubt?

§§ 5 und 5b Corona-Bekämpfungsverordnung

Gemeint sind Märkte und vergleichbare Veranstaltungen mit WECHSELNDEN Teilnehmern.

Beispiele: Messen, Flohmärkte und Landmärkte

- Hygienekonzept erstellen
- Kontaktdatenerfassung innerhalb geschlossener Räume
- Die Zahl der gleichzeitig anwesenden Teilnehmer ist auf eine Person je 7 qm begehbarer Fläche zu begrenzen.
- Einhaltung des Abstandsgebotes muss durch "angemessene Anzahl" von Ordnungskräften sichergestellt werden.
- In Innenräumen muss eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden
- innerhalb geschlossener Räume gilt zur Umsetzung der sogenannten „3G-Regel“ (genesen, getestet, geimpft) wieder eine Testpflicht (negativer Antigen-Schnelltest nicht älter als 24 Stunden oder negativer PCR-Test nicht älter als 48 Stunden), sofern die Person nicht als geimpft oder genesen gilt


Stand 22.08.2021

Unter welchen Bedingungen sind Veranstaltungen mit Sitzungscharakter erlaubt?

§§ 5 und 5c Corona-Bekämpfungsverordnung

Gemeint sind Veranstaltungen im öffentlichen Raum, bei denen die Teilnehmer feste Sitzplätze haben, die nicht oder nur kurzzeitig verlassen werden.

Beispiele: Konzerte, Vorträge, Lesungen, Theater- und Kinovorstellungen, ggf. Chor- und Orchsterproben (situations- und ablaufbedingt kommt für Chor- und Orchesterproben auch eine Gruppenaktivität nach § 5 a in Betracht - siehe ergänzend dort)

- Hygienekonzept erstellen
- innerhalb geschlossener Räume gilt zur Umsetzung der sogenannten „3G-Regel“ (genesen, getestet, geimpft) wieder eine Testpflicht (negativer Antigen-Schnelltest nicht älter als 24 Stunden oder negativer PCR-Test nicht älter als 48 Stunden), sofern die Person nicht als geimpft oder genesen gilt
- Kontaktdaten außerhalb geschlossener Räume erfassen
- außerhalb geschlossener Räume keine Kontaktdaten
- innerhalb geschlossener Räume Pflicht zum Tragen von qualifizierter Mund-Nasen-Bedeckung auf den Verkehrsflächen
- Einhaltung des Abstandsgebotes

Das Abstandsgebot gilt dann nicht, wenn

- nicht mehr als die Hälfte der zur Verfügung stehenden Plätze besetzt werden,
- Die Sitzplätze unmittelbar neben, vor und hinter jedem Teilnehmer oder nur z.B. mit den Mitgliedern eines Haushaltes besetzt sind (vgl. § 2 Abs. 4)
-und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung tragen; diese Anforderung entfällt bei Veranstaltungen, bei denen die Teilnehmer passiv Vorführungen verfolgen (z.B. Theater, Konzert).

Singen innerhalb geschlossener Räume ist nur mit qualifizierter Mund-Nasen-Bedeckung (z.B. Chorproben), es sei denn, es ist kein Publikum anwesend oder alle Musizierenden sind getestet (geimpft oder genesen) plus Hygienkonzept, das zusätzlich auf die besonderen Gefahren des gemeinsamen Singens eingeht und besondere Abstandsregelungen vorsieht. Gleiches gilt für den Gebrauch von Blasinstrumtenten.


Stand 22.08.2021

Nach welchen Regeln dürfen "Tupper-Parties" stattfinden?

Tupper-Parties und vergleichbare Treffen sind dadurch gekennzeichnet, dass der Gastgeber Bekannte und Freunde zu sich nach Hause einlädt, um sich dort Produkte präsentieren zu lassen. Auch wenn es sich letztlich um eine kommerzielle Veranstaltung handelt, liegt der Schwerpunkt solcher Treffen im Privatbereich. Es kommen - mit Ausnahme ggf. der Verkaufsperson - nur Personen, die sich auch unter anderem Umständen im privaten Bereich treffen oder treffen könnten.

Deshalb handelt es sich bei Tupper-Parties und ähnlichen Treffen um Zusammenkünfte zu einem privaten Zweck nach § 2 Abs. 4 Nr. 4 der Corona-BekämpfVO. Sie sind draußen wie drinnen mit bis zu 25 Personen gestattet. Sie fallen damit nicht unter das Kontaktverbot, die Veranstaltungsregeln müssen nicht angewendet werden.

Stand 24.07.2021

Welche Regeln gelten für Gottesdienste,andere religiöse Feiern, Trauerfeiern und Bestattungen?

Für rituelle Veranstaltungen der Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften gelten die Regeln für Veranstaltungen nicht. Es gelten vielmehr folgende Voraussetzungen:

- Hygienekonzept erstellen
- während der gesamten Veranstaltung ist innerhalb geschlossener Räume und beim Singen eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen - dies gilt nicht für Berufsmusiker und getestete Personen während einer musikalischen Darbietung
- Es gilt das Abstandsgebot entsprechend der Regeln für Veranstaltungen mit Sitzungscharakter (siehe dort).


Stand 24.07.2021

Was gilt für Angebote der Kinder- und Jugendhilfe?

Auch für Angebote der Kinder- und Jugendhilfe gelten grundsätzlich die Regeln für Veranstaltungen (Gruppenaktivität oder Veranstaltung mit Sitzungscharakter - siehe dort).

Vom Abstandsgebot kann abgewichen werden, sofern der Angebotszweck diese erfordert und alle Teinehmer eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Die Verpflichtung zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung gilt nicht für Kinder vor der Einschulung.

Bei mehrtätigen Angeboten der Kinder- und Jugenderholung sind zusätzlich die Hygienekonzepte der Unterkünfte und die Regeln für Beherbergung (inbesondere Testpflicht vor Anreise) zu beachten. Bei mehrtätigen Angeboten entfällt die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung innerhalb der Reisegruppe, jedoch stets unter Beachtung der Vorgaben der jeweiligen Unterkunft.

Bei mehrtägigen Angeboten ist eine Erleichterung bei der Testhäufigkeit dadurch geschaffen, dass die Teilnehmer nur alle 72 Stunden einen weiteren Testnachweis vorlegen müssen (§ 12a Abs. 1 Nr. 3). Also wie bei Beherbergungsbetrieben.

Stand 22.08.2021

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