Hilfsnavigation

Webseite durchsuchen

Foto: Bernd Höfer, Breklum

Kreishaus in der Marktstraße in Husum

FAQ Corona: Antworten auf häufig gestellte Fragen (Seite 2)

Um Ihnen die Orientierung in der unüberschaubaren Fülle an Informationen zu erleichtern, haben wir für Sie hier eine Reihe an Antworten auf häufig gestellte Fragen aufgeführt. Sie werden regelmäßig aktualisiert und ergänzt.

Übrigens: Eine Vielzahl an Fragen wurde bereits auf unserer Facebook-Seite beantwortet. Schauen Sie doch gerne mal vorbei.

Ihre Frage war nicht dabei? In den FAQ des Landes finden Sie zahlreiche weitere Antworten.

<<< Zurück zu Seite 1 <<<


SCHULE | KITA | BEHINDERTENWERKSTÄTTEN

Wann darf mein Kind nicht in den Kindergarten oder zur Schule?

Die Landesregierung hat am 22.02.021 einen neuen “Schnupfenplan“ vorgelegt. Dieser ist eine Handlungsempfehlung für Schulen, Kindergärten und Eltern.

Wie funktioniert das mit den Schnelltests an Kitas und Schulen?

Die Landesregierung hat beschlossen, die ab dem 22. Februar 2021 geplanten Öffnungsschritte für die Kitas mit einem Testangebot zu verbinden. Damit soll allen Beschäftigten in Kitas sowie Kindertagespflegepersonen mehr Sicherheit geboten werden. So erhalten sie die Möglichkeit, sich zweimal wöchentlich mit einem sogenannten PoC-Antigenschnelltest auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 testen zu lassen. Diese Tests sind für die Beschäftigten und Kindertagespflegepersonen kostenfrei. Das Testangebot gilt bis zum 2. April 2021.

Die Tests werden von teilnehmenden Apothekern und niedergelassenen Ärzten sowie den DRK-Teststationen bzw. -angeboten durchgeführt. Hierfür ist es notwendig, dass die Kita-Beschäftigten von ihrer Arbeitsstelle – bzw. für die Kindertagespflege vom örtlichen Träger der Jugendhilfe – eine Bestätigung einholen.

Weitere Informationen und Vordrucke für Arbeitgeberbescheinigungen finden Sie hier.

Welche Masken sind in Kitas und Schulen Pflicht?

Im Interesse einer erhöhten Schutzwirkung gilt für alle an Schulen Beschäftigten sowie Schülerinnen und Schüler die Pflicht, in der Unterrichts- und Betreuungssituation mindestens eine medizinische oder vergleichbare Maske zu tragen, sogenannte OP-Masken. Möglich sind medizinische Masken (sogenannte einfache OP-Masken) oder Masken ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 (sog. qualifizierte MNB). Diese Verpflichtung gilt unabhängig von der jeweiligen Inzidenz in den Kreisen und kreisfreien Städten.

Im Übrigen gelten die Verfahrenshinweise für die Fälle, in denen Schülerinnen und Schüler aus medizinischen Gründen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können oder das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verweigern, uneingeschränkt fort. Auch gelten weiterhin die Regelungen zu Infektionsschutz und Hygienemaßnahmen im Rahmen des Schulbetriebs unter dem Aspekt des Schutzes vor Ansteckung durch das SARS-CoV-2.

Details finden Sie in der aktuellen SchulenCoronaVO.

In Angeboten der Kindertagesbetreuung (Elementar, Krippe, Hort und Kindertagespflege) haben alle Personen im Innen- und Außenbereich – und somit auch die pädagogischen Fachkräfte – eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung (medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94). zu tragen. Dabei können die pädagogischen Fachkräfte in der Betreuung der Kinder mit Blick auf das Kindeswohl situationsabhängig, z.B. zur gezielten Sprachförderung oder beim Streitschlichten und Trösten der Kinder, vorübergehend auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verzichten.

Für alle Kinder, die eine Hortgruppe besuchen, gelten abweichende Regelungen. Für sie gelten die Regelungen zur Mund-Nasen-Bedeckungspflicht in Schulen (s.o.).

Wie muss das ärztliche Attest aussehen, wenn ich mein Kind von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung befreien lassen will? Was hat die Schule dabei zu beachten?

Die besondere Situation, in der sich Schulen derzeit befinden, rechtfertigt es, an die Glaubhaftmachung eines Befreiungsbestands höhere Anforderungen zu stellen als bspw. für den Besuch des Einzelhandels. Ein Attest ist zur Glaubhaftmachung geeignet, wenn die Schulleitung durch das Attest in die Lage versetzt wird, selbst einschätzen zu können, ob sie einen Befreiungsgrund für hinreichend wahrscheinlich hält. Dies sieht auch die Rechtsprechung ausdrücklich so (OVG NRW, Beschluss vom 24.09.2020 – 13 B 1368/20; VGH Bayern, Beschluss vom 26.10.2020 – 20 CE 20.2185). Das ärztliche Attest muss daher konkrete und nachvollziehbare Angaben zum Vorliegen eines Befreiungsgrundes enthalten. Floskelhafte Feststellungen reichen nicht aus! Das liegt daran, dass die Schule auch die Grundrechtspositionen der anderen Schülerinnen und Schüler sowie des Lehrpersonals beachten muss. Die MNB-Pflicht dient schließlich ganz besonders auch dem Fremdschutz. Weitere Details zur Glabuhaftmachung finden Sie hier: https://t1p.de/p9n4.

Auch aus datenschutzrechtlicher Sicht ist die Schule berechtigt, die in einem Attest enthaltenen oder sonst mitgeteilten personenbezogenen Gesundheitsdaten der Schülerinnen und Schüler zu verarbeiten (§ 30 Abs. 1 Satz 1 und 2 Nr. 1 Schulgesetz SH). Dieses Vorgehen hält auch das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz ausdrücklich für rechtmäßig: https://uldsh.de/amnb.

Müssen Schulen positive Tests melden?

Ja.

Wenn die Aufsichtsperson bei Durchführung des Tests Kenntnis von einem positiven Selbsttest erlangt, besteht eine gesetzliche Meldepflicht an das örtliche Gesundheitsamt durch die Schule gemäß § 6 Abs. 1 Nr. t) IfSG in Verbindung mit § 8 Abs. 1 Nr. 7 InfSchG.

(Stand: 14.5.2021)

Mein Kind will keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Kann es der Schule fernbleiben?

Nein.

Für die Fälle, in denen Schülerinnen und Schüler nicht zur Schule kommen, weil sie bspw. keine MNB tragen wollen, ohne dass das ausreichend durch ärztliches Attest belegt ist, ist auf die bestehende Schulpflicht hinzuweisen. Diese gilt für alle Kinder und Jugendliche, die im Land Schleswig-Holstein ihre Wohnung oder ihre Ausbildungsstätte haben (§ 20 Abs. 1 Satz 1 SchulG).

Gemäß Art. 7 Abs. 1 Grundgesetz ist der Staat berechtigt, das Schulwesen umfassend zu regeln. In der Schule tritt somit das elterliche Sorgerecht neben das staatliche Erziehungsrecht. Entsprechend bedarf das Vorgehen in den oben genannten Fällen einer Einzelfallbetrachtung mit sorgfältiger Abwägung und ggf. einer Abstimmung mit der Schulaufsicht.

(Stand 19.11.2020)

Hotline Kinderbetreuung

Wegen der andauernden Kita-Schließungen hat unser Jugendamt die Hotline für Fragen zur Kinderbetreuung wieder aktiviert. Sie erreichen sie montags bis donnerstags von 8 - 16 Uhr und freitags von 8 - 12 Uhr unter Tel.: 04841 67-464.

(Stand: 11.01.2021)


SPORT & FREIZEIT

Welche Freizeiteinrichtungen dürfen öffnen, welche sind geschlossen?

Ab dem 30.05.2021 dürfen alle Freizeit- und Kultureinrichtungen wieder öffnen, auch Diskotheken und Tanzlokale dürfen wieder Gäste empfangen.

Es gelten jedoch gemäß § 10 auch hier Einschränkungen und Bedingungen.

  • Der Betreiber erstellt ein Hygienekonzept.
  • Kontaktdatenerhebung ist immer Pflicht.

Darüber hinaus gibt es Unterschiede nach geschlossenen und außerhalb geschlossener Räume.

Drinnen

  • In Innenbereiche dürfen nur getestete, geimpfte oder genesene Personen eingelassen werden. Dies gilt nicht für Sonnenstudios.
  • Ebenfalls ohne Test dürfen Besucher in Museen, Ausstellungen, Bibliotheken und Archive eingelassen werden, sofern nicht mehr als eine Person je 10 qm, sichtlich einer 800 qm übersteigenden Besuchsfläche eine Person je 20 qm eingelassen wird. Auf die sich dadurch rechnerisch ergebende Höchstbesucherzahl dürfen Geimpfte und Genesene NICHT zusätzlich aufgeschlagen werden.
  • Die Besucher von geschlossenen Räumen müssen eine qualfizierte Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Ausgenommen sind davon nur Besucherinnen und Besucher während des Aufenthalts an ihren festen Sitzplätzen, sofern dort das Abstandsgebot gewahrt ist.
  • Ein Antigen-Schnelltest ist ausreichend, ein Selbsttest reicht nicht. Das Testergebnis darf nicht älter als 24 Stunden sein. Kinder unter 6 Jahren benötigen keinen Test. Geimpfte und Genesene sind getesteten Personen gleichgestellt. Sichtkontrolle der Test-, Impf- oder Genesenennachweise ist ausreichend. Eine Dokumentationspflicht der Nachweise besteht für den Betreiber nicht.
  • Für Kultur- und Freizeiteinrichtungen mit festen Sitzplätzen (Kinos, Theater etc.) gelten ergänzend die Regeln des § 5

Draußen

  • Außerhalb geschlossener Räume gibt es keine Besucherzahlbegrenzung. Es gilt aber das allgemeine Abstandsgebot, so dass der Platz die Besucherzahl begrenzt.

Achtung: Für Freizeit- und Kultureinrichtungen mit festen Sitzplätzen (Kino, Konzert-, Theater-, Opernhäuser und vergleichbares gelten die Regelungen des § 5 c (Veranstaltung mit Sitzungscharakter) - siehe bitte dort.

(Stand: 30.05.2021)

Welche Regeln gelten für Sport?

Ab dem 14.6.2021 sind die Regeln für die Sportausübung neu gefasst worden.

drinnen

  • Bis zu 10 erwachsene Personen dürfen ohne Einhaltung eines Abstandsgebotes und ohne Testpflicht gemeinsam Sport treiben, bei Minderjährigen dürfen es bis zu 25 (zuzüglich max. 2 Übungsleitern) sein.
  • Kommen mehr als 10 erwachsene Personen (oder mehr als 25 Minderjährige) zusammen, müssen alle Teilnehmenden getestet, geimpft oder genesen sein. Dies gilt nur dann nicht, wenn für jede trainierende Person mehr als 80 qm zur Verfügung stehen.
  • Hygienekonzept
  • Kontaktdatenerfassung

Schwimm-, Spaß- und Freibäder

  • Hygienekonzept mit besonderem Blick auf das Infektionsrisiko der Sportart, weitere Informationen und auch Berechnungsbeispiele für die zuzulassende Personenzahl finden sich zum Beispiel unter www.baederportal.com 
  • Kontaktdatenerfassung
  • Bei mehr als 10 Trainierenden (oder 25 minderjährigen Trainierenden) im geschlossenen Raum dürfen nur getestete, geimpfte oder genesene Personen trainieren. Das gilt nicht, wenn mehr als 80 qm für jede trainierende Person zur Verfügung stehen.

draußen

Für die Sportausübung draußen finden die Regeln der §§ 5 - 5 c keine Anwendung. Es gilt kein Abstands- oder Kontaktverbot mehr.

Zuschauerinnen und Zuschauer

Für Zuschauerinnen und Zuschauer gelten die §§ 5 - 5 c entsprechend. Die Zahl der sporttreibenden Personen wird auf die zugelassene Höchstzahl der Zuschauerinnen und Zuschauer angerechnet.

(Stand 13.6.2021)

Sind die Kinos geöffnet?

Ja. Kinos dürfen unter Auflagen als Freizeiteinrichtungen wieder öffnen. Es gelten die Regelungen für Veranstaltung im Sinne von Veranstaltungen mit Sitzungscharakter gemäß § 5 c Corona-BekämpfVO (siehe dort).

(Stand 30.5.2021)

Dürfen Musikproben wieder stattfinden?

Ja, es greift dafür § 5 in Verbindung mit § 5 a Corona-BekämpfVO (Gruppenaktivität) oder in Verbindung mit § 5 c (Verantaltung mit Sitzungscharakter).

Kontaktdatenerhebung ist immer Pflicht.

Innerhalb geschlossener Räume dürfen nur getestete, geimpfte und genesene Personen teilnehmen.

Beim Singen innerhalb geschlossener Räume ist eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, der Gebrauch von Blasinstrumenten innerhalb geschlossener Räume ist unzulässig. Beides gilt dann nicht, wenn

  • es sich um eine berufliche Tätigkeit oder Prüfung handelt oder kein Publikum anwesend ist oder nur getestete Personen musizieren und
  • sich das Hygienekonzept auch auf die besonderen Gefahren der Aerosolbildung und der Anordnung der Akteure zueinander befasst.

Wichtig: Auch Laien-Chöre oder Laien-Bläserensembles dürfen wieder vor Publikum auftreten, sofern alle Musizierenden getestet, geimpft oder genesen sind.

Ob die Probe eine Gruppenaktivität oder eine Veranstaltung mit Sitzungscharakter ist, hängt davon ab, wie der Raum gestaltet ist, und wie das Verhalten des Ensembles während und rund herum der Probe ist. Grundsätzlich ist bei Laienensembles eher von Gruppenaktivitäten auszugehen - dies erlaubt etwas mehr Bewegung, auch das Stehen, ggf. Umhergehen während der Probe, auch einmal kurz Pause machen und zusammenstehen, etwas Geselligkeit pflegen.

Veranstaltungen mit Sitzungscharakter hingegen sind höchst starre Settings mit strikt einzuhaltendem Abstand, der Sitzplatz darf nicht verlassen oder gar gewechselt werden, es darf nach der Veranstaltung nicht in Gruppen zusammengestanden werden, gemeinsame Pausen sind nicht möglich. Bei Berufsmusiker-Ensembles wird im Zweifel eher eine Veranstaltung mit Sitzungscharakter vorliegen können als bei Laien-Ensembles. Letztlich ist es eine Entscheidung des Veranstalters, wie er seine Veranstaltung gestaltet.

Der Unterschied zwischen den beiden Veranstaltungsarten liegt letztlich in der Teilnehmerzahl.

Gruppenaktivität:
125 drinnen
250 draußen

Sitzungsveranstaltung:
500 drinnen
1000 draußen

An der Sitzungsveranstaltung dürfen deshalb mehr Personen teilnehmen, weil zwischen den Teilnehmern kaum Interaktion (im Sinne von Bewegung, Gespräch, Austausch) stattfindet, und starre Abstände mit festen Sitzplätzen eingehalten werden müssen.

(Stand 13.6.2021)

Dürfen Wattwanderungen stattfinden?

Ja. Es handelt sich um eine Veranstaltung mit Gruppenaktivität im öffentlichen Raum im Sinne von § 5a Corona-BekämpfVO (siehe dort).

Wichtig: Wattwanderungen sind Wanderungen in freier Natur. Dadurch sind die Teilnehmer an dieser Gruppenaktivität von der Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen befreit. Das gilt allerdings nur für die Wanderung selbst und nicht für ggf. notwendige Shuttle-Transporte - hier gelten die Vorschriften für touristische Reiseverkehre.

(Stand: 13.6.2021)

Sind Stadtführungen und Exkursionen zulässig?

Ja, es handelt sich um Veranstaltungen im Sinne von Gruppenaktivitäten gemäß § 5 a (siehe dort).


(Stand: 30.5.2021)


TESTUNGEN

Wo kann ich einen PCR-Test machen?

PCR-Tests werden in Nordfriesland beim DRK-Testzentrum in Bredstedt (Eichweberstraße 2, 25821 Bredstedt, ehemalige Bundesgrenzschutz-Kaserne, tgl. 13 - 18 Uhr) oder bei den Hausärzten durchgeführt.  

Ein Anspruch auf einen PCR-Test besteht nur nach einem positiven Schnelltest in einer Teststelle. Wenn aus anderem Grund zwingend ein negatives PCR-Testergebnis erforderlich ist, wenden Sie sich an Ihre Hausärztin bzw. Ihren Hausarzt.

(Stand: 26.5.2021)

Welche Testarten werden akzeptiert?

Mit der Neufassung wurden die Vorschriften für den Nachweis der Testungen deutlich gelockert:

Zulässig ist

jeder Antigen-Schnelltest, auch die vom BAfrM zugelassenen Tests zur Eigenanwendung sind zulässig. Die Beschränkung auf die PoC-Tests zur professionellen Anwendung entfällt.

Die Tests müssen nicht mehr in zertifizierten Teststellen durchgeführt werden. Testen und Zertifikate ausstellen dürfen auch:

  • die von uns im Rahmen der Modellregion zugelassenen Teststellen, auch wenn sie keine Bürgertestungen durchführen dürfen.
  • Arbeitgeber, die die Tests im  Rahmen ihrer betrieblichen Testungen mit Personal, dass die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzt.
  • Es ist auch zulässig, dass z. B. Gaststätten die Tests direkt am Eingang durchführen. Dann gilt die Testung allerdings nur für den einmaligen Zugang. In der Regel werden keine dort Testbestätigung ausgestellt.

Die Tests müssen vor maximal 24 Stunden durchgeführt worden sein.

Wird ein PCR-Labortest durchgeführt, darf der Test maximal 48 Stunden alt sein.

(Stand: 12.05.2021)

Welche Regeln gelten für vollständig Geimpfte und Genesene?

Wer?

  • Personen mit vollständigem Impfschutz (15. Tag nach der 2. Impfung bzw. nach der 1. Impfung, wenn der Betroffene die Erkrankung durchgemacht hat).
  • Genesene in der Zeit vom 28. Tag bis 6 Monate nach dem positiven PCR-Test

Welche Nachweise?

  • Schriftlicher oder digitaler Nachweis in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache,
  • z. B. Testbestätigung über den PCR-Test, Impfausweis, Impfbestätigung.

Welche Sonderregeln gelten?

  • Geimpfte und Genesene sind von allen Testpflichten befreit (Ausnahme: Rückkehr aus einem Virusvariantengebiet).
  • Bei privaten Zusammenkünften zählen geimpfte und getestete Personen nicht mit.

(Stand 30.5.2021)

Ist das Testen von Gästen und Mitarbeitern in öffentlichen Teststellen immer kostenfrei oder nur einmal pro Woche?

Ja, mehrfache Testungen pro Woche sind beim Bürgertest kostenlos möglich.

(Stand: 21.04.2021)

Müssen sich auch "Dauercamper" und Nutzer der eigenen Zweitwohnung testen lassen?

Die Testpflicht besteht nicht für "Dauercamper", wenn das Camping-Objekt im Prinzip wie eine Zeitwohnung genutzt wird. In der Begründung zu § 17 der LVO heißt es dazu:

"In Anlehnung an das Bauordnungsrecht muss der Wohnwagen, das Wohnmobil, das Campingzelt oder das Campinghaus quasi als eine ortsfeste Anlage zu werten sein. Hiervon ist auszugehen, wenn sie unbewegt bleiben und der Stellplatz bzw. die Unterkunft langfristig, d. h. für mindestens 5 Monate, gemietet wird. Insofern fällt das dauerhafte Wohnen in festen Wohnheimen auf Campingplätzen nicht unter § 17 (Beherbergungsbetrieb mit Testpflicht). In diesem Sinne sind auch Sportboothäfen keine Beherbergungsbetriebe, sofern die Liegeplätze langfristig vermietet werden.“

(Stand 16.5.2021)

Dürfen sich Gäste selbst testen, wenn sie Ärzte oder sonstiges medizinisches Personal sind?

Grundsätzlich nein. Auch wenn diese Personen über die Fachkunde verfügen, um sich selbst zu testen: Sie sind nicht berechtigt, im Rahmen des Modellprojektes Testbestätigungen auszustellen. Das ist aber zwingend erforderlich, damit neben der Beherbergung auch andere  Angebote, wie zum Beispiel im Restaurant  genutzt werden können.

Es gibt allerdings eine Ausnahme: Wenn der Gast sonst über ein Unternehmen verfügt, dass dafür in Nordfriesland zertifiziert ist, Testbestätigungen auszustellen (z. B. ein Apotheker mit einer zertifizierten Teststelle oder ein niedergelassener Arzt), darf er das auch in seinem Urlaub.

Im Regelfall darf der Gast sich aber nicht selbst - sondern nur die anderen Familienmitglieder -  testen, weil die zugelassenen POC-Tests nicht für die Selbsttestung zugelassen sind - die richtige Durchführung klappt nur, wenn man eine andere Person testet.

(Stand: 10.5.2021)

Mein Corona-Selbsttest für zuhause zeigt ein positives Ergebnis an. Was muss ich tun?

Sie haben sich einen Corona-Schnelltest für zuhause gekauft, und er zeigt ein positives Ergebnis an? Keine Panik – vielleicht ist das Ergebnis ja falsch, das kommt vor. Trotzdem müssen Sie es natürlich unbedingt sofort nachprüfen lassen! Was genau zu tun ist, hängt davon ab, ob Sie Corona-Symptome spüren oder nicht.

Wenn Sie keine Symptome haben …
Corona-typische Symptome sind zum Beispiel Husten, Kopfschmerzen und Übelkeit. Wenn Sie keine solchen Symptome verspüren, begeben Sie sich bitte unverzüglich zur nächsten anerkannten Teststelle.
Dort lassen Sie einen qualifizierten Antigen-Schnelltest durchführen.
Bis dahin verhalten Sie sich bitte so, als könnten Sie infiziert sein: Fahren Sie ohne Umwege zum Testzentrum. Tragen Sie dort eine FFP2-Maske oder einen anderen medizinischen Mund-Nasen-Schutz. Halten Sie Abstand von anderen Menschen.
Wenn der Antigen-Test negativ ausfällt, ist die Sache erledigt, dann hat der heimische Test ein falsches Ergebnis angezeigt. Wenn der Antigen-Test jedoch positiv ausfällt, begeben Sie sich bitte ohne Umwege (auch kein Einkauf!) sofort nach Hause und sondern Sie sich von anderen Menschen ab. Melden Sie sich dann unverzüglich beim Gesundheitsamt: Tel. 0800 200 66 22. Das Gesundheitsamt wird das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen. Die anerkannte Teststelle ist übrigens verpflichtet, Ihr positives Ergebnis mittels Meldebogen unverzüglich per E-Mail an infektionsmeldungen@nordfriesland.de an das Gesundheitsamt zu schicken. Es schadet nicht, wenn Sie die Teststelle auch noch einmal darauf hinweisen.

Wenn Sie Corona-typische Symptome haben …
Dann rufen Sie bitte unverzüglich Ihren Hausarzt oder den Kassenärztlichen Rufbereitschaftsdienst unter Tel. 116117 an. Dort wird man Ihnen zu einer weitergehenden ärztlichen Diagnostik (i.d.R. verbunden mit einem PCR-Test) verhelfen. Bis es soweit ist, verhalten Sie sich bitte wie oben beschrieben: Bleiben Sie zuhause, halten Sie Abstand von anderen Menschen und tragen Sie, wenn Sie zum Test gehen, dabei eine FFP2-Maske oder einen anderen medizinischen Mund-Nasen-Schutz.


ZUSAMMENKÜNFTE & VERANSTALTUNGEN
KIRCHEN & GLAUBENSGEMEINSCHAFTEN

Mit wem darf ich mich privat treffen/etwas unternehmen?

Drinnen wie draußen gelten für private Treffen zu Hause oder in der Öffentlichkeit folgende Kontaktbeschränkungen:

  • ein gemeinsamer Haushalt unabhängig von der Personenzahl + zzgl. maximal einer weiteren Person oder
  • bis zu 10 Personen aus maximal 10 Haushalten.
  • Kinder bis zum 14. Geburtstag, Geimpfte und Genesene zählen nicht mit (weder drinnen noch draußen).

Beispiel:

Eine Grillparty draußen mit 20 Personen wäre zulässig, wenn 5 Kinder unter 14 Jahren und 5 Geimpfte teilnehmen.

Für solche Zusammenkünfte gelten keine Abstandsregeln. Es muss kein Hygienekonzept erstellt werden. Kontaktdatenerfassung ist nicht erforderlich.

Daneben gibt es insbesondere für private Feiern die Möglichkeit der Veranstaltung mit Gruppenaktivität (siehe dort) mit höherer möglicher Teilnehmerzahl, aber unter Beachtung von Auflagen.

(Stand: 30.5.2021)

Dürfen Seminare und außerschulische Bildungsangebote in Präsenz wieder stattfinden?

Ab dem 31.05.2021 dürfen außerschulische Bildungsveranstaltungen auch als Präsenzveranstaltungen wieder stattfinden. Es gelten die Vorschriften für Veranstaltungen (Gruppenaktivität oder Veranstaltung mit Sitzungscharakter - siehe dort) mit folgenden zusätzlichen Maßgaben:

  • Bei Beamtungsübungen in Erste-Hilfe-Kursen und bei der studienvorbreitenden Ausbildung an öffentlichen Musikschulen und Proen von Auswahlensembles ds Landesmusikrates muss keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.
  • Vom Abstandsgebot kann abgewichen werden, wenn der Bildungszweck dies im Rahmen der praktischen Ausbildung an Gesundheits- und Pflegeschulen oder Berufsbildungseinrichtungen (§ 2 Abs. 1 Nr. 3 Berufsbildungsgesetz) es erfordert.
  • Bei mehrtätigen Bildungsangeboten der beruflichen Aus- und Weiterbildung, wenn der Teilnehmerkreis im Wesentlichen unverändert bleibt, genügt es abweichend von § 5 Abs. 3, wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer spätestens alle 72 Stunden einen weiteren Testnachweis vorlegen. Geimpfte und Genesene benötigen unabhängig davon keinen Test.

(Stand: 30.5.2021)

Unter welchen Bedingungen sind Veranstaltungen mit Gruppenaktivität erlaubt?

§§ 5 und 5a Corona-Bekämpfungsverordnung

Gemeint sind Veranstaltungen, bei denen die Teilnehmer feste Sitzplätze nicht vorhanden sind oder nicht nur kurzzeitig verlassen werden.

Beispiele: Feiern, Empfänge, Exkursionen,  ggf. Chor- und Orchsterproben (situations- und ablaufbedingt kommt für Chor- und Orchesterproben auch eine Veranstaltung mit Sitzungscharakter nach § 5 c Betracht - siehe ergänzend dort)

Drinnen:

  • maximal 125 Teilnehmer (bei privaten Zusammenkünften werden vollständig Geimpfte und Genesene nicht mitgezählt)
  • Teilnahme nur für getestete, geimpfte oder genesene Personen
  • Hygienekonzept
  • Teilnehmer haben eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen - Ausnahme: bei privaten Feiern
  • Kontaktdaten erheben

Singen innerhalb geschlossener Räume ist nur mit qualifizierter Mund-Nasen-Bedeckung (z.B. Chorproben), es sei denn, alle Musizierendens sind getetestet, geimpft oder genesen + Hygienkonzept, das zusätzlich auf die besonderen Gefahren des gemeinsamen Singens eingeht und besondere Abstandsregelungen vorsieht.
Der Gebrauch von Blasinstrumenten ist innerhalb geschlossener Räume nicht erlaubt, es sei denn es handelt sich um eine berufliche Darbietung oder Prüfung oder alle Musizierenden sind getestet (geimpft oder genesen) + Hygienkonzept, das zusätzlich auf die besonderen Gefahren der Nutzung von Blasinstriumenten eingeht und besondere Abstandsregelungen vorsieht.

Draußen:

  • maximal 250 Teilnehmer (bei privaten Veranstaltungen werden vollständig Geimpfte und Genesene nicht mitgezählt)
  • Hygienekonzept,
  • Kontaktdaten erheben,
  • Pflicht, eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen - außer auf privaten Feiern und Wanderungen in freier Natur (z.B. Wattwanderung)

(Stand: 13.6.2021)

Unter welchen Bedingungen sind Veranstaltungen mit Marktcharakter erlaubt?

§§ 5 und 5b Corona-Bekämpfungsverordnung

Gemeint sind Märkte und vergleichbare Veranstaltungen mit WECHSELNDEN Teilnehmern.

Beispiele: Messen, Flohmärkte und Landmärkte

Drinnen:

  • bis zu 500 Teilnehmer gleichzeitig auf dem Markt
  • maximal 1 Teilnehmer pro 7 qm begehbarer Fläche
  • Teilnehmer haben eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen (Ausnahme: Nahrungsaufnahme oder Rauchen im Stehen oder Sitzen)
  • Teilnahme nur für getestete, geimpfte oder genesene Personen
  • Hygienekonzept erstellen
  • Kontaktdatenerfassung
  • Einhaltung des Abstandsgebotes muss durch "angemessene Anzahl" von Ordnungskräften sichergestellt werden.
  • Kein Ausschank oder Verzehr von Alkohol.

Draußen:

  • maximal 1000 Teilnehmer auf dem Markt
  • maximal 1 Person pro 7 qm begehbare Fläche
  • Hygienekonzept,
  • Kontaktdaten erheben,
  • Teilnehmer haben eine qualifizierte Mund-Nassen-Bedeckung zu tragen (Ausnahme: Nahrungsaufnahme und Rauchen im Sitzen oder Stehen)
  • Einhaltung des Abstandsgebotes muss durch "angemessene Anzahl" von Ordnungskräften sichergestellt werden.
  • Kein Ausschank oder Verzehr von Alkohol.

(Stand: 13.6.2021)

Unter welchen Bedingungen sind Veranstaltungen mit Sitzungscharakter erlaubt?

§§ 5 und 5c Corona-Bekämpfungsverordnung

Gemeint sind Veranstaltungen im öffentlichen Raum, bei denen die Teilnehmer feste Sitzplätze haben, die nicht oder nur kurzzeitig verlassen werden.

Beispiele: Konzerte, Vorträge, Lesungen, Theater- und Kinovorstellungen, ggf. Chor- und Orchsterproben (situations- und ablaufbedingt kommt für Chor- und Orchesterproben auch eine Gruppenaktivität nach § 5 a in Betracht - siehe ergänzend dort)

Drinnen:

  • maximal 500 Teilnehmer (bei privaten Zusammenkünften werden vollständig Geimpfte und Genesene nicht mitgezählt)
  • Teilnahme nur für getestete, geimpfte oder genesene Personen
  • Hygienekonzept
  • Teilnehmer haben eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen - Ausnahme: während des Aufenthalts am eigenen Sitzplatz
  • Kontaktdaten erheben
  • Es gilt das strikte Absstandsgebot.

Das Abstandsgebot gilt dann nicht, wenn

  • nicht mehr als die Hälfte der zur Verfügung stehenden Plätze besetzt werden,
  • Die Sitzplätze unmittelbar neben, vor und hinter jedem Teilnehmer oder nur z.B. mit den Mitgliedern eines Haushaltes besetzt sind (vgl. § 2 Abs. 4)
  • UND alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Singen innerhalb geschlossener Räume ist nur mit qualifizierter Mund-Nasen-Bedeckung (z.B. Chorproben), es sei denn, es ist kein Publikum anwesend oder alle Musizierenden sind getestet (geimpft oder genesen) plus Hygienkonzept, das zusätzlich auf die besonderen Gefahren des gemeinsamen Singens eingeht und besondere Abstandsregelungen vorsieht. Gleiches gilt für den Gebrauch von Blasinstrumtenten.

Draußen:

  • maximal 1000 Teilnehmer (bei privaten Veranstaltungen werden vollständig Geimpfte und Genesene nicht mitgezählt)
  • Hygienekonzept,
  • Kontaktdaten erheben,
  • Pflicht, eine qualifizierte MNB zu tragen, solange sich die TN nicht an den Sitzplätzen befinden.
  • Es gilt das strikte Absstandsgebot.

Das Abstandsgebot gilt dann nicht, wenn

  • nicht mehr als die Hälfte der zur Verfügung stehenden Plätze besetzt werden,
  • Die Sitzplätze unmittelbar neben, vor und hinter jedem Teilnehmer oder nur z.B. mit den Mitgliedern eines Haushaltes besetzt sind (vgl. § 2 Abs. 4)
  • UND alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

(Stand: 13.6.2021)

Nach welchen Regeln dürfen "Tupper-Parties" stattfinden?

Tupper-Parties und vergleichbare Treffen sind dadurch gekennzeichnet, dass der Gastgeber Bekannte und Freunde zu sich nach Hause einlädt, um sich dort Produkte präsentieren zu lassen. Auch wenn es sich letztlich um eine kommerzielle Veranstaltung handelt, liegt der Schwerpunkt solcher Treffen im Privatbereich. Es kommen - mit Ausnahme ggf. der Verkaufsperson - nur Personen, die sich auch unter anderem Umständen im privaten Bereich treffen oder treffen könnten.

Deshalb handelt es sich bei Tupper-Parties und ähnlichen Treffen um Zusammenkünfte zu einem privaten Zweck nach § 2 Abs. 4 Nr. 4 der Corona-BekämpfVO. Sie sind draußen wie drinnen mit bis zu 10 Personen gestattet. Sie fallen damit nicht unter das Kontaktverbot, die Veranstaltungsregeln müssen nicht angewendet werden.

Liegt die Teilnehmerzahl über 10 Personen, gelten die Regeln für Gruppenaktivitäten (siehe dort).

(Stand 13.6.2021)

Was gilt für Angebote der Kinder- und Jugendhilfe?

Auch für Angebote der Kinder- und Jugendhilfe gelten grundsätzlich die Regeln für Veranstaltungen (Gruppenaktivität oder Veranstaltung mit Sitzungscharakter - siehe dort).

Für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen gilt keine Testpflicht, sofern nicht mehr als 10 Personen, wenn nur Kinder und Jugendliche (nebst bis zu zwei Übungsleitern) teilnehmen bis zu 25 Personen keine Testpflicht. Werden es mehr als 10 Personen bzw. 25 Personen müssen alle Teilnehmer getestet, geimpft oder genesen sein. Kinder unter 6 Jahren sind weiterhin von der Testpflicht befreit.

Vom Abstandsgebot kann abgewichen werden, sofern der Angebotszweck diese erfordert und alle Teinehmer eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Die Verpflichtung zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung gilt nicht für Kinder vor der Einschulung.

(Stand: 30.5.2021)

<<< Zurück zu Seite 1 <<<