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Foto: Bernd Höfer, Breklum

Kreishaus in der Marktstraße in Husum

29.01.2021

Geflügelpest: Aufstallungsgebot gilt weiterhin

Weil die Corona-Lage alle anderen Themen überstrahlt, häufen sich beim Veterinäramt des Kreises Nordfriesland die Anrufe. »Viele meinen, die Geflügelpest sei überstanden, so dass ihr Hausgeflügel wieder ins Freie darf«, berichtet Kreisveterinär Dr. Dieter Schulze.

Doch dieser Eindruck trügt: Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein sowie die Ordnungsbehörden sammeln immer noch tote Wildvögel ein. Regelmäßig zeigen Laboruntersuchungen, dass Tiere an der Geflügelpest starben.

»In Niedersachsen mussten erst kürzlich Tausende Puten getötet werden. Die Gefahr ist noch nicht vorbei. Auch in Schleswig-Holstein gilt immer noch in allen Kreisen ein Aufstallungsgebot«, betont Schulze. Der Tierarzt schätzt, dass es noch bis in den April oder gar Mai so bleiben wird – erst dann machen sich die Wildvögel auf den Weg in ihr Sommerquartier.

Hausgeflügel braucht jedoch nicht die ganze Zeit in geschlossenen Ställen zu sein: Wichtig ist eine Abdeckung nach oben, die auch aus einem Netz oder Gitter mit einer Maschenweite von maximal 25 Millimetern bestehen kann. Unerlässlich ist eine Seitenbegrenzung, die verhindert, dass Wildvögel eindringen.

Bisher wurden im Kreis Nordfriesland rund 13.000 tote Vögel geborgen. Von 256 Proben enthielten 193 den Erreger der Geflügelpest. Der letzte positive Befund datiert vom 18. Januar.