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Foto: Bernd Höfer, Breklum

Kreishaus in der Marktstraße in Husum

01.02.2018

Ausstellung anlässlich des Holocaust-Gedenktags

Anlässlich des Tages zum nationalen Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus hatte der Kreis Nordfriesland zur Eröffnung der Ausstellung »Hamburger Fußball im Nationalsozialismus -Einblicke in eine jahrzehntelang verklärte Geschichte« eingeladen:

Ausstellungseröffnung

Die Ausstellungseröffnung fand statt am:

27. Januar 2018
Kreistagssitzungssaal
Kreishaus in Husum, Marktstr. 6

17.00 Uhr
Andacht mit Bischöfin i. R. Maria Jepsen 

17.30 Uhr
Ausstellungseröffnung
Begrüßung 
Siegfried Puschmann, stellv. Kreispräsident des Kreises Nordfriesland

Einführung in die Ausstellung
Paula Scholz, Initiatorin und Mitarbeit bei der Ausstellung
Freie Mitarbeiterin der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Musikalische Umrahmung: Posaunenchor Husum
Friedemann Magaard, Violoncello

Zum Thema der Ausstellung

In Deutschland war nach dem 30. Januar 1933 ein selbstbestimmtes Leben und Handeln nicht mehr möglich. Die rassistische und aggressiv nationalistische Ideologie der NSDAP durchdrang alle Lebensbereiche, die sämtlich »nazifiziert« wurden. Dies galt auch für die Sportvereine. Die vielfältige, »bunte« Sportbewegung der Weimarer Republik – und mit ihr der Fußballsport – wurde »gleichgeschaltet«: Linientreue Vereinsführer ersetzten die bisherigen Vorsitzenden, Vereinsmitglieder wurden aus rassistischen und politischen Gründen ausgegrenzt und ausgeschlossen und militärischer Drill, sogenannter »Wehrsport«, eingeführt.

Zu den sportpolitischen Maßnahmen der Nationalsozialisten gehörten auch das Verbot und die Verfolgung der traditionsreichen Arbeitersportbewegung. Sportlerinnen und Sportler, die sich den »neuen Verhältnissen« nicht anpassten oder als »rassisch minderwertig« galten, wurden in Gefängnissen und Konzentrationslagern inhaftiert und ermordet.

Vor allem an Beispielen aus dem Hamburger Fußballsport werden in dieser Ausstellung die Sportpolitik der NSDAP, Maßregelungen von Sportlerinnen und Sportlern, Verbote und Verfolgungen dokumentiert. Ergänzend wird auch ein Blick auf die Neuorganisation des Sports nach Kriegsende sowie auf die – späte – Aufarbeitung seiner Geschichte im Nationalsozialismus geworfen.

Öffnungszeiten vom 28. Januar bis
19. Februar 2018

Die Ausstellung ist zu sehen vom 28.01.- 19.02.2018 zu den Öffnungszeiten des Kreishauses:
Mo bis Do. 8.00 – 16.00 Uhr und Fr. 8.00 – 12.00 Uhr.

Weitere Informationen unter www.nordfriesland.de/holocaust-gedenktag

Informationen für Schulklassen

Eine Besichtigung durch Schulklassen ist innerhalb der Öffnungszeiten ohne Anmeldung möglich.

Weitere Veranstaltungen anlässlich des Gedenktags im Kreisgebiet

Folgende weitere Veranstaltungen anlässlich des Gedenktages fanden im Kreisgebiet statt:

  • in Ladelund, 27.01.2018 •  Gedenkstätte
    16.00 Uhr: Gedenken
    im Anschluss: Vortrag: »Reichsbürger«, Andreas Speit (Journalist und Buchautor)
  • in Schwesing, 28.01.2018: ev. luth. Kirche zu Schwesing
    10.00 Uhr: Gottesdienst mit Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, Vikarin Sabrina Biehl 
  • in Friedrichstadt, 27.01.2018 :
    15.00 Uhr: Kranzniederlegung auf dem jüdischen Friedhof Treenefeld
    19.30 Uhr: Filmvorführung »Nebel im August« in der Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge