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Foto: Bernd Höfer, Breklum

Kreishaus in der Marktstraße in Husum

21.05.2015

Klinikum NF und DIAKO Flensburg bereiten Kooperation vor

In Deutschland sind die Bundesländer für die Krankenhausversorgung zuständig. Das Land Schleswig-Holstein hat die Aufgabe, die medizinische Grund- und Regelversorgung in der Fläche sicherzustellen, auf die Kreise übertragen.

Deshalb ist der Kreis Nordfriesland seit Jahrzehnten Träger des Klinikums Nordfriesland mit seinen vier Standorten in Husum, Niebüll, Tönning und Wyk auf Föhr.

»Aber es wird immer schwieriger, flächendeckend gute Qualität zu bieten und dabei stets wirtschaftlich zu arbeiten«, erklärt Landrat Dieter Harrsen.

 Zur Stärkung des Klinikums hat der nordfriesische Kreistag in seiner Sitzung am 20. März 2015 eine Kapitalerhöhung um 4,5 Millionen Euro beschlossen und zusätzlich 8,4 Millionen Euro für die Finanzierung notwendiger Investitionen verbürgt.

Da man mit Partnern stärker ist als allein, hat der Kreis in den letzten Wochen Sondierungsgespräche mit der Diakonissenanstalt zu Flensburg (DIAKO) geführt.

»Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass beide Verhandlungspartner sich vorstellen können, die Krankenhausversorgung für die Region zukünftig gemeinsam sicherzustellen. Dabei sollen die Marken ›DIAKO‹ und ›Klinikum Nordfriesland‹ erhalten bleiben«, berichtet Kreispräsident Heinz Maurus.

Gemeinsam mit Verwaltungschef Harrsen, Klinikgeschäftsführer Frank Pietrowski und anderen nahm er für die nordfriesische Seite an den Gesprächen teil.

In den nächsten Monaten erfolgt eine Bestandsaufnahme und wirtschaftliche Bewertung der medizinischen Angebote in der Region. Darauf aufbauend, soll ein abgestimmtes medizinisches Versorgungskonzept erarbeitet werden. Anschließend werden die Vor- und Nachteile verschiedener gemeinsamer Organisationsformen zu prüfen sein.

»Unser Ziel ist es, auch künftig eine angemessene Krankenhausversorgung in der Region sicherzustellen. Im ersten Quartal 2016 wollen wir so weit sein, dass wir der Öffentlichkeit unsere gemeinsamen Planungen vorstellen können«, erklärt Dieter Harrsen.

Dafür werden eine Lenkungsgruppe und eine Arbeitsgruppe gebildet, die bei Bedarf weitere Beteiligte wie Ärzte, Mitarbeiter, das Sozialministerium, Krankenkassen sowie Gutachter hinzuziehen können.

»Selbstverständlich werden beide Gesprächspartner darauf achten, ihre jeweiligen Gremien laufend zu beteiligen«, stellt Kreispräsident Heinz Maurus klar.

Der fertige Entwurf des Gesamtkonzeptes wird voraussichtlich im Herbst durch die zuständigen Ausschüsse des Kreises beraten und dem Kreistag, der gleichzeitig als Gesellschafterversammlung der Klinikum Nordfriesland gGmbH fungiert, sowie den entsprechenden Gremien der DIAKO zur abschließenden Entscheidung vorgelegt.

(Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung der Diakonissenanstalt zu Flensburg und des Kreises Nordfriesland.)