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Foto: Bernd Höfer, Breklum

Kreishaus in der Marktstraße in Husum

28.01.2015

Kreis fordert Versorgungssicherheit für Personen und Güter im Autozugverkehr/SyltShuttle von und nach Sylt

Husum. Der Kreis Nordfriesland hat sich nach einer Sitzung seines Hauptausschusses mit einem Schreiben an die DB Netz AG und die Bundesnetzagentur mit der Aufforderung gewandt, die Versorgungssicherheit für Personen und Güter im Autozugverkehr von und nach Sylt auch in Zukunft sicherzustellen.

Zum nächsten Fahrplanwechsel 2016 werden die Trassen für den SyltShuttle neu vergeben. Dem Vernehmen nach gibt es drei Interessenten, die Deutsche Bahn, das Land Schleswig-Holstein und die Railroad Development Corporation.

»Unser Interesse als Kreis Nordfriesland ist es, diesen nun auch auf dieser Strecke stattfindenden Wettbewerb nicht zu Lasten der SyltShuttle-Nutzer durchzuführen«, betonte Kreispräsident Heinz Maurus heute in Husum.

Der SyltShuttle sei schon heute der wichtigste Verkehrsträger zwischen Niebüll und Westerland; die Bahnstrecke sei die Lebensader für Sylter und deren Gäste.

Ein Großteil der Güter des täglichen Bedarfs werde über den Autozug zur Insel geliefert, die Insel mit Gütern aller Art und Dienstleistungen versorgt.

Für Einheimische und Gäste sei der Autozug häufig die wichtigste, bequemste und schnellste Verbindung von und nach Sylt.

Neben rund einer Million Gäste im Jahr pendelten täglich über 3.000 Arbeitnehmer von und nach Sylt. Genutzt werde neben den Personenzügen vielfach auch der SyltShuttle.

Dies allein unterstreiche schon die Bedeutung der Strecke und nach der derzeit stattfindenden Diskussion, ausgelöst vor allem durch die Aktivitäten der Railroad Development Corporation, die Sorge von Bevölkerung, Wirtschaft und Politik.

»Sylt braucht auch in Zukunft eine attraktive, bedarfsgerechte, serviceorientierte und leistungsstarke Autozuganbindung! Dies in der Bewertung der Angebote sicherzustellen und bei der Trassenvergabe zu berücksichtigen ist Aufgabe der DB Netz AG. Wir bitten die Bundesnetzagentur als Aufsichtsbehörde, den Vorgang sorgsam zu begleiten. Wir brauchen Versorgungssicherheit und keine Goldgräber, die meinen, hier Claims abstecken zu müssen!«, so Maurus abschließend.