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Foto: Bernd Höfer, Breklum

Kreishaus in der Marktstraße in Husum

24.11.2016

Landrat Dieter Harrsen fordert Maßnahmen gegen PCB

Angesichts des hochgiftigen PCB im Hamburger Hafenschlick fordert Landrat Dieter Harrsen weitergehende Maßnahmen. Jetzt bestätige sich, wie recht der Kreis und das Nationalpark-Kuratorium Nordfriesland hatten, als sie die weitere Verklappung des Hafenschlicks im April 2016 komplett ablehnten:

»Damals haben wir die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg davor gewarnt, dass schon die Verklappung der zu diesem Zeitpunkt bekannten Schadstoffe eine Gefahr für die Nordsee und den Nationalpark Wattenmeer bedeutet. Durch die PCB-Funde gewinnt das Ganze eine zusätzliche Dynamik, die zum schnellen Handeln zwingt.«

Harrsen fordert, die Schadstoff-Beprobung der Hafensedimente deutlich auszuweiten. Die Verklappung bei der Tonne E3 nahe Helgoland sei sofort zu stoppen, sobald noch größere ökologische Schäden drohen als die, die die Regierungen im April als akzeptabel betrachtet hätten.

Dieter Harrsen verweist auf die Feststellung des Forschungsinstitutes »Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven«, dass Sedimente aus dem Meer vor Helgoland bis an die nordfriesische Küste verdriften. »Deshalb gehe ich davon aus, dass auch Schadstoffe aus dem Hafenschlick bis zu uns gelangen werden. Da sie sich immer weiter anreichern, wird die Belastung des Weltnaturerbes Wattenmeer immer stärker ansteigen.«

Zudem appelliert der Landrat an die betroffenen Landesregierungen, gemeinsam mit dem Bund kurzfristig eine Lösung mit Tschechien zu vereinbaren, wo immer noch erhebliche Mengen PCB im Schlick der Elbe liegen: »Das krebserregende Gift muss dort geborgen und ordnungsgemäß unschädlich gemacht werden, bevor noch mehr davon in Hamburg ankommt!«