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Foto: Bernd Höfer, Breklum

Kreishaus in der Marktstraße in Husum

06.07.2017

Studie zur Geburtshilfe vorgestellt

Am 6. Juli 2017 stellten Ulf Werner und Dr. Eva Català von der OptiMedis AG im Husumer Kreishaus die von ihnen und weiteren Autoren erstellte Studie zur Verbesserung der Geburtshilfe in Schleswig-Holstein vor. Zuvor hatte Kreispräsident Heinz Maurus in seiner Rede zur Eröffnung der Veranstaltung detailliert erläutert, wie hoch die Anforderungen sind, denen Geburtshilfestationen in Kliniken heutzutage gerecht werden müssen, um den geltenden Standards zu entsprechen.

Schwester Hannelore, Oberin der DIAKO Flensburg, und Christian von der Becke, Geschäftsführer der Klinikum Nordfriesland gGmbH, informierten über die Boarding-Angebote in Flensburg und Husum. Daniel Thomsen, der Leiter des Fachbereiches Jugend, Familie und Bildung des Kreises, stellte die in Nordfriesland – als einzigem Kreis in Deutschland – praktizierte Hebammenförderung vor.

Im Anschluss wurden zahlreiche Fragen gestellt und beantwortet. Die von OptiMedis formulierten Vorschläge stießen nicht nur bei den zahlreich erschienenen Hebammen auf breite Zustimmung. Allerdings wurde auch deutlich, wie außerordentlich komplex das Thema Geburtshilfe ist und dass eine ständige intensive Kommunikation aller Beteiligten eine unbedingte Voraussetzung für die notwendigen Weiterentwicklungen in diesem Bereich darstellt.

Zu den Akteuren gehören neben den werdenden Müttern insbesondere Hebammen, Kliniken, niedergelassene Gynäkologen, Krankenkassen, Bund, Land, Kreis und Gemeinden sowie Rettungsdienste. Der Kreis Nordfriesland hat mit Förderung des Landes eine neue Stelle geschaffen, die den Kommunikationsprozess koordinieren soll. Sie wird voraussichtlich noch in diesem Jahr besetzt werden.

Zwei Mütter von der Insel Sylt waren mit ihren Kindern erschienen und berichteten über ihre Erfahrungen mit dem Boarding in Husum. Christian von der Becke nahm 20 schriftliche Erfahrungsberichte über das Boarding in Husum – und Flensburg – in Empfang und versprach, sie mit seinem Team intensiv durchzuarbeiten, um im Klinikum NF anschließend Vorschläge für Veränderungen umzusetzen.

Der nordfriesische Kreistag hat am 24.3.2017 seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, eine geburtshilfliche Einrichtung auf Föhr zu unterstützen. Landrat Dieter Harrsen engagiert sich persönlich in der auf Föhr bestehenden Arbeitsgruppe für dieses Ziel.

Die Powerpoint-Folien der oben erwähnten Vorträge von OptiMedis, dem Klinikum und dem Kreis NF finden Sie im PDF-Format auf dieser Seite unter DOKUMENTE.