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Foto: Bernd Höfer, Breklum

Kreishaus in der Marktstraße in Husum

Sozialraum- und ressourcenorientierte Eingliederungshilfe für erwachsene Menschen

Was bedeutet Sozialraumorientierung?

Das ist schnell am Beispiel der Gummibärchen erklärt:

Ich habe einen Haufen bunter Gummibärchen. Daneben liegt ein Haufen roter Gummibärchen.
Das ist Trennung, auch Segregation oder Exklusion genannt.

Lege ich nun den Haufen roter Gummibärchen zusammen als Haufen innerhalb des Haufens bunter Gummibärchen, doch immer noch als roter Haufen erkennbar, ist das Eingliederung, auch Integration genannt. So ist es heute, wenn wir an die Standorte der Werkstätten, an stationäre Wohneinrichtungen, auch an viele Altenheime oder an Unterkünfte für Asylbewerber denken.

Vermische ich nun den Haufen roter Gummibärchen mit dem bunten Haufen und erkenne den Unterschied nicht mehr, dann ist das Inklusion, die vollständige Einbeziehung aller in eine bunte Gesellschaft.

Der Sozialraum ist also die Lebenswelt, in der wir leben, die Angebote an Institutionen und auch an Menschen, die uns zur Verfügung stehen und die wir nutzen

Sozialraumorientierung und Inklusion gehen nicht ohne einander. Es bedeutet, dass

  • jede Form von Unterstützung sich in das Leben der Menschen einpasst
  • Unterstützung dort stattfindet, wo Menschen leben
  • eingebunden ist in ihre sozialen Netze
  • Institutionen/Dienstleister öffnen und vernetzen sich im Quartier

Der Kreis Nordfriesland ist der Ansicht, dass Inklusion langfristig nur zu erreichen ist mit einer

  • konsequent sozialräumlichen und ressourcenorientierten Ausrichtung
  • starken Beteiligung der Betroffenen
  • kooperativen Zusammenarbeit zwischen Leistungserbringern, dem Leistungsträger sowie den im Sozialraum vorhandenen Anbietern zur Umsetzung einer fallunspezifischen Arbeit
  • tragfähigen Vernetzung zwischen den o. g. Akteuren und den Ämtern und Gemeinden vor Ort

So machten sich die Leistungserbringer und Leistungsträger des Kreises Nordfriesland 2012 auf den Weg, um die Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention nach Inklusion, umzusetzen.

Unterlagen wie ein Handbuch; die Struktur; eine Leistungs-, Prüfungs- und Vergütungsvereinbarung; eine Vereinbarung über ein Einrichtungsbudget; eine Geschäftsordnung der Fachkonferenz oder der Sozialraumkonferenz können Sie beim

Fachdienst Soziales
Kerstin Dreyer-Lody
Leitung Eingliederungshilfe Erwachsene
Tel. (0 48 41) 67 – 568
E-Mail: kerstin.dreyer-lody@nordfriesland.de

anfordern.

Sozialraum- und ressourcenorientierte Eingliederungshilfe für erwachsene Menschen gemäß Bundesteilhabegesetz (BTHG)

Um weiterhin alle Ressourcen der Beteiligten optimal zum Wohle der Leistungsberechtigten zu nutzen, wurde das sozialraum- und ressourcenorientierte Hilfeplanverfahren als Bestandteil des Gesamt-/Teilhabeplanverfahrens im Rahmen des BTHG gemäß den Richtlinien des Landes Schleswig-Holstein aktualisiert.

Der Kreis Nordfriesland beteiligt sich an folgenden Projekten, die die Einführung des BTHG begleiten:

  • BMAS-Projekt »Modellhafte Erprobung der materiell-rechtlichen Anwendung der künftigen Vorschriften und ihre praktischen Auswirkungen der zum 01.Januar 2020 in Kraft tretenden Verfahren und Leistungen nach Artikel 1 Teil 2 des BTHG einschließlich ihrer Bezüge zu anderen Leistungen der sozialen Sicherung nach Artikel 25 Absatz 3 BTHG«
  • Forschungsprojekt »Rechtliche Wirkungen von Artikel 25a § 99 BTHG auf den leistungsberechtigten Personenkreis der Eingliederungshilfe«
  • Pilotkommune »Teilhabeverfahrensbericht (§ 41 SGB IX)«

Weitere Informationen zu den Projekten und zur Umsetzung des BTHG finden Sie >hier