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Foto: Johanna Jürgensen, Husum

Mahnmal der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing

Deutsche Gedenkstätten in der Region Sønderjylland-Schleswig

KZ-Gedenk-und Begegungsstätte Ladelund

Die KZ Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund ist die älteste KZ Gedenkstätte Schleswig-Holsteins und eine der ältesten in Deutschland. Nachweislich bereits Ende der 40-er Jahre und offiziell seit 1950 pflegt sie das Gedenken an die Opfer des KZ- Aussenkommandos Ladelund und die internationalen Begegnungen mit Angehörigen und Zeitzeugen. Bereits im August 1946 fand an den Gräbern der Ladelunder KZ- Opfer die erste öffentliche Gedenkfeier statt, an der auch ehemalige Häftlinge beteiligt waren.

Seit 1990 erinnert eine wissenschaftliche Dauerausstellung an das Schicksal der Häftlinge und zeigt, wie es nach 1945 zu einer Annäherung zwischen Ladelundern und den Angehörigen der Opfer gekommen ist.

Die KZ Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund ist ein Ort des Gedenkens, der Begegnung und der Mahnung, Stolperstein der Geschichte und außerschulischer Lernort. Schulklassen und Gruppen der außerschulischen Bildung finden hier pädagogische Angebote, Arbeits- und Forschungsmöglichkeiten.

Adresse:

KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund
der Kirchengemeinde St. Petri Ladelund
Raiffeisenstraße 3
25926 Ladelund
Tel.: (0 46 66) 4 49
Fax: (0 46 66) 98 95 37
info@kz-gedenkstaette-ladelund.de
http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/

Kultur- und Gedenkstätte »Ehemalige Synagoge« Friedrichstadt

Am 10. November 1938 wurde die einst größte Synagoge an der Westküste Schleswig-Holsteins von Nationalsozialisten im Innern zerstört. Damit fand die Geschichte der jüdischen Gemeinde ihr gewaltsames Ende, die 1675 mit der Ansiedlung des ersten Juden in Friedrichstadt begonnen hatte.

1985 kaufte die Stadt Friedrichstadt das Gebäude, das 1941 für einen SS-Offizier zu einem Wohnhaus umgebaut worden war. Doch es sollte noch 15 Jahre dauern, bis der Umbau zur Kultur– und Gedenkstätte begann. Mit Hilfe großzügiger Förderung durch das Land sowie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz konnte die Restaurierung verwirklicht werden.
Heute erinnern große Rahmen vor den 1941 eingebauten Fenstern an die ursprünglichen Rundbogenfenster der Synagoge. Im Innern erhielt der ehemalige Saal seine Größe zurück, und auch hier zeigen Details der Wandgestaltung, wie das Gebäude einst aussah.

Seit dem 29.01.2003 wird die ehemalige Synagoge als Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige genutzt.
Seither fanden hier zahlreiche Vorträge, Ausstellungen, Konzerte, Führungen, Diskussionsveranstaltungen, Theateraufführungen und Lesungen statt, die oft auch das Thema »Judentum« berührten.
Die Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge wird unter Federführung des Friedrichstädter Museums von einem ehrenamtlich tätigen Kuratorium betreut, das die Veranstaltungen mit einem geringen Budget durchführt.
Für Schulklassen werden museumspädagogische Programme angeboten, die sich mit dem Judentum oder der Geschichte der Friedrichstädter Juden beschäftigen.

Adresse:
Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge
Am Binnenhafen 17
25840 Friedrichstadt
Tel. 04881/1511
museum@friedrichstadt.de
http://www.friedrichstadt.de/de/tourismus/ehemalige-synagoge.php


Harrislee Bahnhof

Mahnmal Harrislee Bahnhof

Die Gedenkstätte unweit der deutsch-dänischen Grenze erinnert an das Schicksal der etwa 1600 dänischen Häftlinge, die 1944/45 aus dem dänischen Polizeigefangenenlager Fröslev über den kleinen Bahnhof in Harrislee in deutsche Konzentrationslager verfrachtet wurden.

»Wir wollen ein Zeichen setzen«, liest sich die dick gedruckte Überschrift auf der Info-Tafel am Mahnmal »Harrislee-Bahnhof«. »Das Mahnmal setzt ein Zeichen gegen die Verletzung elementarer Menschenrechte – auch
heute«, heißt es in dem von Dr. Jörn-Peter Leppien konzipierten Text. 1998 hatten die GemeindeHarrislee und die Arbeitsgruppe »Harrislee-Bahnhof« am Grenzübergang nach Pattburg das von Schülern der Duborg-Skolen gestaltete Denkzeichen errichtet. Auf Deutsch, Dänisch und Englisch erinnert die Tafel an die 1600 dänischen Gefangenen aus dem Internierungslager Fröslee, die 1944/45 in deutsche Konzentrationslager deportiert wurden, von denen 220 dort den Tod fanden.