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Foto: Bernd Höfer, Breklum

Kreishaus in der Marktstraße in Husum

24.02.2020

Von Dienstag bis Freitag erneute Streiks der Busfahrer - Verkehr in Nordfriesland fällt aus (AKTUALISIERUNG)

Aktualisierung vom 24.02.2020:
Heute wurde der Kreis Nordfriesland darüber informiert, dass auch die Fahrten des »Fahrtenverbundes« (freigestellter Schülerverkehr, Sonderbeförderung, Einzelbeförderung), also die Schülerbeförderung für Kinder mit Behinderungen, ebenfalls von den Streiks betroffen sind und daher ausfallen.


Pressemitteilung vom 21.02.2020:
Die Gewerkschaft Ver.di hat den nächsten Streik der Busfahrer angekündigt. Er soll von Dienstag bis Freitag kommender Woche stattfinden (25. bis 28. Februar 2020).

Demnach werden sowohl die Rohde Verkehrsbetriebe GmbH als auch die Autokraft GmbH bestreikt, so dass an diesen vier Tagen der Busverkehr im Festlandsbereich des Kreises Nordfriesland einschließlich der Ortsverkehre Husum und St. Peter-Ording ausfallen würde.

Die Autokraft und die Firma Rohde haben dem Kreis Nordfriesland gegenüber jedoch erklärt, ihre Betriebe würden nicht geschlossen. Jeder Beschäftigte, der seine Arbeitskraft anbiete, werde auch bezahlt.

Anhand dieser Aussage ist jedoch nicht zu erkennen, wie viele Fahrer sich darauf einlassen und ob einzelne Linien oder Fahrten in der nächsten Woche bestreikt werden. Auch die Schülerbeförderung findet möglicherweise statt – oder auch nicht.

»Vielleicht werden die Schüler zu einigen Schulen hingefahren, aber nicht wieder abgeholt – es droht ein heilloses Durcheinander, in dem niemand mehr durchblickt, Kinder verlassen im Regen stehen und alle am Ende absolut wütend und frustriert sind«, erklärt Burkhard Jansen, der Leiter des Fachbereiches Kreisentwicklung, Bau, Umwelt und Kultur des Kreises Nordfriesland.

Deshalb hat sich der Kreis entschieden, klare Verhältnisse zu schaffen: Der komplette Busverkehr fällt vom 25. bis zum 28. Februar aus.

Das gilt auch für die Fahrten aus Nordfriesland in die Nachbarkreise und in die Stadt Flensburg sowie die Buslinien aus den Nachbarkreisen und aus Flensburg nach Nordfriesland. Auch der Rufbus verkehrt an den vier Tagen nicht.

Es gelten folgende Ausnahmen, die vom Streik nicht betroffen sind:

Alle Fahrten des »Fahrtenverbundes« (freigestellter Schülerverkehr, Sonderbeförderung, Einzelbeförderung), also die Schülerbeförderung für Kinder mit Behinderungen, finden statt.

Auch die Züge, die Fähren sowie die Busverkehre auf den Inseln werden nicht bestreikt.

Im Linienbusverkehr haben die Unternehmen folgende Ausnahmen zugesagt, wobei es streikbedingt auch hier noch zu Ausfällen kommen könnte:

Die Linie 1029 (Bredstedt-Schlüttsiel und zurück, Fahrplan unter https://ogy.de/ndfo) fährt planmäßig.

Auf der Linie R140 (Husum-Nordstrand und zurück, Fahrplan unter https://ogy.de/jmy0) finden die Fahrten von und zu den Fähren statt. Ab Nordstrand sind das die Abfahrten 6:30, 8:35 (nur Donnerstag und Freitag), 10:35, 12:35 (nur Dienstag und Mittwoch), 14:35 und 18:35 Uhr. In Gegenrichtung ab Husum verkehren die Abfahrten 5:40, 7:38 (nur Donnerstag und Freitag), 9:38, 11:38 (nur Dienstag und Mittwoch), 13:36 und 17:38 Uhr. Alle anderen Fahrten der R140 fallen aus.

Daneben werden die Verkehrsunternehmen, soweit Personal zur Verfügung steht, die mit dem Buchstaben »R« beginnenden Buslinien bedienen.

Burkhard Jansen empfiehlt allen Bus-Fahrgästen, sich täglich aufs Neue auf den folgenden Internetseiten über eventuelle Verspätungen und Fahrtenausfälle zu informieren:

Nah.SH: https://ogy.de/4riq
Autokraft: https://ogy.de/yxb9 
Rohde: https://ogy.de/554l – dort unter »Verkehrsmeldungen«.

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2 Kommentare zu diesem Artikel

Busfahrerstreik
Wo bekomme ich denn den Schadensersatz für die ausgefallenen Fahrten bzw. Die Kosten für das Taxi, das ich nehmen muss, um an meinen Arbeitsplatz zu kommen? Da Sie ja einfach mal beschlossen haben, den Linienverkehr ausfallen zu lassen. Andere Kreise scheinen sich ja um Notfallpläne bemüht zu haben.
Geschrieben am 21. Februar 2020 um 19:34 Uhr von Silke Lahmann
Busfahrerstreik
Sehr geehrte Frau Lahmann, wir haben keineswegs »einfach mal« beschlossen, den Linienverkehr ausfallen zu lassen, sondern die Alternative hätte zu einem riesigen Chaos geführt. Auch Notfallpläne können einen geregelten ÖPNV nicht einmal annähernd ersetzen. Zu Ihrer Frage: Da es keinen Rechtsanspruch auf Beförderung in einer bestimmten Fahrt gibt, besteht auch kein Anspruch auf Schadensersatz. Mit freundlichen Grüßen Ihre Kreisverwaltung
Geschrieben am 25. Februar 2020 um 12:45 Uhr von Pressestelle Kreis NF

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