Bundesweit »Schneller Gründen«: Nordfriesland ist Pilotregion
Bereits im April 2025 in der Modellregion Nordfriesland/Eiderstedt an den Start gegangen, wurde die digitale Gründerplattform startuphafen.sh frühzeitig zum Vorreiter für digitale und unbürokratische Gründung in ganz Deutschland. Auf dieser Grundlage wurde Nordfriesland nun in die Pilotierungsphase des bundesweiten Projekts »Schneller Gründen« auf Initiative des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung aufgenommen – zusammen mit den Standorten Aachen, Dresden, Düsseldorf, Fulda, Goslar, Hamburg, Mannheim und München. Das hat das Ministerium am vergangenen Donnerstag (21.5.) bekanntgegeben.
»Durch Kooperationen zwischen Digitalwirtschaft und öffentlichem Sektor stärken wir als Landesregierung die digitale Souveränität und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit Schleswig-Holsteins. Gemeinsam mit dem DigitalHub.SH haben wir das Landesprogramm Offene Innovation ins Leben gerufen, in dem wir herausragende Projektideen mit nachhaltigen Open-Source Lösungen auszeichnen und fördern – und startuphafen.sh ist herausragend«, sagt Digitalisierungsminister Dirk Schrödter. »Die Plattform führt Informations-, Beratungs- und Verwaltungsangebote zusammen. Sie macht Unternehmensgründungen einfacher, schneller und nutzerfreundlicher. Ich freue mich sehr über die Aufnahme Nordfrieslands als Pilotregion in das bundesweite Programm 'Schneller Gründen'. Sie ist die logische Konsequenz des unermüdlichen Engagements aller Projektbeteiligten und ein weiteres wichtiges Kapitel einer Erfolgsgeschichte aus Schleswig-Holstein.«
Nach dem Prinzip »einfach mal machen« konnte der startuphafen.sh, getragen durch die Industrie- und Handelskammern und viele weitere Partner und besonders unterstützt durch die Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein, ein wichtiges Element der deutschlandweiten, digitalen Gründung werden. Seit Anfang 2026 läuft der landesweite Rollout in Schleswig-Holstein; viele Kreise haben sich bereits angeschlossen und auch aus anderen Bundesländern gibt es zahlreiche Interessensbekundungen.
Nach Gesprächen mit der Bundespolitik und dem DigitalService Bund, der eine deutschlandweite Lösung zur 24-Stunden-Unternehmensgründung auf der Grundlage der bundesdeutschen Modernisierungsagenda vorantreibt, wurde eine Zusammenarbeit vereinbart, aus der jetzt auch die Benennung zur Pilotregion resultiert.
»Nordfriesland ist Gründerland. Laut der letzten verfügbaren Statistik belegen wir bei der Zahl der Betriebsgründungen pro 1.000 Einwohner den Spitzenplatz in Schleswig-Holstein. Wir betreiben eine intensive Gründungsförderung, in der unser Nordfriesisches Innovationscenter in Niebüll eine bedeutende Rolle spielt. Selbstverständlich unterstützen wir jede Initiative gern, die den Gründungsvorgang unbürokratischer macht«, betont Landrat Florian Lorenzen.
Das sieht auch Husums Oberbürgermeister Martin Kindl so: »Als Kreisstadt und umsetzende Verwaltung freuen wir uns sehr, dass Nordfriesland als Pilotregion ausgewählt wurde. Digitalisierung muss Verwaltungsprozesse einfacher, schneller und bürgernäher machen – genau dafür steht dieses Vorhaben.«
»Über den Zuschlag freuen wir uns sehr, denn mit startuphafen.sh ist es uns und unseren Partnern gelungen, Unternehmensgründungen in Schleswig-Holstein schneller und unbürokratischer zu gestalten. Zentrale Gründungsschritte bei Gewerbe- und Finanzamt konnten digital zusammenführt werden. Dass das funktioniert, hat sich bereits in der Praxis bewiesen«, sagt Björn Ipsen, Hauptgeschäftsführer der IHK Schleswig-Holstein. startuphafen.sh ermöglicht den digitalen Gründungsprozess über Schnittstellen zu bestehenden Verwaltungsangeboten wie BundID und ELSTER und wird zugleich durch regionale Lotsenstrukturen ergänzt. Mit ihrem Open-Source-Ansatz und geplanten Funktionen wie KI-gestütztem Nachfolge-Matching ist die Plattform als übertragbare und nachnutzbare Softwarelösung für die Weiterentwicklung digitaler Gründungsprozesse angelegt. Björn Ipsen: »Wir sind sicher: In enger Zusammenarbeit von Bund, Land, dem Kreis und den Kammern werden wir uns dem Ziel schnellerer, einfacherer Existenzgründungen bundesweit mit großen Schritten nähern.«
Verantwortlich für den Pressetext: Industrie- und Handelskammer zu Flensburg
