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Foto: Bernd Höfer, Breklum

Kreishaus in der Marktstraße in Husum

17.10.2018

Einladung zur Frauen-Film-Reihe 2018

Zum 25. Mal laden die Husumer Kinobetriebe und das Gleichstellungsbüro des Kreises Nordfriesland zur Frauen-Film-Reihe ein. Sie umfasst fünf Filme, die zwischen dem 7. November und dem 5. Dezember 2018 im Husumer Kinocenter, Neustadt 114, gezeigt werden. Sie beginnen jeweils um 16 Uhr und um 20 Uhr. Der Eintritt kostet nachmittags sechs Euro und abends acht Euro.

Die Reihe beginnt mit dem leisen Drama »Der Buchladen der Florence Green«, das von der verbindenden Macht der Bücher erzählt. Weiter geht es mit »Madame Aurora und der Duft von Frühling« über die Tücken des Älterwerdens. »Die Frau, die vorausgeht« erzählt, wie Catherine Weldon der männerdominierenden Gesellschaft im Amerika des 19. Jahrhunderts trotzte und zu einer Kämpferin für die Rechte der Indianer wurde. In »Was werden die Leute sagen« wird das Dilemma einer 15-Jährigen geschildert, die auf fatale Weise mit der traditionellen Weltsicht ihrer pakistanischen Familie in Konflikt gerät. Die Filmreihe endet mit dem Film über das »Werden« von Astrid Lindgren, die mit 18 Jahren unehelich schwanger wurde. Er zeigt, wie die junge Schwedin die Kraft und den Mut fand, sich gegen alle Widerstände zu behaupten und ein Leben als emanzipierte, selbstbestimmte Frau zu führen.

Kartenbestellungen unter Tel. 04841 2569 oder auf der Internetseite des Kino-Centers: www.kino-center-husum.de

Der Buchladen der Florence Green

7.11.2018
Spanien, England, Deutschland 2017, 113 Minuten
Regie: Isabel Coixet
FSK: ab 0

Die Handlung ist in dem kleinen britischen Küstenort Hardborough des Jahres 1959 angesiedelt, wo Florence (Emily Mortimer) ein altes Haus erwirbt, um darin einen Buchladen zu eröffnen. Florence ist seit 16 Jahren verwitwet. Ihren Mann hatte sie in einer Buchhandlung kennengelernt, bevor er im Zweiten Weltkrieg umkam. Zunächst geht ihr Plan auf, die verkauften Bücher finden überall Anklang und sogar der eigenbrötlerische, zurückgezogen lebende Mr. Brundish (Bill Nighy) findet Gefallen am Buchladen und dessen Besitzerin. Dann macht die einflussreiche Violet Gamart (Patricia Clarkson) Ärger, die zu den angesehensten Personen in Hardborough gehört und befürchtet, die Kontrolle über die Stadt und ihre Bewohner zu verlieren …

Der Film erlebte seine Premiere auf der 68. Berlinale im Jahr 2018. Er erhielt Goya-Preise in den drei Hauptkategorien, darunter als bester Film.

Vor dem Film laden die Veranstalterinnen zu einem Glas Sekt und einem Rückblick auf die bisherigen 25 Jahre der Frauen-Film-Reihe ein.

Madame Aurora und der Duft von Frühling

14.11.2018
Frankreich 2018, 89 Minuten
Regie: Blandine Lenoir
FSK: ab 0
Prädikat besonders wertvoll

Mit 50 Jahren ist Aurora im Spätsommer ihres Lebens angekommen. Aber was heißt das eigentlich? Zwischen Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen durchlebt sie eine turbulente Zeit. Sie erfährt, dass sie Großmutter wird, verliert ihren Job, und dann taucht auch noch ihre Jugendliebe nach über 25 Jahren auf. In diesem Wechselbad der Gefühle erlebt sie einen zweiten Frühling und beschließt, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen. Unterstützung bekommt sie dabei nicht nur von den beiden Töchtern, sondern auch von ihrer langjährigen Freundin Mano. Vielleicht muss man bloß loslassen, um neu zu beginnen ... Der Film ist eine Wohlfühl-Komödie, die auf charmante, leichtfüßige Weise von den Tücken des Älterwerdens, durchzogen von raffiniertem Witz, erzählt.

Die Frau, die vorausgeht

21.11.2018
USA 2017, 101 Minuten
Regie: Susanna White
FSK: ab 12

Nach einem Jahr der Trauer um ihren verstorbenen Mann beschließt die selbstbewusste Witwe und Malerin Catherine Weldon, dargestellt von Jessica Chastain, dass nun endlich die Zeit für einen Neuanfang gekommen ist. Im Frühjahr 1889 bricht sie in den Westen auf, weil sie den legendären Sioux-Häuptling Sitting Bull porträtieren will. Vor Ort macht sich Catherine mit ihrer romantischen Vorstellung von einem selbstbestimmten Leben im »Wilden Westen« jedoch schnell Feinde. Mit allen Mitteln wird versucht, die unbequeme Frau loszuwerden. Schlimmer noch: Sie muss erleben, wie die Armee die Indianer mit hinterlistigen Intrigen vernichten will. Nach einer wahren, ergreifenden Geschichte von weiblicher Emanzipation gedreht, berichtet der Film von dem Freiheitskampf eines diskriminierten Volkes, dessen Häuptling in Catherines Kunstwerken weiterlebt.

Was werden die Leute sagen

28.11.2018
Norwegen, Deutschland, Schweden 2018, 107 Minuten
Regie: Iram Haq
FSK: ab 12

Die 15-jährige Nisha führt zwangsweise ein Doppelleben: Vor ihren pakistanisch-stämmigen Eltern gibt sie sich als brave Tochter. Strikt gehorcht sie den traditionellen Sitten und Werten. Mit ihren Freunden hingegen ist Nisha eine ganz normale norwegische Teenagerin, sie feiert, spielt Basketball, experimentiert und kifft sogar. Dann prallen die beiden Welten brutal aufeinander. Als ihr Vater Nisha mit ihrem Freund erwischt, bricht seine Welt zusammen. Nisha wird von ihren Eltern zur Tante nach Pakistan gebracht. Dort soll sie lernen, die alten Werte zu ehren. Allein in einem fremden Land beginnt Nisha nach dem Schock, ihr Umfeld zu beobachten. Gleichzeitig lernt sie die Geschichte ihrer Familie und deren Kultur kennen.

Der Film erhielt Auszeichnungen unter anderem auf den Nordischen Filmtagen in Lübeck, dem Filmfest Hamburg, der Filmkunstmesse Leipzig, dem internationalen Filmfestival Fribourg und dem Europäischen Filmfestival Les Arcs.

Astrid

5.12.2018
Schweden, Deutschland, Dänemark 2018, 100 Minuten
Regie: Pernille Fischer Christensen
FSK: 0

Astrid Lindgren wächst in einem idyllischen Ort in Schweden auf. Ihre Eltern, Samuel und Hanna Ericsson lassen dem Kind Freiräume, vermitteln aber auch die strikten religiösen Werte, die die Gesellschaft seinerzeit prägen. Nach dem Schulabschluss ergattert die talentierte junge Frau eine Stelle als Volontärin in der Ortszeitung. Sie lernt, Texte zu schreiben und Korrektur zu lesen. Zwischen Astrid und dem Eigentümer der Zeitung, Reinhold Blomberg, beginnt eine Affäre. Mit gerade einmal 18 Jahren wird Astrid unehelich schwanger. Doch die junge Frau findet die Kraft und den Mut, sich gegen alle Widerstände zu behaupten und ein Leben als emanzipierte, selbstbestimmte Frau zu leben.

Der Film erlebte seine Weltpremiere auf der 68. Berlinale im Jahr 2018. In Husum handelt es sich um eine Vorpremiere, da der offizielle Deutschlandstart des Films erst am 6. 12.2018 stattfindet.

In der Abendvorstellung wird die Sylter Kunsthistorikerin Dr. Maria-Gesine Thies eine kurze Einführung zum Lebenslauf Astrid Lindgrens geben.