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Foto: Bernd Höfer, Breklum

Kreishaus in der Marktstraße in Husum

06.11.2019

Einladung zur Frauen-Film-Reihe 2019

Zum 26. Mal laden die Husumer Kinobetriebe und das Gleichstellungsbüro des Kreises Nordfriesland zur Frauen-Film-Reihe ein. Sie umfasst fünf Filme, die zwischen dem 6. November und dem 4. Dezember 2019 im Husumer Kinocenter, Neustadt 114, gezeigt werden. Sie beginnen jeweils um 16 Uhr und um 20 Uhr. Der Eintritt kostet nachmittags sechs Euro und abends acht Euro.

Die Reihe beginnt mit der französischen Komödie »Ausgeflogen« und einer glänzend aufgelegten Sandrine Kiberlain über das Loslassen der jüngsten Tochter, die nun auch das Haus verlässt. Weiter geht es mit »Rafiki«, der kurz vor der Premiere 2018 in Kenia mit der Begründung verboten wurde, er ziele darauf ab, lesbische Beziehungen zu fördern. »Britt-Marie war hier« ist eine charmante und melancholische Komödie aus Schweden über verpasste Lebensträume und neue Aufbrüche. Mit »Nur eine Frau« verfilmte Regisseurin Sherry Hormann die wahre Geschichte der jungen Türkin Aynur, die 2005 in Berlin einem »Ehrenmord« zum Opfer fiel. Die Filmreihe endet mit einem Einblick in die indische Vielvölkergesellschaft, die das Liebesleben nicht gerade einfach macht.

Nähere Informationen unter www.gleichstellung.nordfriesland.de oder www.kino-center-husum.de; Kartenbestellungen unter Tel. 04841 2569 oder auf der Internetseite des Kino-Centers.

Details zu den Filmen:

Ausgeflogen
6.11.2019
Frankreich 2019, 85 Minuten
Regie: Lisa Azuelos
FSK ab 6
Héloïse ist Single, Mutter von drei Kindern und steht mit beiden Beinen fest im Leben. Komplett ändern sich die Umstände, als ihre jüngste Tochter Jade beschließt, das heimische Nest zu verlassen und nach Kanada zu gehen, um dort zu studieren. Dieser Plan bringt Héloïse in eine existentielle Krise. Während ihre Tochter zu einer selbstbewussten Frau heranwuchs, sieht Héloïse ihre Jüngste immer noch als kleines Mädchen – und das soll plötzlich erwachsen sein und ein völlig neues Leben führen? Bevor Jade nach Kanada geht, versucht Héloïse, jeden gemeinsamen Moment mit ihrem Handy festzuhalten. Wer weiß, wann sie sie wiedersieht? Ihre Kinder waren immer der Lebensmittelpunkt in Héloïses Leben. Jetzt heißt es ein für allemal loslassen – denn nicht nur ihre Nachkömmlinge, sondern auch Héloïse selbst steht vor dem Beginn eines neuen Lebens.


Rafiki
13.11.2019
Kenia 2019, 82 Minuten
Regie: Wanuri Kahiu
FSK ab 12, Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Kena und Ziki sind gute Freundinnen, die aneinander festhalten, obwohl politische Probleme zwischen ihren Familien stehen und die konservative Gesellschaft es ihnen nicht leicht macht. Schon früh wird den Mädchen in Kenia beigebracht, was von den Frauen in ihrem Land erwartet wird: Die Frau hält sich zurück, ist artig und fügt sich dem Willen des Mannes. Im täglichen Leben äußert sich das zum Beispiel so: Kenas Mutter wurde von ihrem Mann für eine jüngere Frau verlassen. Doch nicht er wird dafür verantwortlich gemacht, sondern Kenas Mutter. Kena möchte so ein Leben nicht führen. Sie möchte selbstbestimmt und frei sein. Obwohl ihr Vater und Zikis Vater politische Konkurrenten sind, freunden sie sich an, was im Viertel für viel Gesprächsstoff sorgt. Als sie sich ineinander verlieben, müssen sie sich zwischen Glück und Sicherheit entscheiden.
Der Film gewann auf dem Internationalen Filmfestival für junge Filmfans LUCAS 2018 den »Youngsters Award« und den »Bridging The Borders Award«; beim NewFest, dem New Yorker LGBT-Filmfestival 2018, wurde er mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.


Britt-Marie war hier
20.11.2019
Schweden 2019, 99 Minuten
Regie: Tuva Novotny
FSK ab 0
Die 63-jährige Britt-Marie (Pernilla August) hat gerade ihre 40-jährige Ehe und ihr fast ebenso langes Leben als Hausfrau hinter sich gelassen. Man sagt ihr nach, dass sie eine leidenschaftlich passiv-aggressive Tante sei. Der einzige Job, den die Kleinstadt Borg für Britt-Marie bereithält, wird eine große Herausforderung für sie, denn bis auf eine Pizzeria, ein Blumengeschäft und eine Fußballmannschaft hat die Stadt nichts mehr zu bieten. Also steht die ehemalige Hausfrau nun vor dem Unterfangen, das Team zu trainieren. Britt-Maries neue Aufgabe weckt Interesse bei ihrem Noch-Ehemann Kent (Peter Haber) und ihrem neuen Freund Sven. Die drei Jungs Sami, Vega und Omar fordern hingegen Britt-Marie über ihr typisches Leben als Hausfrau ganz schön heraus.


Nur eine Frau
27.11.2019
Deutschland 2019, 97 Minuten
Regie: Sherry Hormann
FSK ab 12
Mitten in Berlin wird Aynur von ihrem Bruder Nuri auf der Straße erschossen. Wenige hundert Meter entfernt liegt ihr fünfjähriger Sohn im Bett und schläft. Wie konnte es zu dieser schrecklichen Tat kommen? Eine selbstbewusste junge Frau, die das Leben liebt, möchte der Gewalt in ihrer Ehe entfliehen und will sich auch nicht von ihrer Familie sagen lassen, was sie zu tun hat. Sie sucht mit ihrem Sohn eine neue Wohnung, macht eine Ausbildung und trifft sich mit ihren Freundinnen. Dadurch erweitert sie ihren Bekanntenkreis. Aynur weiß, dass sie mit ihrem neuen Leben gegen die Traditionen ihrer Familie verstößt und sich damit in Gefahr bringt. Doch ihr Wunsch nach Freiheit ist größer. Die Drohungen ihrer Brüder werden zunehmend ernster, bis für Aynur eines Tages alles zu spät ist.
Dieser Film wird anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen gezeigt. Er gewann den Publikumspreis beim Tribeca-Filmfestival 2019.


Die Schneiderin der Träume
4.12.2019
Indien, Frankreich 2018, 99 Minuten
Regie: Rohena Gera
FSK ab 0
Die junge Witwe Ratna arbeitet als Dienstmädchen in der indischen Metropole Mumbai, im luxuriösen Anwesen des jungen Ashwin. Ashwin stammt aus einer wohlhabenden Familie und hat scheinbar alles, was man braucht, um glücklich zu sein. Doch als seine arrangierte und aufwändig geplante Hochzeit platzt, stürzt der junge Mann in tiefe Melancholie. Nur Ratna, die ihr ganzes Leben lang arm war, aber mit unbändigem Willen für ihren Traum kämpft, Mode-Designerin zu werden, ist in diesem Moment für ihn da. Die beiden verlieben sich nach und nach ineinander, doch für Ashwins Familie ist Ratna nur ein Dienstmädchen und wird auch so behandelt. Sie merken schnell, dass sie entscheiden müssen, was ihnen wichtiger ist: ihre Liebe oder gesellschaftliche Anerkennung.
Ausgezeichnet mit dem Publikumspreis beim Filmfestival Braunschweig 2018.

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