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Foto: Bernd Höfer, Breklum

Kreishaus in der Marktstraße in Husum

14.01.2020

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus: 27. Januar

Ausstellungseröffnung und Illumination der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing.

Anlässlich des Tages zum nationalen Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus zeigt der Kreis Nordfriesland die Ausstellung »Die Kinder vom Bullenhuser Damm« und beteiligt sich mit der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing am bundesweiten Aktionstag »Lichter-gegen-Dunkelheit«.

Ausstellungseröffnung

27. Januar 2020

Kreistagssitzungssaal
Kreishaus in Husum, Marktstr. 6

17.30 Uhr
Andacht mit Maria Jepsen, Bischöfin i.R. 

18.00 Uhr
Ausstellungseröffnung

Begrüßung Florian Lorenzen: Landrat des Kreises Nordfriesland

Einführung in die Ausstellung: Tom Andrasch, Vorstand Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm e.V.

Musikalische Umrahmung: Posaunenchor Husum
»Saitenspringer« der Kreismusikschule Nordfriesland,
Leitung: Renate Burk-Färber

Zum Thema der Ausstellung

Die Wanderausstellung erzählt die Geschichte der 20 Kinder im Alter
von 5-12 Jahren, die von November 1944 bis April 1945 im Konzentrationslager Neuengamme für medizinische Experimente missbraucht wurden. Zur Vertuschung der Versuche wurden die
10 Mädchen und 10 Jungen kurz vor Kriegsende in die als
KZ-Außenlager genutzte Schule am Bullenhuser Damm gebracht und
im April 1945 in den dortigen Kellerräumen von der SS ermordet.

Nachdem die Geschichte in Hamburg fast in Vergessenheit geraten war, machte der Journalist Günther Schwarberg sie 1979 durch eine Artikelserie im Magazin STERN sowie mehreren Publikationen einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Durch aufwendige Recherche fand Günther Schwarberg Angehörige der ermordeten Kinder, mit denen er die Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm gründete sowie 1980 die Gedenkstätte Bullenhuser Damm. Bis 1999 wurde die Gedenkstätte privat von der Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm geführt.
Die Vereinigung organisiert seit 1979 die jährliche Gedenkfeier am
20. April und hält den Kontakt zu den Angehörigen weltweit.

Neben der historischen Geschichte erzählt die Ausstellung von der jährlichen Gedenkfeier, von dem in 2015 durchgeführten Jugendprojekt, den Gedanken der Jugendlichen zu dem Thema und endet im heute: Wann fängt Diskriminierung an?

Die Wanderausstellung »Kinder vom Bullenhuser Damm« und das dazugehörige Unterrichtsmaterial entstanden in der Zusammenarbeit der Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm e.V. mit der Uni Vechta, Institut für Geistes- und Kulturwissenschaften.

Öffnungszeiten vom 28. Januar bis 21. Februar 2020

Die Ausstellung ist zu sehen vom 28.01.- 21.02.2020 zu den Öffnungszeiten des Kreishauses:
Mo. bis Do. 8.00 – 16.00 Uhr und Fr. 8.00 – 12.00 Uhr

Informationen für Schulklassen

Eine Besichtigung durch Schulklassen ist innerhalb der Öffnungszeiten ohne Anmeldung möglich. 

Begleitmaterial zur Ausstellung kann unter
www.kinder-vom-bullenhuser-damm.de/projekte.php 
heruntergeladen werden.

Weitere Veranstaltungen anlässlich des Gedenktags
im Kreisgebiet

in Husum . Kino-Center-Husum
Di. 28.01.2020, 19.30 Uhr: Film »Nebel im August«. Filmklub Husum 

in Schwesing

So. 26.01.2020: ev. luth. Kirche zu Schwesing
10.00 Uhr: Gottesdienst mit Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, Pastor Kaphengst 

Mo. 27.01.2020, KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing
15.00–17.00 Uhr
Im Rahmen der bundesweiten Aktion »Lichter-gegen-Dunkelheit« wird die Gedenkstätte beleuchtet. Unterstützt wird der Kreis Nordfriesland dabei von der 1./FlaRakGrp 26 der Bundeswehr in Husum, die eine langjährige Patenschaft mit der Gedenkstätte pflegt. Während der Illumination sind die Gedenkstätte und das Haus der Gegenwart geöffnet.

in Ladelund • Gedenkstätte:
Mo. 27.01.2020, 19.00 Uhr: Gedenken
Im Anschluss: Vortrag »Dimensionen der Mittäterschaft - Die europäische Kollaboration mit dem Dritten Reich«, Klaus Kellermann, Aussprache und Diskussion

in Friedrichstadt
Mo. 27.01.2020
16.00 Uhr
Kranzniederlegung auf dem jüdischen Friedhof Treenefeld
20:00 Uhr:
Filmvorführung »Das Tagebuch der Anne Frank«, Spielfilm von Hans Steinbichler aus dem Jahr 2016, in der Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge

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