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Foto: Bernd Höfer, Breklum

Kreishaus in der Marktstraße in Husum

FAQ Corona: Antworten auf häufig gestellte Fragen

Um Ihnen die Orientierung in der unüberschaubaren Fülle an Informationen zu erleichtern, haben wir für Sie hier eine Reihe an Antworten auf häufig gestellte Fragen aufgeführt. Sie werden regelmäßig aktualisiert und ergänzt.

Übrigens: Eine Vielzahl an Fragen wurde bereits auf unserer Facebook-Seite beantwortet. Schauen Sie doch gerne mal vorbei.

Ihre Frage war nicht dabei? In den FAQ des Landes finden Sie zahlreiche weitere Antworten.

(Stand: 17.11.2020, 16:30 Uhr)

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ARBEITGEBER & ARBEITNEHMER

Quarantäne: Erhalte ich weiterhin Lohn?

Wenn das Gesundheitsamt anordnet, dass Sie wegen Coronaverdachts oder Coronainfektion in Quarantäne müssen, muss Ihnen Ihr(e) Arbeitgeber(in) weiterhin Lohn zahlen.

Dies gilt grundsätzlich auch für Personen, die nach einem Aufenthalt in einem ausländischen Risikogebiet in Quarantäne müssen. Es gibt allerdings Ausnahmen:

Wer bewusst und gezielt in ein bereits bestehendes Risikogebiet reist und nach Urlaubsrückkehr in Quarantäne muss, hat keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung.

Wer in ein Gebiet reist, das sich während des Urlaubs oder danach zu einem Risikogebiet entwickelt, hat grundsätzlich Anspruch auf Lohnfortzahlung. Dies liegt daran, dass er/sie nicht sehenden Auges in ein schon bekanntes Risikogebiet gefahren ist.

Quarantäne: Wird mir mein Verdienstausfall erstattet?

Sie sind selbständig und müssen in Quarantäne? Oder Sie sind Unternehmer und Ihr(e) Mitarbeiter(in) muss in Quarantäne? Wenn diese Quarantäne vom Gesundheitsamt angeordnet ist, können Sie sich Ihren Verdienstausfall erstatten lassen. Die Erstattung wird Ihnen auf Basis von § 56 Infektionsschutzgesetz gezahlt, den Antrag können Sie online unter www.ifsg-online.de stellen.

Schule/Kita sind zu oder die Kohorte meines Kindes muss zu Hause bleiben. Erhalte ich Lohn, wenn ich zu Hause bleibe, um auf mein Kind aufzupassen?

Auch wenn Kitas und Schulen schließen, besteht die Pflicht zur Arbeitsleistung weiterhin. Ähnlich wie im Fall eines Kita-Streiks bleibt es die Aufgabe der Eltern/Erziehungsberechtigten, eine Ersatzbetreuung zu organisieren. Wenn Sie keine geeignete Ersatzbetreuung für Ihr(e) Kind(er) finden, sollten Sie gemeinsam mit Ihrem/ihrer Arbeitgeber(in) nach Lösungen suchen (z. B. Home Office, Abbau von Überstunden, Zeitguthaben oder leider den spontanen Einsatz eines wertvollen Urlaubstages).

Arbeitgeber(innen) sind nicht verpflichtet, den Lohn fortzuzahlen, wenn Arbeitnehmer(innen) für die Betreuung von Kindern zu Hause bleiben. (Ausnahme: Wenn die Kinder krank sind, gelten andere Regeln.)

Nach § 616 BGB besteht eventuell aber doch für einige Tage ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Dies kann aber 1. im Arbeits- oder Tarifvertrag ausgeschlossen werden und 2. ist unklar, ob dieser Paragraph hier wirklich anwendbar ist. Er ist nämlich für kurzfristige Betreuungsnotwendigkeiten gedacht. Wenn die Regelung überhaupt anwendbar ist, würde sie deshalb maximal fünf Tage abdecken. Eine Lösung z. B. für längere Schulschließungen ist dies also ohnehin nicht.

Kurzarbeitergeld kann wegen notwendiger Kinderbetreuung nicht beantragt werden.

Ich bin Grenzpendler(in) zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark. Was muss ich beachten?

Derzeit zählt Dänemark (Ausnahme: Färöer und Grönland) zu den Risikogebieten. Eine Liste der aktuellen Risikogebiete findet sich hier: https://t1p.de/risk.

Sie pendeln z.B. berufsbedingt täglich, weil sie in Schlewig-Holstein leben und in Dänemark arbeiten oder umgekehrt?

Es gilt § 2 Abs. 2 Nr. 1: Personen, die sich weniger als 24 Stunden auf der einen oder anderen Seiter der Grenze aufgehalten haben müssen nicht in Quarantäne.

Sie pendeln berufsbedingt am Wochenende?

Es gilt § 2 Abs. 2 Nr. 3 a und b: Personen, die in Schleswig-Holstein ihren Wohnsitz haben und sich zwingend notwendig zur Berufsaufübung ins Risikogebiet fahren

Sie leben und arbeiten in der Woche in Dänemark und wollen über das Wochenende nach Schleswig-Holstein reisen, weil hier Ihre Verwandten ersten Grades, Ihr Ehegatte oder Lebensgefährt lebt?

Es gilt § 2 Abs. 1 Nr. 2: Personen, die sich sich für den oben genannten Grund nicht länger als 72 Stunden in Schleswig-Holstein aufhalten, benötigen keinen Test und müssen auch nicht in Quarantäne.


BEHERBERGUNG, FERIENVERMIETUNG & GASTRONOMIE

Ich möchte in Nordfriesland in einem Beherbergungsbetrieb übernachten (Ferienwohnung, Hotel o. ä.). Was muss ich beachten?

Eine Beherbergung zu touristischen oder privaten Zwecken ist seit dem 02.11.2020 untersagt.

Beherbergungsverbot
Eine Beherbergung darf nur erfolgen, wenn der Gast zuvor schriftlich bestätigt, dass die Übernachtung ausschließlich zu beruflichen, medizinischen oder zwingenden sozial-ethischen Zwecken erfolgt.

Sofern die Beherbergung vor Inkrafttreten der Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus vom 1. November 2020 (in Kraft ab 2.11.2020) begonnen hat, ist Satz 1 Nummer 3 erst ab Ablauf des 2. November 2020 anzuwenden, auf Nordseeinseln und Halligen ab Ablauf des 5. November 2020.

Weitere Anforderungen für Beherbergungsbetriebe für die Beherbergung aus beruflichen, medizinischen oder sozial-ethischen Gründen:

Für Hotels und andere Beherbergungsbetriebe folgende zusätzliche Anforderungen:

  • Die Betreiberin oder der Betreiber erstellt nach Maßgabe von § 4 Absatz 1 ein Hygienekonzept;
  • die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher werden nach Maßgabe von § 4 Absatz 2 erhoben;.

Regeln für den Aufenthalt

Gäste, die nicht unter das o.g. Beherbergungsverbot fallen, sind verpflichtet, sich an die coronabedingten Regelungen der Beherbergungsstätte zu halten. Je nach Hygienekonzept legt der Betrieb die für seine Gäste geltenden Regeln selbst fest. Folgende Regeln gelten auf jeden Fall:

  • Sie müssen die Hust- und Niesetikette einhalten, also in Ihre Armbeuge husten/niesen. Verzichten Sie außerdem auf das Händeschütteln zur Begrüßung.
  • Sie müssen zu anderen Gästen, die nicht mit Ihnen reisen, den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten.
  • Der Beherbergungsbetrieb oder Kneipe ist verpflichtet Ihre Kontaktdaten zu erheben. Sie müssen diese wahrheitsgemäß angeben. Dies ist eine vorsorgliche Maßnahme für den Fall, dass im Nachhinein eine Coronainfektion anderer anwesender Personen bekannt wird.

Natürlich müssen Sie, solange Sie in Nordfriesland sind, neben den Regeln Ihrer Beherbergungsstätte zusätzlich die allgemeinen Corona-Vorschriften beachten. Welche in Nordfriesland gelten, finden Sie in einem kompakten Überblick hier: https://t1p.de/covNF.

Muss ich wegen des Beherbergungsverbots jetzt abreisen?

Ja, es gilt ein Abreisegebot, sofern die Beherbergung nicht mehr zulässig ist. Beherbergungsbetriebe werden grundsätzlich geschlossen. Eine Übernachtung ist nur noch zu beruflichen, medizinischen (z. B. Anreise zur anstehenden Operation oder Begleitung eines Kindes unter 14 Jahren, das im Krankenhaus liegt) oder zwingenden sozial-ethischen Zwecken (z. B. Sterbebegleitung oder Teilnahme an Bestattungen) zugelassen. Eine Abreise muss bis zum 2. November erfolgen.

Für die Inseln gilt eine Regelung für eine gestaffelte Abreise zur Entzerrung des Abreiseverkehrs.

Gemäß dieser Regelung werden Touristen von den Nordseeinseln abreisen müssen

  • bis zum 5. November, sofern sie bereits vor dem 29. Oktober beherbergt wurden,
  • bis zum 4. November, sofern sie ihren Aufenthalt am 29. oder 30. Oktober begonnen haben,
  • bis zum 3. November, sofern sie ihren Aufenthalt ab dem 31. Oktober begonnen haben.

Ich habe einen Beherbergungsbetrieb. Was muss ich beachten?

Beherbergungsverbot

Eine Beherbergung darf nur erfolgen, wenn der Gast zuvor schriftlich bestätigt, dass die Übernachtung ausschließlich zu beruflichen, medizinischen oder zwingenden sozial-ethischen Zwecken erfolgt. Eine Beherbergung zu touristischen oder privaten Zwecken ist ab dem 2.11.2020 untersagt.

Mit der engen Ausnahme des Sozial-ethischen sind beispielsweise unabweisbare Übernachtungen anlässlich von Bestattungen oder bei der Sterbebegleitung gemeint. Bei den medizinischen Gründen ist neben der eigenen Betroffenheit auch beispielsweise die Begleitung von minderjährigen Kindern unter 14 Jahren bei einem Krankenhausaufenthalt mit erfasst.

Sofern die Beherbergung vor Inkrafttreten der Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus vom 1. November 2020 (in Kraft ab 2.11.2020) begonnen hat, ist Satz 1 Nummer 3 erst ab Ablauf des 2. November 2020 anzuwenden, auf Nordseeinseln und Halligen ab Ablauf des 5. November 2020.

Anforderungen für Beherbergungsbetriebe für die Beherbergung aus beruflichen, medizinischen oder sozial-ethischen Gründen:

Sie müssen ein Hygienekonzept erstellen, das Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von Infektionserregern enthält und die Dokumentation dieser Maßnahmen sicherstellt. Das Hygienekonzept muss auf die individuellen Gegebenheiten Ihres Beherbergungsbetriebes angepasst sein. Jedes Hygienekonzept muss auf jeden Fall Maßnahmen für folgende Aspekte enthalten (Mindestinhalte):

  • Begrenzung der Besucherzahl auf Grundlage der räumlichen Kapazitäten
  • die Wahrung des Mindestabstands von 1,5 Metern zu Personen, die nicht der eigenen Besuchergruppe angehören
  • die Regelung von Besucherströmen
  • die regelmäßige Reinigung von Oberflächen, die häufig von Besucherinnen und Besuchern berührt werden
  • die regelmäßige Reinigung der Sanitäranlagen
  • die regelmäßige Lüftung von Innenräumen, möglichst mittels Zufuhr von Frischluft

Darüber hinaus sind Sie verpflichtet

  • die Kontaktdaten Ihrer Gäste zu erheben (Erhebungsdatum und -uhrzeit, Vor- und Nachname, Anschrift, sowie, soweit vorhanden, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse) und vier Wochen aufbewahren. Worauf Sie bei der Datenerhebung achten müssen, steht in § 4 Absatz 2 der Corona-Bekämpfungsverordnung (https://t1p.de/corvo).

In Ihrem Beherbergungsbetrieb dürfen nur Personen gemeinsam (auf einem Zimmer) übernachten, die sich trotz Kontaktbeschränkung treffen dürfen (maximal 10 Personen oder zwei Haushalte). Aufgrund der Vielzahl an Lokalitäten mit Publikumsverkehr in Nordfriesland kann das Gesundheitsamt Sie nicht einzeln beraten und Ihr Hygienekonzept prüfen. Allerdings stehen Hinweise zur Verfügung. Das Gesundheitsamt empfiehlt, sich zu orientieren an:

  • Leitfaden des Landes Schleswig-Holstein zu Mindestanforderungen an Hygienekonzepte für gastronomische und Beherbergungsbetriebe (https://t1p.de/n1ev)
  • Leitfaden der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (https://t1p.de/z73w)
  • EXIT-Strategie-Empfehlungendes DEHOGA für Hotellerie und Gastronomie in Schleswig-Holstein (https://t1p.de/2gzx)

Enthält Ihr Beherbergungsbetrieb auch gastronomische Bereiche, beachten Sie bitte zusätzlich die Vorgaben für Gaststätten.

Für welche Betriebe gilt das Beherbergungsverbot für touristische oder private Übernachtungen?

Die Vorschrift gilt für sämtliche Beherbergungsbetriebe wie beispielsweise Hotels, Pensionen, Ferienhäuser, privat und gewerblich vermietete Ferienwohnungen, Wohnmobilstellplätze, Campingplätze, Jugendfreizeiteinrichtungen, Jugendbildungseinrichtungen, Jugendherbergen, Schullandheime und vergleichbare Einrichtungen.

Es gilt für touristische oder private Übernachtungen. Übernachtungen aus beruflichen, medizinischen (z. B. Anreise zur anstehenden Operation oder Begleitung eines Kindes unter 14 Jahren, das im Krankenhaus liegt) oder zwingend sozial-ethischen Gründen (z. B. Sterbebegleitung oder Teilnahme an Bestattungen) sind zulässig.

Darf ich trotz des Beherbergungsverbots meine Zweitwohnung oder mein Wohnmobil nutzen?

Eigentümer von Zweitwohnungen, die ihre eigene Häuslichkeit nutzen, stellen keinen Beherbergungsbetrieb im Sinne von § 17 dar.

Das gleiche gilt für Mieter von Zweitwohnungen, die ihre Zweitwohnung auf Grundlage von langfristig abgeschlossenen Mietverträgen selbst nutzen.

Vergleichbar sind auch Campingplätze und Wohnmobilstellplätze unter besonderen Bedingungen kein Beherbergungsbetrieb gemäß § 17 und zwar nur dann, wenn dort dauerhaft gecampt wird. In Anlehnung an das Bauordnungsrecht muss der Wohnwagen, das Wohnmobil, das Campingzeit oder das Campinghaus quasi als eine ortsfeste Anlage zu werten sein. Hiervon ist auszugehen, wenn sie unbewegt bleiben und der Stellplatz bzw. die Unterkunft langfristig, d. h. für mindestens 5 Monate, gemietet wird,

In diesem Sinne sind auch Sportboothäfen keine Beherbergungsbetriebe, sofern die Liegeplätze langfristig vermietet werden.

Ich möchte in eine Gaststätte oder Kneipe gehen. Darf ich das?

Nein. Der Betrieb von Gaststätten im Sinne des § 1 des Gaststättengesetzes (GastG) ist ab dem 2.11.2020 unzulässig.

Zulässig ist nur die Abgabe und Lieferung von Speisen und Getränken zum Verzehr außerhalb der Gaststätte. Ein Betreten der Gaststätte zwecks Abholung der Speisen oder Getränke ist erlaubt. Gäste dürfen die Gaststätte dabei nur einzeln betreten und haben dabei eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Weitere Ausnahmen vom Verbot gelten für

  • Kantinen für Betriebsangehörige im Sinne von § 25 Absatz 1 GastG;
  • Hotels und andere Beherbergungsbetriebe bei der Bewirtung ihrer Hausgäste
  • Autobahnraststätten und Autohöfe
  • die Bewirtung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen von nach § 5 zulässigen Veranstaltungen

Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung

In noch zulässigen Gaststätten haben Gäste und dort Beschäftigte in Bereichen mit Publikumsverkehr innerhalb und außerhalb geschlossener Räume eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Ausgenommen davon sind Gäste während des Aufenthaltes an ihren festen Steh- oder Sitzplätzen. Die Betreiberin oder der Betreiber hat die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die Einhaltung der Pflicht zu gewährleisten.

Weitere Regelungen für Gaststätten

Zwischen 23 Uhr und 6 Uhr darf außer Haus kein Alkohol verkauft werden. Dies gilt auch für gastronomische Lieferdienste.

Diskotheken und ähnliche Einrichtungen sind zu schließen.

Ich betreibe eine Gaststätte. Was muss ich beachten?

Gaststätten sind grundsätzlich ab dem 2.11.2020 bis mindestens 29.11.2020 zu schließen. Nur der Außerhausverkauf von Speisen und Getränken ist zulässig. Ein Betreten der Gaststätte zwecks Abholung der Speisen oder Getränke ist erlaubt. Gäste dürfen die Gaststätte dabei nur einzeln betreten und haben dabei eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Außerdem noch zulässig sind der Betrieb von Kantinen für Betriebsangehörige, zur Bewirtung von Gästen in Beherbergungsbetrieben sowie die Bewirtung noch zulässiger Veranstaltungen.

Autobahnraststätten und Autohöfe dürfen noch betrieben werden.

Für den Betrieb zur im Ausnahmefall (s.o.) noch zulässigen Bewirtung der Gäste muss ein Hygienekonzept vorliegen, das Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von Infektionserregern enthält und die Dokumentation dieser Maßnahmen sicherstellt. Das Hygienekonzept muss auf die individuellen Gegebenheiten angepasst sein. Jedes Hygienekonzept muss auf jeden Fall Maßnahmen für folgende Aspekte enthalten (Mindestinhalte):

  • Begrenzung der Besucherzahl auf Grundlage der räumlichen Kapazitäten
  • die Wahrung des Mindestabstands von 1,5 Metern zu Personen, die nicht der eigenen Besuchergruppe angehören
  • die Regelung von Besucherströmen
  • die regelmäßige Reinigung von Oberflächen, die häufig von Besucherinnen und Besuchern berührt werden
  • die regelmäßige Reinigung der Sanitäranlagen
  • die regelmäßige Lüftung von Innenräumen, möglichst mittels Zufuhr von Frischluft

Darüber hinaus ist bei der Bewirtung von Hotelgästen zu beachten:

  • in Ihren öffentlichen Bereichen die Vorschriften für Einrichtungen mit Publikumsverkehr einzuhalten (nachzulesen unter https://t1p.de/publikumsverkehr)
  • die Kontaktdaten Ihrer Gäste zu erheben (Erhebungsdatum und -uhrzeit, Vor- und Nachname, Anschrift, sowie, soweit vorhanden, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse) und vier Wochen aufbewahren. Worauf Sie bei der Datenerhebung achten müssen, steht in § 4 Absatz 2 der Corona-Bekämpfungsverordnung (https://t1p.de/corvo).
  • sicherzustellen, dass Sie nicht mehr als 50 Personen gleichzeitig bewirten. Möchten Sie mehr als 50 Personen gleichzeitig bewirten, müssen Sie dies per Mail an team-recht@nordfriesland.de anzeigen und ihr darauf angepasstes Hygienekonzept mitsenden.
  • keine alkoholischen Getränke an erkennbar Betrunkene auszuschenken.

Seit dem 24.10.2020 müssen Personal und Gäste auf dem Gelände von Gaststätten eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen (drinnen und draußen). Gäste dürfen diese abnehmen, solange sie sich an ihrem festen Steh- oder Sitzplatz befinden. Sobald Sie diesen Platz verlassen, müssen Sie die Mund-Nasen-Bedeckung wieder aufsetzen, auch wenn Sie nur kurz auf die Toilette oder an den Tresen gehen. Das Personal darf die Mund-Nasen-Bedeckung abnehmen, solange es sich in gästefreien Bereichen der Gaststätte aufhält (z. B. Pausenräume). Verstoßen Gäste gegen die Maskenpflicht, haben Sie die Bewirtung dieser Personen abzulehnen und Sie im Rahmen Ihres Hausrechts vom Gelände zu verweisen. Bitte beachten Sie zudem die allgemeinen Hinweise zur Maskenpflicht in der Rubrik "Gesundheit".

Aufgrund der Vielzahl an Lokalitäten mit Publikumsverkehr in Nordfriesland kann das Gesundheitsamt Sie nicht einzeln beraten und Ihr Hygienekonzept prüfen. Allerdings stehen Hinweise zur Verfügung. Das Gesundheitsamt empfiehlt, sich zu orientieren an:

  • Leitfaden des Landes Schleswig-Holstein zu Mindestanforderungen an Hygienekonzepte für gastronomische und Beherbergungsbetriebe (https://t1p.de/n1ev)
  • Leitfaden der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (https://t1p.de/z73w)
  • EXIT-Strategie-Empfehlungendes DEHOGA für Hotellerie und Gastronomie in Schleswig-Holstein (https://t1p.de/2gzx)

Ich betreibe einen Beherbergungsbetrieb (Hotel, Ferienwohnung usw.) und bekomme einen Gast aus einem inländischen Hochinzidenzgebiet. Was muss ich beachten?

Es macht keinen Unterschied mehr, woher der Gast aus Deutschland kommt. Das "neue Beherbergungsverbot" unterscheidet nach Art der Reise (siehe "Ich habe einen Beherbergungsbetrieb. Was muss ich beachten?").

Welche Betriebe aus dem Nachtleben müssen aktuell geschlossen bleiben?

  • Gaststätten und Bars (nur Außerhausverkauf)
  • Diskotheken und ähnliche Einrichtung
  • Kinos
  • Theater-, Opern- und Konzerthäuser
  • Spielhallen und Spielbanken
  • Bordelle

Ich wohne in einem inländischen Hochinzidenzgebiet und möchte in Nordfriesland übernachten. Geht das?

Seit dem 2.11. sind nur noch Beherbergungen aus beruflichen, medizinischen oder zu zwingenden sozial-ethischen Zwecken erfolgen. Beherbergungen zu touristischen und privaten Zwecken sind untersagt. Trifft eine dieser Ausnahmen auf Sie zu, dürfen Sie in einem Beherbergungsbetrieb auch dann übernachten, wenn Sie aus einem inländischen Hochinzidenzgebiet kommen.


EINZELHANDEL | DIENSTLEISTUNGEN | HANDWERKER

Muss das Personal in Verkaufsstellen (Läden, Tankstellen usw.) auch Masken tragen?

Ja, seit dem 24.10. gilt in allen Verkaufsstellen auch für das Personal die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Ausgenommen sind lediglich die Bereiche, zu denen Kund(inn)en keinen Zugang haben, zum Beispiel Pausenräume.

Die Maskenpflicht entfällt für Mitarbeitende, die hinter Trenn- oder Schutzwänden arbeiten (z. B. in Kassenbereichen). Ein bloßer Tresen ohne zusätzliche Auf- oder Vorbauten gilt noch nicht als geeignete Trennwand.

Bitte beachten Sie auch die allgemeinen Hinweise zur Maskenpflicht in der Rubrik "Gesundheit".

Gilt auf auch Wochenmärkten eine Maskenpflicht?

Ja, seit dem 24.10. gilt auch dort eine Maskenpflicht. Es gelten diesbezüglich die gleichen Regeln wie in anderen Verkaufsstellen (siehe oben).

Bitte beachten Sie auch die allgemeinen Hinweise zur Maskenpflicht in der Rubrik "Gesundheit".

Welche Regeln gelten für Dienstleistungen und Handwerker(innen)?

Grundsätzlich ist die Erbringung von Dienstleistungen zulässig. Angesichts der aktuellen Situation bedarf es jedoch wieder weitergehender Einschränkungen bei Dienstleistungen.

Das gilt nicht für Dienstleistungen ohne Körperkontakt. Bei diesen eher sachbezogenen Leistungen wie denen eines Dachdeckers, Installateurs oder Schornsteinfegers ist der Abstand zum Kunden von ca. 1,5 Metern unproblematisch einhaltbar. Der Dienstleister bzw. der Handwerker nimmt die Tätigkeit ohne die Zuarbeit des Kunden war.

Dienstleistungen mit Körperkontakt sind daher grundsätzlich verboten, es sei denn, es handelt sich um eine medizinisch oder pflegerisch notwendige Dienstleistung. Dies gilt für Nagel-, Kosmetik- oder Tattoo-Studios, Massagestudios. Das Verbot gilt nicht für die Fußpflege, die im Rahmen der Podologie durchgeführt wird oder bei denen die Kundinnen und Kunden auf die Pflege medizinisch angewiesen sind, wie beispielsweise wegen mangelnder Mobilität in Altersheimen. Der Verordnungsgeber schätzt die Übertragungsgefahr in der gegenwärtigen Situation als für hoch ein und befürchtet im Falle einer Übertragung, dass eine Vielzahl von Personen betroffen sein könnten.
Ausnahmen von diesem Verbot sind nur deshalb vorgesehen, weil sie notwendig sind. Das betrifft die medizinisch bedingten Dienstleistungen, die von den Gesundheits- und Heilberufen sowie den Gesundheitshandwerkern wie Augenoptiker, Hörgeräteakustiker, Orthopädietechniker, Orthopädieschuhmacher und Zahntechniker ausgeführt werden. Eine weitere Ausnahme betrifft die Friseurinnen und Friseure und zwar ausschließlich nur die Friseurleistung, hiervon ausgenommen sind kosmetische Dienstleistungen.

Für Tätigkeiten am Gesicht der Kundin oder des Kunden sind ferner besondere Schutzmaßnahmen erforderlich. Eine Mund-Nasen-Schutzmaske (FFP-Maske ohne Ausatemventil) stellt beispielsweise eine solche geforderte Schutzmaßnahme dar, sofern sie durch eine Schutzbrille oder einem Gesichtsschild bzw. -visier ergänzt wird. In dieser Kombination werden die Voraussetzungen an die besonderen Schutzmaßnahmen erfüllt. Ein Tragen der medizinischen sogenannten FFP2- oder FFP3-Masken mit Auslassventil ist dabei nicht gestattet. Sie schützt die Kundinnen und Kunden nicht. Nicht zu verwechseln ist die Mund-Nasen-Schutzmaske mit der Mund-Nasen-Bedeckung (sogenannte Alltagsmaske). Sie reicht nicht aus, auch wenn Kundinnen und Kunden und Beschäftige sie tragen würden, und stellt insofern keine besondere Schutzmaßnahme nach Satz 1 dar.

Betreiben Handwerker(innen) und Dienstleister(innen) Bereiche mit Publikumsverkehr (Shop, Auftragsannahme, Salon etc.), gelten die allgemeinen Pflichten für Einrichtungen mit Publikumsverkehr (https://t1p.de/publikumsverkehr).

Sexuelle Dienstleistungen (Prostitution) sind seit dem 02.11.2020 untersagt.

Welche Regeln gelten für das Gesundheitshandwerk?

Für das Gesundheitshandwerk (Augenoptikerinnen und Augenoptiker, Hörgeräteakustikerinnen und Hörakustiker, Orthopädietechnikerinnen und Orthopädietechniker, Orthopädieschuhmacherinnen und Orthopädieschuhmacher und Zahntechnikerinnen und Zahntechniker) gelten mittlerweile dieselben Bedingungen wie bei den Dienstleisterinnen und Dienstleistern und Handwerkerinnen und Handwerkern (siehe oben).

Welche Regelungen gelten für Einrichtungen mit Publikumsverkehr?

Zu den Einrichtungen mit Publikumsverkehr zählen alle Einrichtungen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind - zum Beispiel Läden und Verkaufsstellen, Tankstellen-Shops, Gaststätten, Museen, Theater, Sportstätten, Gedenkstätten usw.

Gaststätten, Museen, Theater, Fitness-Studios, Kinos, Spielhallen sind seit dem 02.11.2020 geschlossen zu halten.

Für alle Einrichtungen mit Publikumsverkehr gelten einheitliche Grundanforderungen, die in diesem Merkblatt nachzulesen sind: https://t1p.de/publikumsverkehr 

Je nach Branche und Art der Einrichtung können darüber hinaus weitere Anforderungen gelten.

Welche Regeln gelten für den Einzelhandel?

Seit dem 02.11. wurde die Mindestgröße der Verkaufsfläche des Einzelhandels auf 10 qm pro Kundin oder Kunde mit Ausnahme von Lebensmittelgeschäften wieder eingeführt. Ziel ist es, Abstände zu wahren. 

Darf Alkohol verkauft werden?

Es besteht ein Alkoholverkaufsverbot ab 23:00 Uhr bis 6:00 Uhr morgens beim Außerhausverkauf von Gaststätten, Tankstellen und anderen Verkaufsstellen.


GESUNDHEIT

Ich habe coronatypische Krankheitsanzeichen. Was soll ich tun?

"Als häufigste Krankheitsanzeichen werden Husten und Fieber berichtet. Es sind aber auch eine Reihe weiterer Krankheitszeichen wie beispielsweise Schnupfen, Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns, Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen sowie allgemeine Schwäche möglich." (www.infektionsschutz.de)

Wenn bei Ihnen derartige Krankheitsanzeichen auftreten,

  1. bleiben Sie bitte nach Möglichkeit zu Hause und reduzieren Sie Ihre Kontakte auf Angehörige Ihres Haushalts. Befolgen Sie auch zu Hause die Hygieneregeln (https://t1p.de/hygienehinweise) und lüften Sie regelmäßig. Bestimmte Einrichtungen dürfen Sie mit coronatypischen Symptomen nicht mehr betreten (zum Beispiel Kitas, Schulen, Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime). Einige Einrichtungen machen bei leichteren Symptomen allerdings eine Ausnahme. Kinder dürfen zum Beispiel weiterhin zur Schule gehen, wenn Sie nur einen einfachen Schnupfen/laufende Nase bemerken (Schnupfenplan des Bildungsministeriums: https://t1p.de/i2bx).
  2. kontaktieren Sie telefonisch Ihren Hausarzt/Ihre Hausärztin, um abklären zu lassen, ob ein Coronatest sinnvoll ist. Der Test kostet für Sie nichts, wenn der Hausarzt/die Hausärztin diesen für geboten hält. Außerhalb der Öffnungszeiten Ihres Hausarztes/Ihrer Hausärztin wenden Sie sich bitte an den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117.

Bei akuter Luftnot oder anderen Krankheitszeichen in lebensbedrohlichem Ausmaß, wählen Sie bitte wie gewohnt den Notruf 112.

Ich habe Fragen zur Corona-WarnApp.

Häufige Fragen und Antworten zur Corona-WarnApp finden Sie hier: https://t1p.de/3jc7

Bei technischen Fragen zur App hilft diese Hotline: 0800 7540001.
Bei Fragen zur Eingabe der TAN nach einem positiven Testergebnis hilft diese Hotline: 0800 7540002.

Was ist wenn die App "1 Risiko-Begegnung" anzeigt und trotzdem grün bleibt/ein niedriges Risiko anzeigt?

Dann fand die Begegnung nur in einem begrenzten Zeitraum oder auf größere Entfernung statt (Details: https://t1p.de/ectx), sodass eine Ansteckung unwahrscheinlich ist. Deshalb schlägt die App nicht Alarm. Ein Test wird in diesem Fall nicht veranlasst.

Betroffene sollten sich über coronatypische Symptome informieren (Husten und Fieber; aber auch Schnupfen, Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns, Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen) und beobachten, ob diese bei ihnen innerhalb der nächsten 14 Tage eintreten. Falls das geschieht, ist so zu verfahren, wie unter der Frage "Ich habe coronatypische Krankheitsanzeichen. Was soll ich tun?" beschrieben.

Corona-Tests - Wer? Wo? Wer zahlt?

Corona-Tests werden grundsätzlich von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten durchgeführt. Geht ein(e) Patient(in) zu einem Hausarzt/einer Hausärztin und verlangt die Durchführung eines Testes, wird das in der Regel auch durchgeführt. Das gilt auch für Patient(inn)en, die keine coronatypischen Krankheitsanzeichen aufweisen und bei denen auch ansonsten keine medizinische Notwendigkeit für die Durchführung eines Tests besteht.

Hält der Arzt/die Ärztin den Test für geboten, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Testung und das Labor. Wird ein Test ohne medizinische Notwendigkeit durchgeführt, handelt es sich um eine privatärztliche Leistung. Die Krankenkassen zahlen dies in der Regel nicht. Der/Die Patient(in) muss die Kosten für die ärztliche Leistung und die Leistung des Labors selbst bezahlen.

Für Reiserückkehrer(innen) aus ausländischen Risikogebieten besteht keine Testpflicht mehr. Die Testzentren testen Personen nur noch auf Anordnung. Durch das Gesundheitsamt erfolgt keine Anordnung. Sofern Reiserückkehrer(innen) ihre Quarantäne durch einen Test verkürzen möchten, dann müssen sie sich telefonisch an die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte oder ggfs. an die KVSH (Tel. 116 117) wenden. Ein Antigen-Schnelltest ist inszwischen zulässig. Dieser muss jedoch vom medizischen Personal durchgeführt werden. Ebenfalls sind diese Tests für Reiserückkehrer(innen) nicht mehr kostenfrei.

Was ist Quarantäne und wie läuft sie ab?

Quarantäne ist eine vorübergehende Isolierung von Personen, die eine ansteckende Krankheit haben oder bei denen ein solcher Verdacht besteht. Sie kann in einer Klinik oder als "häusliche Absonderung" auch zuhause vollzogen werden.

In Zeiten des Coronavirus können Gesundheitsämter eine Quarantäne empfehlen oder anordnen. Die Anordnung erfolgt mündlich und wird anschließend schriftlich bestätigt.

Wer muss in Quarantäne?

Bei mit dem Coronavirus Infizierten sowie bei Personen, die einen intensiven Kontakt zu diesen hatten, wird eine 14-tägige Quarantäne angeordnet. Auch wird ein Coronatest durchgeführt.

Für Reiserückkehrer(innen) aus einem ausländischen Risikogebiet gilt nur noch eine zehntägige Quarantäne (https://t1p.de/risk). Eine Meldung kann über unser Formular für Reiserückkehrer(innen) unter https://t1p.de/g8p4 erfolgen oder telefonisch unter 0800 200 66 22. Bei Reisen mit Beförderungsunternehmen (z. B. Airlines) reicht es aus, die offizielle Aussteigerkarte (falls vorhanden) abzugeben.

Welche Regeln gelten für Personen, die zu Hause in Quarantäne sind?

Personen, die zu Hause in Quarantäne sind, dürfen NICHT ...

  • das Grundstück verlassen,
  • Besuch bekommen,
  • in gemeinsam genutzte Gärten gehen, zum Beispiel vor Mehrfamilienhäusern,
  • spazieren gehen, auch nicht mit Haustieren.

Sie dürfen ...

  • in den eigenen Garten gehen, wenn dafür kein gemeinsames Treppenhaus genutzt wird,
  • weiter mit ihren Mitbewohner(inne)n zusammenleben, sollten aber nach Möglichkeit eine räumliche und zeitliche Trennung organisieren (eigenes Zimmer, getrennte Essenszeiten, Lüften nach Nutzung der Räume ...)
  • Weitere Verhaltenshinweise gibt das Gesundheitsamt beim Telefonat.

Für Personen in angeordneter Quarantäne gibt es ein Merkblatt, in dem diese weitere Hinweise und Pflichten finden. Link zum Merkblatt: https://t1p.de/quarantaene-corona 

Wem wird eine freiwillige Quarantäne empfohlen?

Personen, die getestet wurden, aber nicht im Ausland waren und keinen Kontakt zu einem Erkrankten hatten, wird dringend empfohlen, bis zum Erhalt des Testergebnisses freiwillig in Quarantäne zu bleiben.

Für Personen in freiwilliger Quarantäne gibt es ein Merkblatt, in dem diese Hinweise zur Umsetzung der Quarantäne finden. Link zum Merkblatt: https://t1p.de/urao

Menschen, die lediglich Kontakt zu einer symptomfreien Kontaktperson eines Infizierten hatten ("Kontakt zum Kontakt"), gelten nicht als gefährdet. Bei ihnen werden weder Test noch Quarantäne angeordnet. "Man geht davon aus, dass sie nicht genügend Viren aufgenommen haben, um Dritte anzustecken". Es wäre in der Regel unverhältnismäßig schon wegen dieses "Kontaktes über mehrere Ecken" eine Quarantäne anzuordnen.

Ich hatte Kontakt zu einem bestätigten Coronafall. Was soll ich tun?

Bitte gehen Sie direkt nach Hause und achten Sie dabei besonders auf Abstände und Hygieneregeln. Kontaktieren Sie umgehend das Gesundheitsamt unter 0800 200 66 22 - auch dann, wenn Sie keine Krankheitsanzeichen haben. Vom Gesundheitsamt erfahren Sie alles Weitere.

Hinweise zur Maskenpflicht

Für einige Bereiche ist eine sogenannte Maskenpflicht (Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung) angeordnet. Dies sind aktuell Läden und andere Verkaufsstellen, Wochenmärkte, öffentliche Verkehrsmittel, Gaststätten. Zudem dürfen Einrichtungen und Orte im Rahmen ihres Hygienekonzeptes eine Maskenpflicht verhängen. Achten Sie auf entsprechende Aushänge.

In Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr, in denen typischerweise das Abstandgebot nicht eingehalten werden kann, müssen Fußgängerinnen und Fußgänger seit dem 02.11. eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Die Bereiche werden von den zuständigen kommunalen Behörden ausgewiesen. In NF betrifft dies Bereiche in Husum, Niebüll, Bredstedt, Tönning, Freidrichstadt, Leck, SPO und Sylt. Die Einzelheiten zu den Bereichen sind der Allgemeinverfügung zur Maskenpflicht zu entnehmen.

Bei Versammlungen unter freiem Himmel (Genehmigung nach Versammlungsrecht) mit mehr als 100 Teilnehmenden sowie Versammlungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 10 Teilnehmenden ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sofern nicht die Vorgaben aus § 5 Abs. 5 eingehalten werden.

Als Mund-Nasen-Bedeckung reichen einfache, auch selbst genähte, Alltagsmasken aus. Bitte beachten Sie unbedingt die Hinweise zur richtigen Verwendung solcher Masken (https://t1p.de/alltagsmaske). Die Alltagsmasken wirken als Barriere. Ansteckende Tröpchen und Aerosole können nicht so ungehindert in den Raum entweichen, als wenn man keine Maske trägt.

Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder unter 6 Jahren und Personen, die aufgrund einer körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung hierzu nicht in der Lage sind und das auch glaubhaft machen können (z.B. Vorlage eines ärztlichen Attests, Schwerbehindertenausweis).

Plastikvisiere sind nicht mehr zulässig, um die Maskenpflicht zu erfüllen. Dies liegt daran, dass diese zwar Tröpfchen einigermaßen gut stoppen, aber Luft an den Visieren vorbeiströmt. Die Aerosole in dieser Luft können ansteckend sein. Natürlich dürfen Sie weiterhin Plastikvisiere an Orten tragen, an denen keine Maskenpflicht besteht. Auch Personen, die von der Maskenpflicht befreit sind, aber ein Plastikvisier tragen können, dürfen dies gerne tun, um ihren Beitrag zum Infektionsschutz zu leisten. Die Visiere sind besser als nichts, aber eben nicht so gut wie Masken.

Lehrpersonen, bei denen zu Bildungszwecken die Mimik unbedingt erkennbar sein muss, dürfen auch an Orten mit Maskenpflicht stattdessen ein Visier tragen. Das gleiche gilt für Personen, die als Gebärdendolmetscherinnen Gebärdendolmetscher, Kommunikationshelferinnen oder Kommunikationshelfer für Personen mit Hörbehinderung tätig sind.

Masken mit Ausatemventil sind nicht zugelassen, um die Maskenpflicht zu erfüllen.

Darf ich ein Plastikvisier tragen?

Plastikvisiere sind nicht mehr zulässig, um die Maskenpflicht zu erfüllen. Dies liegt daran, dass diese zwar Tröpfchen einigermaßen gut stoppen, aber Luft an den Visieren vorbeiströmt. Die Aerosole in dieser Luft können ansteckend sein. Natürlich dürfen Sie weiterhin Plastikvisiere an Orten tragen, an denen keine Maskenpflicht besteht. Auch Personen, die von der Maskenpflicht befreit sind, aber ein Plastikvisier tragen können, dürfen dies gerne tun, um ihren Beitrag zum Infektionsschutz zu leisten. Die Visiere sind besser als nichts, aber eben nicht so gut wie Masken.

Lehrpersonen, bei denen zu Bildungszwecken die Mimik unbedingt erkennbar sein muss, dürfen auch an Orten mit Maskenpflicht stattdessen ein Visier tragen. Das gleiche gilt für Personen, die als Gebärdendolmetscherinnen Gebärdendolmetscher, Kommunikationshelferinnen oder Kommunikationshelfer für Personen mit Hörbehinderung tätig sind.

Muss ich im Freien eine Maske tragen?

Bei einigen Bereichen gilt auch im Freien eine Maskenpflicht.

In Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr, in denen typischerweise das Abstandgebot nicht eingehalten werden kann, müssen Fußgängerinnen und Fußgänger ab dem 02.11. eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Die Bereiche werden von den zuständigen kommunalen Behörden ausgewiesen. In NF betrifft dies Bereiche in Husum, Niebüll, Bredstedt, Tönning, Freidrichstadt, Leck, SPO und Sylt. Die Einzelheiten zu den Bereichen sind der Allgemeinverfügung zur Maskenpflicht zu entnehmen.

Bei Versammlungen unter freiem Himmel (Genehmigung nach Versammlungsrecht) mit mehr als 100 Teilnehmenden sowie Versammlungen in geschlossenen Räumen mit mehr als zehn Teilnehmenden ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sofern nicht die Vorgaben aus § 5 Abs. 5 eingehalten werden.

Dürfen Selbsthilfegruppen stattfinden?

Veranstaltungen mit Gruppenaktivität – als solche sind Selbsthilfegruppen nach unserer Auslegung rechtlich einzuordnen – können mit einer Teilnehmerzahl von nicht mehr als 10 Personen stattfinden. Das Abstandsgebot ist einzuhalten. Die Kontaktdaten der Teilnehmer(innen) sind zu erheben.

Darüber hinaus sind die Voraussetzungen aus § 5 Abs. 2 der LVO zu erfüllen.


KIRCHEN | KULTUR | AUSSERSCHULISCHE BILDUNG

Welche Regeln gelten für Gottesdienste, Trauerfeiern und andere religiöse Treffen?

Die Teilnahme an Gottesdiensten sowie andere rituelle Veranstaltungen der Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften werden ab 02.11. unter Einhaltung von entsprechenden Hygienekonzepten ebenfalls auf maximal 100 Teilnehmende begrenzt, es sei denn, es wird eine weitergehende Genehmigung durch die zuständige Behörde erteilt. Gleiches gilt für Trauerfeiern und Bestattungen auf Friedhöfen. 

Es gelten allerdings folgende Anforderungen:

  • Einhaltung des Abstandsgebotes ist sicherzustellen und der Husten- und Niesetikette
  • Möglichkeiten zum Waschen oder Desinfizieren der Hände,
  • An allen Eingängen deutlich sichtbare Aushänge
  • Bei der Bereitstellung von Toiletten ist zu gewährleisten, dass enge Begegnungen vermieden werden und Möglichkeiten zur Durchführung der Händehygiene leicht erreichbar sind. Es ist ein Hygienekonzept zu erstellen
  • Die Kontaktdaten der Teilnehmenden sind zu erheben.
  • In geschlossenen Räumen finden keine Aktivitäten mit einer erhöhten Freisetzung von Tröpfchen statt. Auch wenn unter bestimmten Auflagen Chöre wieder proben und Berufsmusiker wieder auftreten dürfen, bleibt es dabei, dass Gemeindegesang weiterhin verboten ist. 
  • Personen mit Krankheitssymptomen sollten nicht an der Zusammenkunft teilnehmen dürfen. 
  • Körperkontakt zwischen den Besuchern und auch bei zeremoniellen Handlungen (zum Beispiel Küssen und Berühren von Gegenständen) ist zu unterlassen. Auch beim Bußsakrament sind die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Die Teilnehmenden am Gottesdienst bereiten sich zu Hause so weit wie möglich vor (unter anderem rituelle Waschungen) und bringen alles selbst mit, was für eine gemeinsame Religionsausübung notwendig ist (z.B. Gebetsschal, Gesangbuch, Koran, Gebetsteppich)

Von der Einhaltung des Abstandsgebots kann abgesehen werden, wenn alle Anwesenden eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und von den Teilnehmern jeweils genutzte Sitzplätze zusammen mit ihren jeweiligen Kontaktdaten erfasst werden. Beide Voraussetzungen müssen erfüllt sein, sonst gilt die Ausnahme nicht. 

Achtung: Wenn Sie sich nach einer religiösen Zusammenkunft in einem Gotteshaus noch bei jemandem privat einfinden (zum Beispiel nach einer Konfirmation, zum "Beerdigungskaffee" oder nach einer Trauung), gelten ab dann die Regeln für private Treffen und Veranstaltungen (siehe Rubrik: "Veranstaltungen").

Welche regeln gelten für Hochzeiten?

Für Ihre religiöse Trauung (also zum Beispiel den Hochzeitsgottesdienst) gilt:

  • Es sind max. 100 Teilnehmer möglich.
  • Die Abstandsregelung ist sicherzustellen. Von der Einhaltung des Abstandsgebots kann abgesehen werden, wenn alle Anwesenden eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und von den Teilnehmern jeweils genutzte Sitzplätze zusammen mit ihren jeweiligen Kontaktdaten erfasst werden. Beide Voraussetzungen müssen erfüllt sein, sonst gilt die Ausnahme nicht. 
  • Möglichkeit zum Waschen oder Desinfizieren der Hände muss gegeben sein,
  • an allen Eingängen deutlich sichtbare Aushänge,
  • der Veranstalter erstellt nach Maßgaben von § 4 Abs. 1 ein Hygienekonzept,
  • spätestens bei Beginn der Veranstaltung werden die Kontaktdaten der Teilnehmenden erhoben,
  • Gemeindegesang ist weiterhin verboten.

Solodarbietungen, sowie das von Berufsmusikern durchgeführte Singen/der Gebrauch von Blasinstrumenten sind erlaubt, wenn:

  • zwischen den Akteuren jeweils ein Abstand von mind. 2,5m eingehalten wird oder die Übertragung von Tröpfchen durch ähnliche geeignete physische Barrieren verringert wird,
  • zum Publikum ein Mindestabstand von 4 m eingehalten wird oder die Übertragung von Tröpfchen durch ähnliche geeignete physische Barrieren verringert wird, 
  • sich das Hygienekonzept neben den in § 4 Abs. 1 genannten Punkten auch zu den oben genannten Mindestabständen, der Reinigung und Desinfektion gemeinsamt genutzter Gegenstände, dem Umgang mit Kondenswasser bei Blasinstrumenten, der Eindämmung der Aerosolausbreitung bei Blasinstrumenten und der Anordnung der Akteure zueinander verhält.

Bitte beachten Sie, dass für eventuelle Feierlichkeiten oder Treffen im Anschluss an den Gottesdienst/die religiöse Feier die unten genannten Regeln für Feiern und Veranstaltungen gelten.

Für den Termin beim Standesamt gelten ähnliche Regelungen wie in der Kirche, allerdings müssen alle Gäste feste Sitzplätze haben und es dürfen in geschlossenen Räumen max. 100 Personen teilnehmen. Das Abstandsgebot ist einzuhalten. Von der Einhaltung des Abstandsgebots kann abgesehen werden, wenn alle Anwesenden eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, von den Teilnehmern jeweils genutzte Sitzplätze zusammen mit ihren jeweiligen Kontaktdaten erfasst werden und jeweils ein Sitzplatz unmittelbar neben, hinter und vor der Person, dem Haustand oder Kohorte frei bleibt ("Schachbrett"). Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, gilt die Ausnahme nicht.

Für Feiern und Veranstaltungen - zum Beispiel die klassische Hochzeitsfeier, den Polterabend oder auch ein größeres Treffen zu Hause nach der Trauung - gelten die Regeln für private Veranstaltungen (siehe Rubrik: "Veranstaltungen"). Dies sind in der Regel Veranstaltungen mit Gruppenaktivität (max. 10 Personen).


MOBILITÄT (REISEN | TRANSPORT | AUSFLÜGE)

Was muss ich bei der Einreise nach Schleswig-Holstein beachten?

Für eine Einreise nach Schleswig-Holstein gelten aufgrund der Corona-Pandemie verbindliche Einschränkungen, wenn Sie aus Gebieten mit einer hohen Ausbreitung des Coronavirus kommen. Wichtig ist, dass Sie noch vor Ihrer Einreise überprüfen, ob Sie zum Zeitpunkt der Einreise aus einem aktuell ausgewiesenen ausländischen Risikogebiet kommen! Die ausländischen Risikogebiete finden Sie hier: https://t1p.de/risk 

Alle wichtigen Informationen zu Einreiseanmeldung, Quarantäne und Corona-Tests finden Sie auf den Seiten des Landes Schleswig-Holstein unter https://t1p.de/einreise.

Ich war in einem inländischen Hochinzidenzgebiet (früher "inländisches Risikogebiet"). Was muss ich tun?

Wer innerhalb Deutschlands reist, muss nicht in Quarantäne und benötigt auch keinen Test. Eine Ausweisung inländischer Risikogebiete bzw. Hochinzidenzgebiete erfolgt nicht mehr.

Achten Sie dennoch vorsichtshalber besonders darauf, ob sich bei Ihnen coronatypische Symptome entwickeln (siehe Rubrik "Gesundheit").

Welche Gebiete sind aktuell Risikogebiete (Inland und Ausland)?

Die ausländischen Risikogebiete finden Sie hier: https://t1p.de/risk

In welchen Gebieten im Inland eine hohe Infektionszahl besteht, sehen Sie auf dieser Karte des Robert Koch Institutes: www.corona.rki.de
Dies dient Ihnen zur Information und Abwägung, ob Sie eine Reise antreten. Eine Quarantänepflicht nach Rückkehr aus einem inländischen Gebiet mit hoher Infektionszahl gibt es nicht mehr.

Was muss ich beachten, wenn ich mit Bus, Bahn, Taxi oder Fähre fahren möchte?

Bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel müssen Sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Weitere Hinweise zur Maskenpflicht in der Rubrik "Gesundheit".

Was muss ich bei Ausflugsfahrten, Busreisen etc. zu touristischen Zwecken beachten?

Bei Reiseverkehren zu touristischen Zwecken gilt das Abstandsgebot nicht. Kundinnen und Kunden haben im Innenbereich des Verkehrsmittels nach Maßgabe eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Die Betreiberin oder der Betreiber hat ein Hygienekonzept zu erstellen und muss die Kontaktdaten der Kundinnen und Kunden erheben.

Reiseverkehre, die Schleswig-Holstein nur durchqueren und bei denen die Kundinnen und Kunden das Verkehrsmittel nicht verlassen, werden von aktuell gültigen Landesverordnung nicht erfasst.

Entscheidend für den touristischen Zweck ist die gewerbliche Zielrichtung der Anbieterin oder des Anbieters, nicht der Nutzungszweck der oder des einzelnen Reisenden. Es geht um Ausflugsfahrten im Sinne von § 48 Absatz 1 Personenbeförderungsgesetz.

Bahnen, Schiffe und Flugzeuge sind auch erfasst. Ausflugsfahrten sind demnach Fahrten, die der Unternehmer nach einem bestimmten, von ihm aufgestellten Plan und zu einem für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleichen und gemeinsam verfolgten Ausflugszweck anbietet und ausführt. Auch Reisen zu Erholungsaufenthalten werden erfasst (§ 48 Absatz 2 PBefG).

Wie auch bei allen anderen Einrichtungen mit Publikumsverkehr gilt § 3.


PFLEGE | KRANKENHÄUSER | REHA

Ich möchte ein Krankenhaus betreten. Was muss ich beachten?

Bitte informieren Sie sich vorher auf der Webseite des jeweiligen Krankenhauses. Dort sind in der Regel alle aktuellen Vorschriften zusammengefasst. Für das Klinikum Nordfriesland finden Sie diese unter https://t1p.de/xm9p.

Ich möchte eine Pflegeeinrichtung bzw. EGH-Einrichtung betreten. Was muss ich beachten?

Ein Betretungsverbot von Pflegeeinrichtungen gibt es nur noch für Personen mit akuten Atemwegserkrankungen. Alle anderen Personen dürfen Pflegeeinrichtungen unter Einhaltung der in der Corona-Bekämpfungsverordnung geregelten Anforderungen (z.B. Hygiene- und Verhaltensregeln, Abstandsgebot) wieder betreten.

Externe Personen sind solche Personen, deren Aufenthalt in der Einrichtung nicht aufgrund einer stationären Betreuung oder pflegerischen Versorgung erforderlich ist. Dies können sowohl persönliche Besucherinnen und Besucher (im engeren Sinne) für Einrichtungsbewohnerinnen und -bewohner sein, als auch bspw. Dienstleisterinnen und Dienstleister wie Lieferantinnen und Lieferanten oder Friseurinnen und Friseure.

Externe Personen, die die Einrichtungen bzw. Gruppenangebote betreten, haben nach Maßgabe der allgemeinen Bestimmungen der Verordnung grundsätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung beziehungsweise teilstationär oder im Gruppenangebot versorgten Pflegebedürftigen selbst aber grundsätzlich nicht.

Besucher haben ihre Kontaktdaten anzugeben.

Die Einrichtung hat ein Besuchskonzept zu erstellen. Darin sind die einzuhaltenden Regeln im Einzelnen beschrieben. Der Besuch sollte im Vorwege mit der Einrichtung abgestimmt werden.

Ich bin pflegebedürftig und brauche Hilfe. An wen kann ich mich wenden?

Für alle Fragen rund um die Pflege berät der Pflegestützpunkt Nordfriesland kostenlos. Vereinbaren Sie unter 04841 67-710 einen Termin. Weitere Informationen auch unter https://t1p.de/psp.

Bleiben Besuche in Seniorenheimen oder EGH-Einrichtungen erlaubt?

Nach derzeitigen Stand sind Besuche in Alten- und Pflegeheimen weiterhin möglich. Hierzu sollten sich die Besucher vorher bei der Einrichtung erkundigen.

Insbesondere bei alten und pflegebedürftigen Menschen wird bei einer Infektion mit dem Corona-Virus von einem größeren Risiko für schwere Krankheitsverläufe und Komplikationen ausgegangen. Deshalb ist es besonders wichtig, diese Personengruppe vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. Auch wenn allen bewusst ist, wie wichtig Besuche von Angehörigen für ältere Menschen in Einrichtungen sind, müssen erforderliche Maßnahmen ergriffen werden, damit möglichst keine Corona-Viren in die Einrichtungen hineingetragen werden.

Die Pflegeeinrichtung hat daher ein Besuchskonzept zu erstellen.

Das Besuchskonzept muss dabei ein angemessenes Verhältnis zwischen dem Gesundheitsschutz der Bewohner(innen), des Personals und der Besucher(innen) einerseits und dem nachvollziehbaren Wunsch nach zwischenmenschlichem Kontakt vor allem mit Angehörigen und nahestehenden Personen andererseits bilden. Erforderlich sind die Dokumentation der Besuche (Erhebungsdatum und -uhrzeit, Vor- und Nachname, Anschrift, sowie, soweit vorhanden, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse), um eine Kontaktnachverfolgung zu ermöglichen, und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung durch Besucher(innen). Das Konzept soll daher insbesondere Regelungen zu folgenden Punkten beinhalten:

  • Zulässige Besucherzahl und zulässiger Besuchszeitraum pro Bewohner(in) und pro Tag sowie deren Dokumentation,
  • verpflichtende persönliche Schutz- sowie Hygienemaßnahmen für Besucher(innen) (vor allem Mund-Nasen-Bedeckung, Husten- und Niesetikette),
  • Anforderungen an geeignete gesonderte Besuchsräume sowie an Besuche in Bewohnerzimmern,
  • Betretungsverbot für Besucher/innen mit akuten Atemwegserkrankungen,
  • soweit vorhanden, Möglichkeit der Nutzung eines zum Einrichtungsgelände gehörenden Außengeländes unter Einhaltung der gebotenen Hygienestandards, 
  • Regelungen für Ausnahmesituationen, z. B. bei kurzfristigen und längeren Besuchen zur Sterbebegleitung.

Das Land hat eine Handreichung für die Mindestvorgaben für ein Besuchskonzept erstellt. Diese ist hier zu finden: https://t1p.de/ed8d 

Können Väter werdende Mütter in den Kreißsaal begleiten? Welche Regelungen gibt es für Geburtsstationen?

Bei der Geburt darf eine Begleitperson die werdende Mutter begleiten.

Bitte sprechen Sie mit der Klinik die weiteren Regelungen ab. Kliniken können Begleitpersonen jedoch den Zutritt verweigern, wenn diese beispielsweise Symptome einer Covid-19-Infektion zeigen oder die erforderlichen hygienischen Vorsichtsmaßnahmen aus anderen Gründen nicht gewährleistet werden können.

In der Geburtshilfe können sogenannte Familienzimmer betrieben werden, wenn sichergestellt ist, dass die Begleitperson keinen Kontakt zu anderen Patientinnen und Patienten hat und die Außenkontakte auf das absolut notwendige Minimum begrenzt werden. Begleitpersonen müssen über persönliche Schutz- sowie Hygienemaßnahmen aufgeklärt und angehalten werden, diese dringend einzuhalten. Dabei gilt: Begleitpersonen mit akuten Atemwegserkrankungen dürfen die Einrichtung auch bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen eines Ausnahmefalls nicht betreten.

Sind Tagespflegeeinrichtungen für Senioren geöffnet?

Einrichtungen, in denen Personen mit Pflegebedarf teilstationär untergebracht und verpflegt werden können (Tages- oder Nachtpflege) dürfen entsprechende Leistungen wieder erbringen.

Tagespflegeeinrichtungen haben ein Hygienekonzept zu erstellen und die Kontaktdaten (Erhebungsdatum und -uhrzeit, Vor- und Nachname, Anschrift, sowie, soweit vorhanden, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse) von allen Personen, die das Gelände der Einrichtung betreten. Dies gilt insbesondere für Tagespflegegäste sowie bringende und abholende Personen. Damit soll es erforderlichenfalls den Gesundheitsämtern ermöglicht werden, Infektionswege nachzuvollziehen.

Eine Handreichung für Einrichtungen der Tagespflege findet sich hier: https://t1p.de/jqnc.

Darf der ambulante Pflegedienst mein Haus betreten?

Der ambulante Pflegedienst darf zu Ihnen ins Haus kommen. Aber auch in der häuslichen Pflege durch Angehörige ist es wichtig, die Anzahl der Kontakte streng zu begrenzen. Die Räume sind regelmäßig gut zu lüften, auf eine sorgfältige Händehygiene sowie die Einhaltung der Abstandsregeln und der "Husten- und Nies-Etikette" ist zu achten.

Hinweise zur Husten- und Nies-Etikette:

  • Die sogenannte Husten- und Nies-Etikette sollte jederzeit von allen, insbesondere von kranken und krankheitsverdächtigen Personen, praktiziert werden. Sie umfasst das Abdecken von Mund und Nase während des Hustens oder Niesens, z.B. mit der Ellenbeuge, einem Einmaltaschentuch oder ggf. mit einer Mund-Nasen-Schutz-Maske, gefolgt von Händewaschen (!).
  • Materialien, die zum Abdecken von Mund oder Nase verwendet wurden, sind nach Gebrauch zu entsorgen oder zu desinfizieren.
  • Handschuhe, Taschentücher, Masken und andere Abfälle, die von kranken Personen oder bei der Pflege und Versorgung von kranken Personen anfallen, sollten vor der Entsorgung mit anderem Hausmüll in einen mit einem Müllbeutel versehenen Behälter im Krankenzimmer geworfen werden. Danach kann dieser Müllbeutel verschlossen in den normalen Müll entsorgt werden (sogenannte Doppelsackmethode).

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