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Foto: Bernd Höfer, Breklum

Kreishaus in der Marktstraße in Husum

Kooperationsräume in Nordfriesland

Im Rahmen des Modellvorhabens Land(auf)Schwung des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung wurde im Zeitraum Juni 2019 bis Februar 2021 die Bildung von Kooperationsräumen im Kreis Nordfriesland verfolgt.

Aus einem regionalen Wettbewerb heraus, sollten über den bereits als Pilotvorhaben etablierten „Kooperationsraum Mittleres Eiderstedt“ hinaus fünf weitere Kooperationsräume im Kreis Nordfriesland geschaffen werden, die beispielgebend für die Umsetzung des Kooperationsraumkonzeptes im gesamten Kreisgebiet stehen. Perspektivisches Ziel ist es, das Kooperationsraumkonzept in ganz Nordfriesland zu etablieren.

Der Kreis Nordfriesland als ländliche Region befasst sich bereits länger mit den Auswirkungen des demografischen Wandels und mit Lösungen, wie den Folgen dieses Wandels begegnet werden kann. Mit der Schwerpunktsetzung auf die Themen Daseinsvorsorge, Siedlungsentwicklung und Mobilität hat der Kreis Handlungsfelder festgelegt, um den zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Auf dieser Grundlage wurde u.a. im Jahr 2013 das Kooperationsraum- und Mobilitätskonzept entwickelt und ab 2014/15 pilothaft mit dem Kooperationsraum Mittleres Eiderstedt implementiert.

Im Themenfeld „Daseinsvorsorge" soll mit dem Schwerpunkt „Vernetzung und Optimierung von Daseinsvorsorgeangeboten in der Fläche" erreicht werden, dass alle Bevölkerungsgruppen durch Stärkung der Versorgungszentren ein bedarfsgerechtes und gut erreichbares Angebot vorfinden, welches langfristig gesichert werden kann.

Um die Angebote der Daseinsvorsorge langfristig zu sichern bzw. zu entwickeln, ist die Zusammenarbeit von Bewohnern und Politik, Privatakteuren und Wirtschaft zu initiieren und unterstützen. Hierbei wird besonders die Kooperation mehrerer Kommunen benötigt, um ein breiteres, flächendeckendes Angebot der Daseinsvorsorge für die Lebensqualität, soziale Teilhabe sowie der Wettbewerbsfähigkeit (lokale Wirtschaft, Wohnstandorte) zu etablieren.

Die fünf Kooperationsräume wurden durch eine Fachjury ausgewählt und im Rahmen des Gesamtvorhabens extern bei Ihrer weiteren „Findungsphase“ und Strukturaufbau begleitet. Die Projektphase beinhaltete eine erste Sensibilisierungsphase und in einem zweiten Schritt eine Arbeitsphase, in der erste konkrete Projekte angestoßen werden sollten. Im Anschluss sollte zum Ende der Projektzeit eine Struktur gefunden worden sein, die es den Kooperationsräumen ermöglicht in eine Verstetigung der Kooperation zu kommen.

Folgende Kooperationsräume wurden für die Projektzeit ausgewählt:

  • Kooperationsraum Südtondern
  • Kooperationsraum LLOB
  • Kooperationsraum BBSV
  • Kooperationsraum Veer Dörper
  • Kooperationsraum Westliches Eiderstedt

Aus den Erfahrungen und Ergebnissen dieser Projektzeit ist ein Leitfaden abgeleitet worden, der zur Übertragung und Etablierung anderer Kooperationsräume zur Verfügung steht. Er steht für Sie im Downloadbereich unter Dokumente zur Verfügung.

Kooperationsraum LLOB

Der Kooperationsraum LLOB besteht aus dem Versorgungszentrum Langenhorn und den Gemeinden Bargum, Lütjenholm und Ockholm.

Während der Projektzeit ist ein Fuß- und Radwegeverkehrskonzept entstanden.

Dieses zeigt einzelne Problemstellen der Fuß- und Radwegeinfrastruktur auf. Es verbindet darüber hinaus die Orte mit einem Fahrradwegenetz, was den Kooperationsraum auch in der Verkehrswegeinfrastruktur vernetzt.  Für die Umsetzung und somit die geplante Verstetigung lassen sich auf Grundlage des Konzeptes für die Infrastruktur weitere Fördermittel beantragen.

Kooperationsraum BBSV - Verein Bredstedt und Umland e. V.

Der Kooperationsraum BBSV wird aus den Gemeinden Breklum, Struckum, Vollstedt und Bredstedt gebildet. Diese haben bereits vor dem Projektstart in mehreren Themenfeldern zusammengearbeitet.

Die Themen des Kooperationsraumes sind vielfältig ausgerichtet und stehen in Zusammenhang mit einem Ortsentwicklungskonzept. Auch der Gedanke „soziale Teilhabe“ wird im Kooperationsraum BBSV gelebt und verfolgt. So entstand während der Phase 2 ein Theaterprojekt für Jugendliche und die Planung für eine BMX-Bahn. Der Verein Bredstedt und Umland e.V.  informiert Sie über bestehende Projekte Termine. Ideen einbringen und Mitwirken darf jeder, der Lust auf soziale Teilhabe hat und etwas beitragen möchte.

Während dem Wettbewerb Mobilwandel 2035 erarbeitet der Kooperationsraum nun an der Erstellung von Zukunftsvisionen zum Thema Mobilität.

Das Projekt Mobilwandel 2035 zeigt, dass die Fortführung der Kooperationsarbeit in ein weiteres Projekt geglückt ist und noch zu einer guten, dynamischen und motivierten Zusammenarbeit wächst. Informationen zu den Terminen und Veranstaltungen finden Sie auf der Internetseite des Projekts Smater Marktplatz. Mobilwandel 2035.

Kooperationsraum Veer Dörper

Der Kooperationsraum Veer Dörper setzt sich aus drei Gemeinden rund um das Versorgungszentrum Ostenfeld zusammen.

Hier stand das Thema „Bauen und Wohnen“ während der Projektphase im Mittelpunkt.  während der Projektphase mit Mittelpunkt stehen sollte. Geplant waren AG Sitzungen mit Gruppenarbeit zum Thema „Neue Wohnformen der Zukunft“.

Ziel der Arbeitsgruppen war es, Ideen zu entwickeln und zu überlegen, welche Wohnformen in den „Veer Dörper“ zukünftig gewünscht bzw. gebraucht werden. Die Ergebnisse der Veranstaltungen und Diskussionen zeigten jedoch, dass ein Wohnprojekt wohl eher für städtische Strukturen geeignet schien, doch lassen sich Ansätze gemeinschaftlichen Wohnens auch mit den vorhandenen Strukturen in den einzelnen Dörfern umsetzen.

Aufgrund der Coronapandemie wurde für die Verstetigung zunächst geplant die DorfFunk SH App zu nutzen und so allen Bewohner/innen Zugang zu Informationen zu ermöglichen und sich gegenseitig zu vernetzen.

Kooperationsraum Westliches Eiderstedt

Die Gemeinden St. Peter-Ording sowie Tating und Tümlauer Koog bilden einen zusammenhängenden Raum mit eindeutigem Versorgungszentrum. Es ist ein deutliches Ausstattungsgefälle zwischen dem Versorgungszentrum und den umliegenden Gemeinden festzustellen, so dass eine strukturierte Kooperation helfen könnte, eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu organisieren. Auf kommunaler Ebene wird bereits intensiv insbesondere in den Bereichen Bildung, Tourismus und Feuerwehr zusammengearbeitet, aber auch viele Vereine kooperieren bereits. Erkenntnisse aus den Themen „ÖPNV/RufBus/Mitfahrbank“ und “Radwegeinfrastruktur“ sind voraussichtlich nicht nur für den Raum selbst, sondern auch für weitere Gebiete mit hohem Touristenanteil von Interesse. Beim Thema „Wohnraumversorgung“ sind insbesondere vor dem Hintergrund des Stadt-Land-Ausgleichs ebenfalls übertragbare Ergebnisse wie auch konkrete Fortschritte für den Raum selbst zu erwarten, da hier schon sehr konstruktive Vorarbeiten vorliegen. Die Einschätzung der positiven Faktoren und Knackpunkte lässt eine zielorientierte Vorgehensweise erwarten. Es wird explizit eine Kooperation auch mit dem bereits bestehenden Kooperationsraum Mittleres Eiderstedt gewünscht. Dies könnte evtl. beispielhaft sein für das Austarieren von themenbezogenen Raumzuschnitten.