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Foto: Bernd Höfer, Breklum

Kreishaus in der Marktstraße in Husum

FAQ Corona: Antworten auf häufig gestellte Fragen

Um Ihnen die Orientierung in der unüberschaubaren Fülle an Informationen zu erleichtern, haben wir für Sie hier eine Reihe an Antworten auf häufig gestellte Fragen aufgeführt. Sie werden regelmäßig aktualisiert und ergänzt.

Alle relevanten amtlichen Bekanntmachungen des Kreises Nordfriesland bzgl. des Coronavirus finden Sie auf dieser Seite unter "Links".

Übrigens: Eine Vielzahl an Fragen wurde bereits auf unserer Facebook-Seite beantwortet. Schauen Sie doch gerne mal vorbei.

(Stand: 11.09.2020, 12:00 Uhr)

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ARBEITGEBER & ARBEITNEHMER

Was müssen Saisonarbeitskräfte beachten?

Für Saisonkräfte gibt es keine gesonderten Regelungen mehr. Hier gilt die Quarantäneverpflichtung bei Einreise aus einem Risikogebiet. 

Wer kommt für den Verdienstausfall auf, wenn meine Mitarbeiter/innen in Quarantäne müssen oder Tätigkeitsverbot haben?

Eine neue Website vereinfacht nun die Antragstellung.

Selbstständige oder Arbeitgeber, deren Beschäftigte infolge von Tätigkeitsverboten oder Quarantäneanordnungen oder Schul- und Kitaschließungen von Verdienstausfällen betroffen sind, können ab sofort über die Website www.ifsg-online.de einen Antrag auf Erstattung des Verdienstausfalls stellen. In Kooperation von Bund und Ländern ist dieses digitalisierte Onlineverfahren entstanden, bei dem Selbstständige und Arbeitgeber auf der Website alle erforderlichen Angaben machen und Nachweise hochladen können. Dies soll eine schnelle, nutzerfreundliche und papierlose Beantragung von Entschädigungen nach § 56 Infektionsschutzgesetz gewährleisten. Die Website bietet zudem einen schnellen Zugang zu allen Informationen, die für einen Anspruch auf Erstattung wichtig sind.

Das Land Schleswig-Holstein nimmt als eines von elf Bundesländern an diesem Verfahren teil. Die Daten werden dabei elektronisch an das Landesamt für soziale Dienste des Landes Schleswig-Holstein (LAsD) in Neumünster übermittelt, das die gestellten Anträge bearbeitet. Dem LAsD und anderen Behörden wird zusätzlich eine Software zur Verfügung gestellt, die eine effizientere Bearbeitung der Anträge ermöglichen wird.

Das Projekt ist Teil der Verwaltungsdigitalisierung, welche im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes in Kooperation zwischen Ländern und Bund vorangetrieben wird.

Dürfen Grenzpendler nach/von Dänemark täglich pendeln, ohne sich anschließend in eine häusliche Absonderung zu begeben?

Personen, die sich weniger als 48 Stunden im Ausland aufgehalten haben, sind nicht zur häuslichen Absonderung verpflichtet.

Zurzeit hat Dänemark die Grenzen zu Schleswig-Holstein geöffnet. Außerdem gehört Dänemark derzeit nicht zu den ausgewiesenen Risikogebieten vom Robert-Koch-Institut. Daher besteht hier keine Quarantäneverpflichtung.

Weitere Fragen zur Einreise nach Dänemark richten Sie bitte an die Hotline der Bundespolizei: telefonisch unter 0461 3132 300 von 08:00 bis 18:00 Uhr.

Müssen Bundeswehrsoldaten, die aus einem Einsatz aus dem Ausland wiederkehren, in Quarantäne?

Für Streitkräfte der Bundeswehr gibt es keine gesonderten Regelungen mehr. Hier gilt die Quarantäneverpflichtung bei Einreise aus einem Risikogebiet.

Ich arbeite in einer Kindertagesstätte / Schule / Pflegeeinrichtung und habe Erkältungsanzeichen. Was muss ich jetzt tun? Was muss mein Arbeitgeber tun?

Grundsätzlich gilt: Wer krank ist, bleibt zu Hause, bis er wieder gesund ist. Das gilt unabhängig von der Ursache Ihrer Symptome. Melden Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber krank, besprechen Sie mit ihm das weitere Vorgehen. 

Insbesondere bei Erkältungen sowie leichten grippalen Infekten gilt, Ihren Hausarzt nicht direkt persönlich aufzusuchen, sondern zunächst telefonisch zu kontaktieren und ihm Ihre Symptome zu schildern. Der Hausarzt entscheidet dann über das weitere Vorgehen. Auch bei allen anderen Krankheitsbildern gilt derzeit die Empfehlung, zunächst telefonisch Kontakt zur Arztpraxis aufzunehmen, um Details zur weiteren Behandlung vorab zu besprechen und ggf. gezielt Termine zu vereinbaren.

Wichtig: Besteht der begründete Verdacht, sich möglicherweise mit dem Corona-Virus angesteckt zu haben, suchen Sie auf keinen Fall ungefragt eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus auf, sondern nehmen zunächst telefonisch Kontakt zum Hausarzt oder der Kassenärztlichen Vereinigung (Tel.: 116117) auf!

Meine Kinder können nicht in die Schule / Kita und ich muss deshalb Zuhause bleiben. Wer bezahlt mir meinen Verdienstausfall?

Die Schließung von Kitas und Schulen lässt die Pflicht zur Arbeitsleistung nicht entfallen. Ähnlich wie im Fall eines Kita-Streiks bleibt es die Aufgabe der Eltern/Erziehungsberechtigten, für Ersatz zu sorgen. Dies bedeutet, dass alternative Betreuungsmöglichkeiten auszuloten sind. Wenn Sie keine geeignete anderweitige Betreuungsmöglichkeit für ihr/e Kind/er finden, sollten Sie das Problem mit Ihrem Arbeitgeber diskutieren und gemeinsam nach Lösungen suchen (z.B. Home Office, Abbau von Überstunden, Zeitguthaben, Urlaub).

Grundsätzlich sind Arbeitgeber nicht zur Entgeltfortzahlung verpflichtet, wenn Arbeitnehmer wegen Kinderbetreuung der Arbeit fernbleiben, ohne dass eine eigene Erkrankung vorliegt.

§ 616 BGB (sofern nicht tarif- und arbeitsvertraglich ausgeschlossen) gibt zwar für einige Tage in diesen Fällen grundsätzlich einen vollen Entgeltfortzahlungsanspruch. Ob dieser Paragraph hier überhaupt greift, da die Verhinderung von Vornhinein nicht kurzfristig ist (z.B. wegen Ankündigung, dass Kindergarten für 2 Wochen schließt), ist bereits höchst fraglich. Er würde – wenn überhaupt – auch nur „kurzfristig“ für 1 bis max. 5 Tage greifen.

Zwar wurden erleichterte Voraussetzungen für das Kurzarbeitergeld beschlossen. Diese greifen jedoch nicht in den Fällen, in denen Eltern wegen Kinderbetreuung zu Hause bleiben.

Zum Kurzarbeitergeld:

Ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld aufgrund der Corona-Krise besteht lt. Bundesagentur für Arbeit, wenn die Kurzarbeit angeordnet wird und es dadurch zu Entgeltausfällen kommt. Der Anspruch auf Kurzarbeitergeld muss grundsätzlich auf einem unabwendbaren Ereignis oder wirtschaftlichen Gründen beruhen. Dies trifft etwa dann zu, wenn Lieferungen ausbleiben und die Produktion eingeschränkt werden muss. Ein unabwendbares Ereignis liegt auch dann vor, wenn etwa durch staatliche Schutzmaßnahmen Betriebe geschlossen werden. Ob die Voraussetzungen für die Gewährung des Kurzarbeitergeldes vorliegen, entscheidet die zuständige Agentur für Arbeit.

Wie geht der Kreis Nordfriesland mit der neuen Erlasslage zu fleischverarbeitenden Betrieben / Schlachthöfen um, insbesondere bzgl. Danish Crown?

Auch in Corona-Zeiten ist der Kreis Nordfriesland nicht für alles zuständig. Zuständig ist er jedenfalls nicht für Arbeitsverträge, Werkverträge, Unterbringung oder Bezahlung von Mitarbeitenden in Schlachtbetrieben.

Zuständig ist der Kreis aber dafür, dass Vorgaben der Landesregierung in Bezug auf die Bekämpfung des Coronavirus umgesetzt werden. Die Landesregierung hat ihren Erlass in diesem Zusammenhang erneut fortgeschrieben und veröffentlicht.

Dieser ist im Kreis Nordfriesland selbstverständlich auch umgesetzt worden.

Was passiert, wenn einer meiner Mitarbeiter positiv getestet wurde?

Sofern eine Person positiv auf das Coronavirus SARS-COV-2 getestet wird, werden durch das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen dieser positiv getesteten Person ermittelt. Sämtlichen Kontaktpersonen wird dann die häusliche Quarantäne angeordnet. Diese Kontaktpersonen werden auf das Coronavirus SARS-COV-2 getestet. Auch bei einem negativen Testergebnis bleiben die Kontaktpersonen dann jedoch in der häuslichen Quarantäne. Lediglich für bestimmte Berufsgruppen (z.B. medizinisches Personal) gibt es unter Umständen die Möglichkeit, quarantäneersetzende Maßnahmen anzuordnen.

Es bleibt daher nur zu empfehlen, dass die Mitarbeiter ggfs. noch einmal auf das Abstandsgebot und die allgemeinen Hygieneregeln hingewiesen werden.

Steht mir eine Lohnfortzahlung nach Urlaubsrückkehr aus einem Corona-Risikogebiet zu?

Lohnfortzahlung hat der Urlaubsrückkehrer nicht in allen Fällen zu erwarten.

Ist ein Arbeitnehmer nach Urlaubsrückkehr aus einem Risikogebiet arbeitsunfähig erkrankt, hat er grundsätzlich Anspruch auf Lohnfortzahlung. Aber bei Urlaubsrückkehrern aus Risikogebieten gelten Besonderheiten.

Der Lohnfortzahlungsanspruch besteht nur, wenn eine Erkrankung des Arbeitnehmers die alleinige Ursache für die Arbeitsverhinderung und damit den Ausfall der Arbeitsleistung ist. Wer aber wissentlich in ein Risikogebiet fährt und bekanntlich dann auch anschließend in Quarantäne gehen muss, der sorgt dafür, dass der Ausfall der Arbeitsleistung gerade nicht nur in einer Erkrankung begründet ist. Vielmehr liegt die Ursache für den Ausfall auch darin, dass der Arbeitnehmer ausfgrund der bekannten Quarantänepflicht seinen Arbeitsplatz zur Erbringung seiner Arbeitsleistung nicht aufzusuchen darf.

Das beutet:

Wer bewusst und gezielt in ein bereits bestehendes Risikogebiet reist und nach Urlaubsrückkehr in Quarantäne muss, hat keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung.

Wer in ein Gebiet reist, das sich während des Urlaubs zu einem Risikogebiet entwickelt, besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Lohnfortzahlung, weil der Arbeitnehmer seine durch die Quarantäne bedingte Arbeitsunfähigkeit nicht sehenden Auges in Kauf genommen hat.


BEHERBERGUNG, FERIENVERMIETUNG & GASTRONOMIE

Was sind Beherbergungsbetriebe?

Zu den Beherberungsbetrieben zählen sämtliche Behebergungsbetriebe: Hotels, Pensionen, Ferienhäuser, Wohnmobilstellplätze, Campingplätze, Jugendfreizeiteinrichtungen, Jugendbildungseinrichtungen, Jugendherbergen, Schullandheime und vergleichbare Einrichtungen.

Für alle Beherbergungsbetriebe gilt:

  • Einhaltung des Abstandsgebotes
  • Einhaltung der Hust- und Niesetikette
  • Möglichkeit zum Waschen und Desinfizieren der Hände
  • an allen Eingängen deutlich sichtbare Aushänge

Welche Regeln müssen Beherbergungsbetriebe einhalten?

Die Regeln für Beherbergungsbetriebe finden sich in § 17 der Coronavirus-BekämpfungsVO. Dieser lautet:

§ 17 Beherbergungsbetriebe

Für Hotels und andere Beherbergungsbetriebe gelten folgende zusätzliche Anforderungen: Der Betreiber erstellt nach Maßgabe von § 4 Absatz 1 ein Hygienekonzept; die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher werden nach Maßgabe von § 4 Absatz 2 erhoben.

Inzwischen haben fast alle Beherbungsbetriebe geeignete Hygienekonzepte entwickelt. Die Regeln sind seit dem Ende des Lockdowns unverändert geblieben. Da es aber immer noch zu bestimmten Punkten Nachfragen gibt, werden diese hier noch einmal zusammengefasst: 

  1. Nur Personen, denen der Kontakt nach § 2 der Corona- BekämpfungsVO des Landes SH in der jeweils geltenden Fassung erlaubt ist, dürfen gemeinsam ein Zimmer beziehen. (max. 10 Personen oder zwei Haushalte - dann auch mehr)
  2. Aufgrund der gelockerten Kontaktverbote dürfen auch Gruppen bis zu 10 Personen eine Unterkunft gemeinsam beziehen (z.B. ein Ferienhaus), ohne dass es sich um Mitglieder einer Familie oder zweier Hausstände handeln muss.
  3. In allen öffentlichen Bereichen (Rezeption, Tagungsräume, Frühstücksraum, Restaurant, Bar, Außen- und Freizeitbereiche, Sanitärbereiche) sind die Abstands- und Hygieneregeln zwischen Mitarbeitern und Gästen und den Gästen untereinander einzuhalten. Gruppen bis zu 10 Personen bzw. zwei Haushalte dürfen an einem Tisch platziert werden, das Kontaktverbot und das Abstandsgebot gelten hier nicht. Für Restaurants und Bars gelten natürlich ergänzend die Regeln für die Gastronomie. 
  4. Größere Reisegesellschaften mit mehr als 10 Personen (z.B. bei Busreisen) dürfen wie bei einer Veranstaltung zusammen platziert werden, das Kontaktverbot gilt nicht, das Abstandsgebot ist aber einzuhalten.
  5. Für die gastronomischen Bereiche (Frühstücksservice, Restaurant, Bar) gelten die Vorgaben wie für die gastronomischen Betriebe.
  6. Buffets sind erlaubt.
  7. Für die Benutzung von Gästetoiletten ist eine geeignete Zugangsregelung zu schaffen, die sich an der Größe des Toilettenraums orientiert. Abstandsregelungen sind einzuhalten, ggfs. einzelne Toiletten/Pissoirs zu sperren. Ferner sind Gästetoiletten in regelmäßigen Abständen zu reinigen. Flüssigseife, Einmalhandtücher und Desinfektionsspender werden bereitgestellt.
  8. Die gleichzeitige Nutzung von Personenaufzügen durch mehrere Personen entsprechend der Größe des Aufzugs ist so zu beschränken, dass die Abstände eingehalten werden. Die Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen wird empfohlen.
  9. Für die Nutzung sanitärer Gemeinschaftseinrichtungen und Sammelumkleiden ist ein Hygienekonzept nach § 4 Abs. 1 zu erstellen. Die Nutzung von Saunen, Whirlpools und vergleichbaren Wellness-Einrichtungen (dazu gehören sehr kleine Schwimmbecken im Innenbereich) ist zulässig, jedoch nur einzeln oder mit den Mitgliedern eines Hausstandes. Hat der Beherbergungsbetrieb ein größeres Freizeit- oder gar Sportschwimmbecken, so darf dieses nach den Regeln von § 11 Abs. 3 betrieben und auch von mehr als einem Hausstand gleichzeitig genutzt werden.
  10. Hoteleigene Fitness-Einrichtungen dürfen nach den gleichen Maßgaben wie Sporteinrichtungen betrieben werden.
  11. Massagebehandlungen und Beauty-Anwendungen erlaubt. Sofern die Tätigkeiten am Gesicht der Kunden und Kundinnen ausgeführt werden, müssen besondere Schutzmaßnahmen die Übertragung des Coronavirus ausschließen.

Ein Leitfaden des Landes für Beherbergung ist hier zu finden:
https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/Erlasse/Handreichung
_Hygienekonzept.html
 

Voraussetzung für die Öffnung von gastronomischen und Beherbergungsbetrieben ist auch ab dem 08. Juni 2020 ist, dass sie ein Hygienekonzept erstellen, mit dem sie die notwendigen Vorkehrungen zur Einhaltung von Hygiene- und Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus treffen. Die Konzepte sind in den Betrieben umzusetzen und auf Verlangen der zuständigen Behörden vorzuzeigen, ggf. in vereinfachter Form auszuhängen.

WICHTIG: Das Konzept muss nicht durch den Kreis vorher genehmigt werden. Es muss nur die Einhaltung durch den Betreiber gewährleistet werden. Das Konzept ist nur auf Verlangen beim Kreis vorzulegen.

Im Hygienekonzept sind insbesondere Maßnahmen für folgende Aspekte vorzusehen:

  1. die Begrenzung der Besucherzahl auf Grundlage der räumlichen Kapazitäten,
  2. die Wahrung des Abstandsgebots aus § 2 Absatz 1,
  3. die Regelung von Besucherströmen; 
  4. die regelmäßige Reinigung von Oberflächen, die häufig von Besucherinnen und Besuchern berührt werden;
  5. die regelmäßige Reinigung der Sanitäranlagen; 
  6. die regelmäßige Lüftung von Innenräumen.

Die Kontaktdaten müssen erhoben werden. Buffets sind wieder erlaubt. Es gibt keine "Sperrstunde". Der Ausschank alkoholischer Getränke ist erlaubt mit Ausnahme an erkennbar betrunkene Personen.

Zur Einhaltung der Vorschriften können Sie sich an diesem Merkblatt orientieren: https://t1p.de/beherbergung 

Darf ein kleines Schwimmbecken in einem Hotel oder Appartementhaus öffnen (im Innenbereich)?

Ja, auch solche Schwimmbecken dürfen genutzt werden.

Es sind vergleichbare Einrichtungen im Sinne von § 3 Abs. 4 S. 3 der Landesverordnung. Es gelten aber die gleichen Bedingungen wie für z.B. Saunen. Die Nutzung darf nur einzeln oder durch die Mitglieder eines Hausstandes erfolgen, es musss ein Hygienekonzept nach § 4 Abs. 1 erstellt werden.

Handelt es sich um ein etwas größeres Freizeitbecken, darf dieses auch von mehr als nur den Mitgliedern eines Hausstandes zur Zeit genutzt werden. Abstandsregeln sind aber strikt einzuhalten, insofern limitiert die Größe des Beckens die Personenzahl, die sich gleichzeitig im Becken aufhalten darf. Es gilt § 11 Abs. 3 der Landesverordnung.

Welche Freizeitangebote müssen geschlossen bleiben?

Derzeit müssen folgende Betriebe geschlossen bleiben:

  • Diskotheken
  • Tanzlokale
  • Tanzveranstaltungen wie Zeltfeste
  • oder vergleichbare Veranstaltungen

Als Schank- oder Speisewirtschaft gemäß § 1 Gaststättengesetz dürfen sie jedoch öffnen. Nicht erfasst sind von dieser Regelung Einrichtungen, in denen Sport- oder Anleitungscharakter im Vordergrund steht und mit einem festen Partner getanzt wird, insbesondere Tanzschulen. Für diese gilt § 11 für den Tanzbetrieb und § 7 für den Gastbetrieb.

Welche Regeln müssen Restaurants, Imbisse und andere gastronomische Betriebe einhalten?

Seit dem 18. Mai dürfen in Schleswig-Holstein gastronomische Betriebe unter Auflagen wieder Gäste empfangen. Die Auflagen haben wir in einem Merkblatt für Sie zusammengefasst: https://t1p.de/gastronomie.

Seit dem 29. Juni dürfen Gastronomiebetriebe (Restaurants, Bars, Kneipen)  wieder rund um die Uhr geöffnet haben - die Beschränkungen der Öffnungszeiten von 05:00 bis 23:00 Uhr entfallen dann. Auch ein Buffetangebot ist wieder möglich. Die nötigen Hygiene- und Abstandsregeln natürlich immer vorausgesetzt.

Darf ich Catering bei Veranstaltungen anbieten?

Catering ist eine Dienstleistung. Dienstleistungen können und dürfen kontaktfrei unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes und unter Beachtung der üblichen Hygienevorschriften erbracht werden.

Caterer dürfen auch wieder Buffets anbieten.

Kann man statt eines Mund-Nasen-Schutzes auch ein Visier im Service verwenden?

Das Visier statt Mund-Nasen-Schutz ist im Service nicht untersagt, es kann aber auch nicht empfohlen werden.

Die Mund-Nasen-Bedeckung schützt nicht den Träger, sondern das Gegenüber. Das ist gerade im Service relevant. Der Gast sitzt, die Servicekraft steht, ihr Gesicht ist in der Regel über der des Gastes. Der sitzende Gast ist dadurch deutlich stärker durch Speichtröpfchen von oben gefährdert. Visiere haben grundsätzlich mehrere Nachteile:

  • Sie schließen den Mund-Nase-Bereich nicht ab.
  • Infektiöse Tröpfchen können vorbeiströmen.
  • Weniger Fremdschutz als mit Maske.

Auch das Robert-Koch-Institut sieht das Visier nicht als hinreichenden Ersatz für einen Mund-Nasen-Schutz an. Das Visier wäre nach Auffassung des RKI lediglich ergänzend zu tragen, weil es den Eigenschutz der Servicekraft erhöht.

Die Landesregierung hält Visiere jedoch laut der Begründung zur Landesverordnung trotz der zuvor augeführten Bedenken für eine ausreichende Mund-Nasen-Bedeckung gem. § 2 Abs. 5 der Landesverordnung. Da diese Regelung in der Gastrononmie aber nicht unmittelbar gilt, kommt es auf die Vorgaben und Richtlinien der jeweiligen Interessenverbände sowie der Berufsgenossenschaften an, denn die Regeln des Arbeitsschutzes können ggf. sogar noch strenger sein als die Vorgaben der Coronavirus-BekämpfungsVO.

Wer übernimmt die Stornokosten, wenn ein Gast aus einem Risikogebiet kommt und deswegen seine Reise zur Unterkunft nicht antritt / antreten kann?

Laut dem deutschen Tourismusverband (DTV) ist diese Frage leider nicht eindeutig zu beantworten, da derartige Fälle gerichtlich noch nicht geklärt wurden. Auch kommt es vielfach auf eine individuelle Beurteilung an.

Soweit die Wohnung oder das Ferienhaus im Rahmen einer Pauschalreise gebucht wurde, ist die drohende Quarantäne aller Voraussicht nach ein außergewöhnlicher Umstand, der nach § 651 h Abs. 3 BGB zur kostenlosen Stornierung berechtigt.

Bei individuell gebuchten Unterkünften gilt grundsätzlich folgendes: Soweit die Verhinderung in der Person des Reisegastes liegt (z.B. bei Krankheit), ist dieser nach § 537 BGB verpflichtet, den Mietpreis abzüglich ersparter Aufwendungen zu entrichten bzw. die Stornokosten zu bezahlen. Hier handelt es sich aber um eine staatliche Maßnahme, der Verhinderungsgrund liegt nicht „in der Person“ des Gastes, sondern in einer staatlichen Anordnung. Hier spricht viel dafür, einen Fall der Störung der Geschäftsgrundlage (§ 313 BGB) anzunehmen, bei der die Vertragsparteien sich um eine einvernehmliche Lösung bemühen müssen.

Eine pauschale Beurteilung der Rechtslage kann dabei nicht vorgenommen werden. Sollte als „Alternative“ zur Quarantäne die Möglichkeit eines Tests in Betracht kommen, ist es aus Sicht des DTV dem Gast im Regelfall durchaus zumutbar, diesen Test durchzuführen. Sollte der Test positiv ausfallen und eine Quarantäne angeordnet werden, ist von einer Erkrankung und damit von einem persönlichen Hinderungsgrund auszugehen, mit der Rechtsfolge des §
537 BGB (der Gast trägt die Stornokosten).

Ich erwarte einen Gast aus einem inländischen Risikogebiet. Wie habe ich mich als Betreiber eines Beherbergungsbetriebes zu verhalten?

Für Hotels oder Ferienwohnungsbetreiber erwachsen aus der Quarantäne-Verordnung des Landes keine Verpflichtungen zur Aufnahme oder zur Abweisung von Gästen, das Hausrecht ist davon unberührt.

Eventuelle privatrechtliche Ansprüche bestehen weiterhin fort. Der Gast sollte im Sinne eines guten Miteinanders sein Hotel/seinen Ferienwohnungsbesitzer informieren, wenn er aus einem Risikogebiet einreist (auch vor Anreise). Umgekehrt sollte der Gastgeber/Vermieter/Hotelier frühzeitig seine Gäste (auch bereits vor Anreise) über die Regelungen des Landes informieren, wenn sie erfahren, dass ihre Gäste aus Risikogebieten einreisen. Um ein unbeschwertes Urlaubsvergnügen in Schleswig-Holstein zu gewährleisten, ist die gegenseitige Information für alle Beteiligten sinnvoll.

In Schleswig-Holstein besteht kein Beherbergungsverbot für Personen aus Risikogebieten. Für Hotels oder Ferienwohnungsbetreiber erwachsen aus der Quarantäne-Verordnung des Landes keine Verpflichtungen, sich Testergebnisse vorlegen zu lassen. Verpflichtungen aus der Quarantäne-Verordnung des Landes erwachsen für den Einreisenden, nicht für den Gastgeber.

Darf ich meinen Gästen wieder ein Frühstücksbuffet anbieten?

Seit dem 29.06.2020 dürfen Buffets wieder angeboten werden.


EINZELHANDEL | DIENSTLEISTUNGEN | HANDWERKER

Welche Regeln müssen Läden, Geschäfte und andere Verkaufsstellen einhalten?

Für die Verkaufsstellen des Einzelhandels ist es aus epidemiologischer Sicht  notwendig, die Anzahl der Kunden zu begrenzen, um zu hohe Personenkonzentrationen vermeiden. 

Für Einzelhandelsbetriebe für Lebens- und Futtermittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte, Lebensmittelausgabestellen (Tafeln) gelten die allgemeinen Abstandsregeln und Hygieneregeln. Dies sind insbesondere:

  • das Abstandsgebot nach § 3 Absatz 2 Satz 2 Nummer 1 in Verbindung mit § 2 Absatz 1, wonach die Kunden zueinander einen Abstand von 1,5 Metern einzuhalten haben
  • Besucherinnen und Besucher sowie Beschäftigte halten die allgemeinen Regeln zur Husten- und Niesetikette ein
  • in geschlossenen Räumen bestehen für Besucherinnen und Besucher Möglichkeiten zum Waschen oder Desinfizieren der Hände
  • Oberflächen, die häufig von Besucherinnen und Besuchern berührt werden, sowie Sanitäranlagen werden regelmäßig gereinigt
  • Innenräume werden regelmäßig gelüftet
  • bei der Bereitstellung von Toiletten ist zu gewährleisten, dass enge Begegnungen vermieden werden und leicht erreichbare Möglichkeiten zur Durchführung der Händehygiene vorhanden sind.

Für die übrigen Einzelhandelsbetriebe (also mit Ausnahme der o.g.) gelten darüber hinaus weitere Voraussetzungen. Dies sind:

  • die Kundenzahl wird auf eine Person je 10 Quadratmeter Verkaufsfläche beschränkt
  • ab einer Verkaufsfläche von über 200 Quadratmetern müssen Kontrollkräfte zudem die Einhaltung dieser Anforderungen kontrollieren (dabei können auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Geschäftes als Kontrollkräfte eingesetzt werden, sofern sie dabei jedoch parallel zur Kontrolltätigkeit keine Verkaufs- und Beratungstätigkeit im Geschäft vornehmen)
  • ab 600 Quadratmetern (200 + 400) sind zwei Kontrollkräfte nötig, ab 1.400 Quadratmetern (600 + 800) drei, ab 3.000 Quadratmetern (1.400 + 1.600) vier

In Verkaufs- und Warenausgabestellen des Einzelhandels, in abgeschlossenen Verkaufsständen und in überdachten Verkehrsflächen von Einkaufszentren haben Kundinnen und Kunden eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Der Inhaber des Hausrechts hat die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die Einhaltung dieser Pflicht zu gewährleisten.

In den Gaststätten in Einkaufszentren ist das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung nicht erforderlich, sofern die Gäste in der Gaststätte ihre Speise einnehmen.

Weil in Einkaufszentren und Outlet-Centern Geschäfte konzentriert vorhanden sind, bedarf es in Absatz 2 besonderer Regelungen für deren Betreiber, damit auch steuernd in die Flächen vor den einzelnen Geschäften eingegriffen wird. Hierzu müssen die Betreiber dem zuständigen Gesundheitsamt ein Hygienekonzept vorlegen und sich genehmigen lassen, bevor das Einkaufszentrum oder das Outlet-Center betrieben werden darf.

In diesem Merkblatt haben wir die Regeln zusammengefasst: https://t1p.de/publikumsverkehr

Welche Regeln müssen Dienstleister und Handwerker einhalten?

Für Dienstleister und Handwerker gelten zunächst die allgemeinen Abstandsregeln und Hygieneregeln. Dies sind insbesondere:

  • das Abstandsgebot nach § 3 Absatz 2 Satz 2 Nummer 1 in Verbindung mit § 2 Absatz 1, wonach die Kunden zueinander einen Abstand von 1,5 Metern einzuhalten haben
  • Besucherinnen und Besucher sowie Beschäftigte halten die allgemeinen Regeln zur Husten- und Niesetikette ein

Wenn Dienstleister oder Handwerker eine eigene Verkaufsstelle oder andere Orte mit Publikumsverkehr betreiben, müssen sie zusätzlich folgende Regeln einhalten:

  • max. 1 Person je 10 Quadratmeter Verkaufsfläche im Ladengeschäft
  • ausreichend großer Wartebereich, in dem die Abstandsregelung eingehalten werden kann
  • in geschlossenen Räumen bestehen für Besucherinnen und Besucher Möglichkeiten zum Waschen oder Desinfizieren der Hände
  • Oberflächen, die häufig von Besucherinnen und Besuchern häufig berührt werden, sowie Sanitäranlagen werden regelmäßig  in geeigneter Weise gereinigt
  • Innenräume werden regelmäßig gelüftet
  • bei der Bereitstellung von Toiletten ist zu gewährleisten, dass enge Begegnungen vermieden werden und leicht erreichbare Möglichkeiten zur Durchführung der Händehygiene vorhanden sind.

Tätigkeiten im oder am Gesicht des Kunden dürfen Dienstleister, Handwerker und Gesundheitshandwerker nur ausführen, sofern besondere Schutzmaßnahmen die Übertragung des Coronavirus ausschließen. Besondere Schutzmaßnahmen sind nicht erforderlich, soweit sonst aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung des Kunden die Tätigkeit nicht ausgeübt werden kann. Beispielsweise kann es notwendig sein, dass ein hörgeschädigter Kunde das Lippenbild des Hörakustikers sehen muss. Hier bedarf es jedoch annähernd ähnlich effektiver Schutzmaßnahmen.

Eine Mund-Nasen-Schutzmaske stellt beispielsweise eine solche geforderte Schutzmaßnahme dar, sofern sie durch eine Schutzbrille oder ein Gesichtsschild bzw. -visier ergänzt wird. Bei einem Gesicht-zu-Gesicht-Kontakt besteht ein hohes Übertragungsrisiko. Je länger der Gesicht-zu-Gesicht-Kontakt dabei andauert, desto stärker steigt die Gefahr für eine Übertragung. In dieser Kombination werden die Voraussetzungen an die besonderen Schutzmaßnahmen erfüllt, die die Übertragung des Coronavirus im Sinne von § 9 Satz 1 ausschließen. Was eine solche Mund-Nasen-Schutzmaske konkret ist, lässt sich auf den Internetseiten des Robert-Koch-Instituts ausfindig machen. Ein Tragen der medizinischen sogenannten FFP2- oder FFP3-Masken mit Auslassventil ist dabei nicht gestattet. Sie schützt die Kunden nicht. Nähere Ausführungen zum alltäglichen Gebrauch solcher Masken über einen Zeitraum von 30 Minuten hinaus finden sich in den DGUV Regel 112-190, vom Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung. Auf die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) wird hingewiesen. Nicht zu verwechseln ist die Mund-Nasen-Schutzmaske mit der Mund-Nasen-Bedeckung im Sinne von § 2 Absatz 5. Sie reicht nicht aus, auch wenn Kunden und Beschäftige sie tragen würden, und stellt insofern keine besondere Schutzmaßnahme nach Satz 1 dar.

Für das Gesundheitshandwerk, namentlich Augenoptiker, Hörgeräteakustiker, Orthopädietechniker, Orthopädieschuhmacher und Zahntechniker, gelten nunmehr normativ dieselben Bedingungen wie bei den Dienstleistern und Handwerkern.

Insbesondere wird auch auf die arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften hingewiesen (§ 3 Absatz 1 Satz 2). Soweit nach diesen arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für die Kunden und/oder die Beschäftigten vorgegeben wird, sind diese einzuhalten.

Die Erbringung sexueller Dienstleistungen von Prostituierten und für die Prostitutionsgewerbebetriebe ist untersagt. Falls die Erbringung sexueller Dienstleistungen mit Körperkontakt erfolgt, besteht ein hohes Übertragungsrisiko mit dem Coronavirus. Außerdem ist die Nachverfolgung von Kunden in der Praxis schwerlich möglich.

Welche Dienstleistungen bleiben verboten?

Prostitutionsbetriebe bleiben weiterhin geschlossen. Auch die Erbringung sexueller Dienstleistungen mit Körperkontakt bleibt untersagt.

Dürfen Läden weiterhin sonntags öffnen? Was ist mit Tourismusorten (Bäderregelung)?

Die Sonderregelung aufgrund der Corona-Pandemie ist ausgelaufen. Es dürfen also nur noch die Betriebe sonntags öffnen, die es auch sonst dürfen (Blumenläden, Bäckereien, Tankstellen, Geschäfte aufgrund Bäderregelung). 

Dürfen Erste Hilfe Kurse stattfinden?

Erste Hilfe Kurse, andere Kurse und Seminare dürfen wieder stattfinden. Es handelt sich um außerschulische Bildungsangebote (§12 a Corona-BekämpfungsVO), ergänzend finden die Vorschriften über Veranstaltungen nach § 5 Anwendung. 

Bei außerschulischen Bildungsangeboten kann, wenn es der Bildungszweck erfordert, vom Abstandsgebot abgewichen werden, wenn:

  • alle Beteiligten Mund-Nasen-Bedeckung tragen
  • vergleichbar wirksame Schutzmaßnahmen ergriffen werden (z.B. physische Barrieren) oder
  • der Teilnehmerkreis über mindestens 6 Monate im Wesentlichen unverändert bleibt

Damit sind je nach Erforderlichkeit auch praktische Übungen und Körperkontakt möglich. Trotzdem sollten diese auf das absolut notwendige Maß reduziert werden.

Dürfen Angebote der Kinderbetreuung im Einzelhandel wieder wahrgenommen werden?

Angebote der Kinderbetreuung im Einzelhandel und damit vergleichbare Angebote sind wieder erlaubt. Es ist jedoch ein Hygienekonzept nach Maßgabe des § 4 Abs. 1 zu erstellen. Ebenso sind die Kontaktdaten nach Maßgabe des § 4 Sbs. 2 zu erheben.

Im Hygienekonzept sind insbesondere Maßnahmen für folgende Aspekte vorzusehen:

  1. die Begrenzung der Besucherzahl auf Grundlage der räumlichen Kapazitäten;
  2. die Wahrung des Abstandsgebots von 1,5m - Geschwisterkinder müssen den Abstand nicht einhalten.
  3. die Regelung von Besucherströmen;
  4. die regelmäßige Reinigung von häufig berührten Oberflächen;
  5. die regelmäßige Reinigung von Sanitäranlagen; 
  6. das regelmäßige Lüften von Innenräumen, möglichst mittels Zufuhr von Frischluft

Das Hygienekonzept ist nur auf Verlangen der Behörde vorzulegen.

Zu den zu erhebenden Kontaktdaten zählen: Erhebungsdatum und -uhrzeit, Vor- und Nachname, Anschrift, sowie soweit vorhanden Telefonnummer oder E-Mailadresse. Die Daten sind vier Wochen aufzubewahren. Es ist zu gewährleisten, dass unbefugte Dritte von den erhobenen Daten keine Kenntnis erlangen. Wird die Angabe von Kontaktdaten verweigert, ist das Kind von der Nutzung der Kinderbetreuung auszuschließen.

Zu den zu erhebenden Kontaktdaten zählen: Erhebungsdatum und -uhrzeit, Vor- und Nachname, Anschrift, sowie soweit vorhanden Telefonnummer oder E-Mailadresse. Die Daten sind vier Wochen aufzubewahren. Es ist zu gewährleisten, dass unbefugte Dritte von den erhobenen Daten keine Kenntnis erlangen. Wird die Angabe von Kontaktdaten verweigert, ist das Kind von der Nutzung der Kinderbetreuung auszuschließen.

Was ist beim Lüften zu beachten?

Häufig wird die Frage gestellt, was unter Corona-Bedingungen unter richtem Lüften zu verstehen ist. Ein Info-Blatt des Umweltbundesamtes zur Innenraumlufthygiene gibt Aufschluss. 


GESUNDHEIT

Woher weiß ich, ob ich aus einem ausländischen Risikogebiet zurückkomme?

In der Regel werden Sie, wenn Sie mit dem Flugzeug reisen, schon im Flugzeug darüber informiert. Sie erhalten ein Faltblatt mit weiteren Informationen und Anweisungen.

Wenn Sie sich unabhängig davon informieren möchten, ob Sie sich in einem ausländischen Risikogebiet befinden, können Sie das hier beim Robert-Koch-Institut tun.

Reisen Sie aus einem solchen Gebiet nach Schleswig-Holstein, müssen Sie sich beim Gesundheitsamt melden und sich unverzüglich nach Ankunft in häusliche Quarantäne begeben, bis Sie weitere Anweisungen erhalten haben.

An wen kann ich mich mit technischen Fragen zur Corona-Warn-App wenden?

Für technische Fragen rund um die Corona-Warn-App können Sie sich direkt an die Hotline der Entwickler wenden. Ziel der Hotline ist die Lösung aller technischen Problemstellungen rund um Installation dieser App auf den Smartphones sowie die umfangreiche Beantwortung von Fragen zur Bedienung der App.

Sie erreichen diese unter der kostenlosen Rufnummer +49 (0)800 754 000 1 montags bis samstags zwischen 07:00 und 22:00 Uhr (außer an bundesweiten Feiertagen). Die Hotline ist mehrsprachig und wird auf Deutsch, Englisch und Türkisch bedient.

An wen wende ich mich bei coronatypischen Anzeichen/Corona-Verdacht?

Menschen mit Krankheitsanzeichen wie Husten, Fieber, Atembeschwerden, Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen

  • sollten Ihre(n) Hausarzt/Hausärztin anrufen, um abklären zu lassen, ob eine Untersuchung oder ein Corona-Test angebracht sind. Außerhalb der Sprechzeiten die 116117 anrufen.
  • sollten nicht zur Arbeit oder Schule gehen.

Wo kann ich mich testen lassen, und wer bezahlt das?

Corona-Tests werden grundsätzlich von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten durchgeführt. Geht ein Patient zu einem Hausarzt und verlangt die Durchführung eines Testes, wird das in der Regel auch durchgeführt. Das gilt auch für Patienten, die keine Symtpome aufweisen, und bei denen auch ansonsten keine medizinische Indikation für die Durchführung eines Tests besteht.

Wird ein Test ohne medizinische Indikation durchgeführt, so handelt es sich um eine privatärztliche Leistung. Die Krankenkassen zahlen dies in der Regel nicht. Der Patient muss die Kosten für die ärztliche Leistung und die Leistung des Labors selbst bezahlen.

Für Reiserückkehrer gibt es Teststationen. Weitere Informationen dazu finden sich hier.

Medizinisch indizierte Corona-Testungen und Quarantäne: Wie funktioniert das im Kreis Nordfriesland?

Viele Nordfriesen möchten sich gern auf das Coronavirus testen lassen. "Die Labore kommen jedoch an ihre Kapazitätsgrenzen. Deshalb kann nicht jeder Interessierte getestet werden. Das ist aber auch gar nicht immer notwendig", erklärt die Leiterin des nordfriesischen Kreisgesundheitsamtes, Dr. Antje Petersen.

Wer wird getestet?

Deutschlandweit werden grundsätzlich nur Personen getestet, die grippeähnliche Symptome haben und in den letzten 14 Tagen im Ausland waren oder Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall hatten.

Risikopatienten mit Erkrankungen der Lunge, des Herz-Kreislauf- oder des Immunsystems und Atemwegsbeschwerden sollten mit ihrem Hausarzt telefonisch besprechen, ob ein Test sinnvoll ist.

Bei Pflegepersonal und Ärzten gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen – hier wird unter bestimmten Voraussetzungen engmaschiger getestet.

Wer führt den Test durch?

Abstriche zur Testung nehmen in Nordfriesland sowohl Hausärzte als auch Ärzte vor, die von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) damit beauftragt wurden. Oft werden die Patienten an speziell eingerichtete Corona-Ambulanzen der KV verwiesen.

"Ich bitte um Verständnis dafür, dass Patienten auf gar keinen Fall ohne klare Absprache in eine Praxis kommen dürfen. Alle Termine sind telefonisch zu vereinbaren", mahnt die Leiterin des Gesundheitsamtes.

In den Kreis-Kliniken in Husum, Niebüll und Wyk auf Föhr finden keine Tests statt.

Wer übermittelt das Testergebnis?

Die stark ausgelasteten Labore senden das Testergebnis oft erst nach zwei bis fünf Tagen an den beauftragenden Arzt. Positive Ergebnisse werden zusätzlich dem Gesundheitsamt mitgeteilt, von negativen hingegen erfährt es oft nichts. "Viele rufen trotzdem bei uns an. Aber wir können sie nur an den Arzt verweisen, der den Test in Auftrag gegeben hat", betont Dr. Petersen.

Was ist Quarantäne?

Quarantäne ist eine vorübergehende Isolierung von Personen, die eine ansteckende Krankheit haben oder bei denen ein solcher Verdacht besteht. Sie kann in einer Klinik oder als "häusliche Absonderung" auch zuhause vollzogen werden.

In Zeiten des Coronavirus können Gesundheitsämter eine häusliche Absonderung empfehlen oder anordnen. Die Anordnung erfolgt mündlich und wird anschließend schriftlich bestätigt.

Wer muss in Quarantäne?

Bei an Covid-19 Erkrankten sowie bei Personen, die einen intensiven Kontakt zu diesen hatten, wird eine 14-tägige Quarantäne angeordnet, sowie ein Corona-Test durchgeführt. Die 14-tägige Quarantäne gilt ebenfalls für Reiserückkehrer aus einem vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet. Hier ist eine freiwillige Testung auf eigene Kosten möglich, um die Quarantäne vorzeitig zu beenden.

Personen in häuslicher Absonderung dürfen NICHT ...

  • das Grundstück verlassen,
  • Besuch bekommen,
  • in gemeinsam genutzte Gärten gehen, zum Beispiel vor Mehrfamilienhäusern,
  • spazieren gehen, auch nicht mit Haustieren.

Personen in häuslicher Absonderung dürfen ...

  • in den eigenen Garten gehen, wenn dafür kein gemeinsames Treppenhaus genutzt wird,
  • weiter mit ihren Mitbewohner(inne)n zusammenleben, sollten aber nach Möglichkeit eine räumliche und zeitliche Trennung organisieren (eigenes Zimmer, getrennte Essenszeiten ...)
  • Weitere Verhaltenshinweise erteilt das zuständige Gesundheitsamt beim Telefonat.

Wem wird eine freiwillige Quarantäne empfohlen?

Personen, die getestet wurden, aber nicht im Ausland waren und keinen Kontakt zu einem Erkrankten hatten, wird dringend empfohlen, bis zum Erhalt des Testergebnisses aus freien Stücken in häuslicher Absonderung zu bleiben.

Menschen, die lediglich Kontakt zu einer symptomfreien Kontaktperson hatten ("Kontakt zum Kontakt"), gelten nicht als gefährdet. Bei ihnen werden weder Test noch Quarantäne angeordnet. "Man geht davon aus, dass sie nicht genügend Viren aufgenommen haben, um Dritte anzustecken", unterstreicht Dr. Antje Petersen.

Welcher Ablauf ergibt sich für Menschen mit Erkältungsanzeichen?

Menschen mit Erkältungsanzeichen wenden sich an Ihren Hausarzt (nicht mehr wie im einstigen Landesmerkblatt festgelegt an die 116117), um abzuklären, ob ein Corona-Test angebracht ist. Der Hausarzt hat seit einiger Zeit selbst die Möglichkeit, so einen Test zu beauftragen.

Nur außerhalb der hausärztlichen Sprechzeiten bleibt die 116117 der erste Ansprechpartner für solche Fälle. Im letzten Auswahlmenü der Warteschleife kann über die Taste 2 ein Gespräch mit einer medizinischen Fachkraft zur Abklärung von Symptomen und ggf. Test-Veranlassung erwirkt werden.

Nach Auskunft der 116117-Schichtleiterin erfolgt vom dortigen Personal in diesen Fällen kein Verweis (mehr) an unsere oder andere Hotlines, den Bürger(innen) wird direkt weitergeholfen.
Die Hinweise auf der Homepage der 116117 (Verweis u. a. auf das Gesundheitsamt) sind misslich, lassen sich aber nicht wirklich anpassen, da sie bundeseinheitlich und damit sehr allgemein gefasst worden sind. In vielen Bundesländern ist das Gesundheitsamt tatsächlich der erste Ansprechpartner bei Coronaverdacht.

Unsere Handlungsempfehlungen für Bürger(innen) auf Homepage und Facebook wurde abgeändert, sodass der Hausarzt nun zu „normalen“ Zeiten die 1. Ansprechperson ist, nicht mehr die 116117. Für spezielle Fragen (Infizierte, Kontaktpersonen, Entscheidungsträger wie Gewerbetreibende, Veranstalter etc.) bleibt weiterhin unsere eigene Corona-Hotline zuständig.

Wer bezahlt einen vom Arbeitgeber, einer medizinischen Einrichtung o.ä. verlangten Corona-Test?

Wenn für einen Reha- oder Klinikaufenthalt von der jeweiligen Einrichtung für die Aufnahme ein negativer Corona-Test vorausgesetzt wird, so muss dieser von dem Patienten selbst veranlasst und in der Regel auch selbst bezahlt werden. Weder die gesetzliche Krankenversicherung (GKV), noch das Gesundheitsamt sind in einem solchen Fall Kostenträger.

Schickt ein Arbeitgeber seinen Mitarbeiter zu einem Test, so hat der Arbeitgeber die Kosten zu tragen.

Die Kosten für einen Test belaufen sich in etwa auf 130 Euro.

Was bedeutet "Maskenpflicht"?

Mund-Nasen-Bedeckungen müssen getragen werden:

  • in Läden und Geschäften (Einzelhandel),
  • in abgeschlossenen Verkaufsständen (z. B. Wochenmarktstand mit Zeltwänden),
  • innerhalb von Einkaufzentren,
  • in Zügen, Bussen, Taxis, auf Fähren, Fahrgastschiffen (ÖPNV),
  • wenn es das Hygienekonzept für die jeweilige Einrichtung oder Veranstaltung vorsieht,
  • in Schulen, auf dem Schulgelände, im Schulbus, ggf. auch auf dem Schulweg und bei schulischen Veranstaltungen.

Keine Mund-Nasen-Bedeckungen tragen müssen folgende Personen:

  • Kinder bis zum Alter von 5 Jahren (ab dem 6. Geburtstag muss Maske getragen werden) - Diese Ausnahmeregelung gilt nicht in Schulen!
  • Personen, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können.

Eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht nur, soweit dies in der Verordnung besonders angeordnet ist. Als Mund-Nasen-Bedeckung kommt jeder Schutz in Betracht, der aufgrund seiner Beschaffenheit geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln durch Husten, Niesen oder Aussprache zu verringern, unabhängig von der Kennzeichnung oder einer zertifizierten Schutzkategorie. In Betracht kommen etwa aus Stoff genähte Masken, Schals, Tücher, Schlauchschals oder durchsichtige Schutzvorrichtungen aus Kunststoff. Dagegen reicht es nicht aus, Mund und Nase nur mit Hand oder Arm abzudecken. Wird auch nach wiederholter Aufforderung gegen die Maskenpflicht verstoßen, so kann dies mit einem Bußgeld in Höhe von 150 Euro geahndet werden.

Was muss ich tun, wenn ich Kontakt zu einem bestätigen Corona-Fall hatte?

Wenn Sie Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall hatten, gehen Sie bitte direkt nach Hause in Quarantäne und rufen Sie das Gesundheitsamt unter 0800 200 66 22 an. Tun Sie dies bitte unbedingt auch dann, wenn Sie keine Krankheitszeichen spüren.

Warum wird nicht veröffentlicht, wo genau in NF die bestätigten Fälle sind?

Wo genau die bestätigten Fälle im Kreisgebiet sind, geben wir nicht bekannt. Wir möchten damit die Betroffenen schützen. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, wir würden veröffentlichen, dass es in einem Dorf ein oder zwei Fälle gibt. Dann fängt womöglich das ganze Dorf an zu spekulieren, wer es denn sein könnte. 

Es ist für die eigene Verhaltensanpassung auch nicht wichtig, die genauen Wohnorte der Bestätigten zu kennen. Weil das Virus sowieso unsichtbar und teilweise unerkannt im Umlauf ist, sollte sich jede(r) an die Verhaltenshinweise halten – egal, ob es einen bestätigten Fall in direkter Nähe gibt. Eine Veröffentlichung der genauen Zahlen könnte sogar negativ wirken: Manche, die für den eigenen Wohnort die Fallzahl „0“ lesen, fühlen sich dann vielleicht zu sicher und hören auf, die Regeln und Empfehlungen einzuhalten. Das muss verhindert werden.

Wenn es aus Sicht unserer Expertinnen und Experten in bestimmten Situationen Sinn ergibt, die Orte näher zu beschreiben, werden wir von dieser Verschwiegenheit abweichen. Das könnte zum Beispiel sein, wenn plötzlich in einer Gemeinde wegen vieler Fälle das Infektionsrisiko für die Bevölkerung zusätzlich ansteigt. Dann würden wir darüber selbstverständlich berichten.

Übrigens: Es gäbe für Sie keinen Mehrwert, zu wissen, wer infiziert ist. In den Fällen, in denen das für Sie relevant wäre (Kontaktperson), würden Sie eh von uns Bescheid bekommen.

Für wen und warum wird eine Impfung gegen Pneumokokken empfohlen?

Personen mit Vorerkrankungen oder über 70 Jahren, sollten sich gegen Pneumokokken impfen lassen. Die Impfung verhindert im besten Fall eine Lungenentzündung, die im Zusammenspiel mit Corona ein zusätzliches Risiko für Sie wäre.

Wer gehört zur Risikogruppe und ab wann?

Folgende Personengruppen haben laut Robert-Koch-Institut nach bisherigen Erkenntnissen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf:

  • Das Risiko einer schweren Erkrankung steigt ab 50 bis 60 Jahren stetig mit dem Alter an. Insbesondere ältere Menschen können, bedingt durch das weniger gut reagierende Immunsystem, nach einer Infektion schwerer erkranken (Immunseneszenz). Da unspezifische Krankheitssymptome wie Fieber die Antwort des Immunsystems auf eine Infektion sind, können diese im Alter schwächer ausfallen oder fehlen, wodurch Erkrankte dann auch erst später zum Arzt gehen.
  • Auch verschiedene Grunderkrankungen wie z. B. Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber, der Niere, Krebserkrankungen oder Faktoren wie Adipositas und Rauchen scheinen das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu erhöhen.
  • Bei älteren Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen ist das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf höher als wenn nur ein Faktor (Alter oder Grunderkrankung) vorliegt; wenn mehrere Grunderkrankungen vorliegen (Multimorbidität) dürfte das Risiko höher sein als bei nur einer Grunderkrankung.
  • Für Patienten mit unterdrücktem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht, oder wegen Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken, wie z. B. Cortison) besteht ein höheres Risiko.

Die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten der vorgenannten Einflüsse machen die Komplexität einer Risiko-Einschätzung deutlich. Daher ist eine generelle Festlegung zur Einstufung in eine Risikogruppe nicht möglich. Vielmehr erfordert dies eine individuelle Risikofaktoren-Bewertung, im Sinne einer (arbeits-)medizinischen Begutachtung.

Übertragen Tiere, Gegenstände oder Lebensmittel das Coronavirus?

Tiere

Haustiere

Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass Hunde oder Katzen eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen (siehe auch Einschätzung des European Centre for Disease Control www.ecdc.europa.eu und der WHO www.who.int). Bei der Covid-19-Pandemie ist die Übertragung von Mensch zu Mensch ausschlaggebend für die Verbreitung. Der Kontakt gesunder Personen zu Haustieren muss nach den derzeitig verfügbaren Informationen aus Sicht des Friedrich-Loeffler-Instituts nicht eingeschränkt werden. Allerdings ist es als allgemeine Vorsichtsmaßnahme immer ratsam, grundlegende Prinzipien der Hygiene zu beachten, wenn man mit Tieren in Kontakt kommt (z. B. Hände gründlich mit Seife waschen).

Nutztiere

Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass sich Schweine, Hühner und andere bei uns übliche Nutztiere/lebensmittelliefernde Tiere mit SARS-CoV-2 infizieren können. Daher ist auch eine Untersuchung von Schlachttieren auf SARS-CoV-2 zum jetzigen Zeitpunkt nicht sinnvoll. Das Friedrich-Loeffler-Institut hat Studien zur Empfänglichkeit von Tieren gegenüber SARS-CoV-2 begonnen. Diese Tierversuche sind wichtig, um eine mögliche Gefährdung für Mensch und Tier abschätzen zu können und zu testen, ob sie sich zum Virusreservoir entwickeln könnten. Die ersten Zwischenergebnisse zeigen, dass sich weder Schweine noch Hühner mit SARS-CoV-2 infizieren lassen. (Quelle

Gegenstände oder Lebensmittel

Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel oder den Kontakt mit trockenen Oberflächen bekannt. Übertragungen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, sind allerdings durch Schmierinfektionen denkbar. Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich.

Außerdem ist es nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass importiere Waren wie importierte Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten. Obwohl eine Übertragung des Virus über kontaminierte Lebensmittel oder importierte Produkte unwahrscheinlich ist, sollten beim Umgang mit diesen die allgemeinen Regeln der Hygiene des Alltags wie regelmäßiges Händewaschen und die üblichen Hygieneregeln bei der Zubereitung von Lebensmitteln beachtet werden. Da die Viren hitzeempfindlich sind, kann das Infektionsrisiko durch das Erhitzen von Lebensmitteln zusätzlich weiter verringert werden. (Quelle)

Wie pflege und/oder behandle ich eine infizierte Person?

Das Robert-Koch-Institut gibt dazu hier Hinweise.

Dürfen Gesprächsgruppen stattfinden (z. B. Selbsthilfe usw.)?

Bei therapeutisch geleiteten Gesprächsgruppen (z. B. Angehörige von Suchtkranken) handelt es sich um eine Veranstaltung im Gesundheitsbereich. Folgende Regeln sollen beachtet werden:

  • kurzes Hygienekonzept mus vorhanden sein
  • Kontaktdaten aller Beteiligten müssen erhoben und gespeichert werden
  • die Teilnehmer müssen feste Sitzplätze haben
  • der Abstand von 1,50 m (mind.) muss eingehalten werden
  • Im Übrigen sind die Regelungen für Veranstaltungen nach § 5 der Landesverordnung zu beachten.

KIRCHEN | KULTUR | AUSSERSCHULISCHE BILDUNG

Welche Regeln gelten für Gottesdienste, Trauerfeiern sowie religiöse Feste und Treffen?

Sämtliche Veranstaltungen von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sind bei einem entsprechenden Hygienekonzept gestattet.

Es gelten allerdings folgende Anforderungen:

  • Einhaltung des Abstandsgebotes ist sicherzustellen und der Husten- und Niesetikette
  • Möglichkeiten zum Waschen oder Desinfizieren der Hände,
  • An allen Eingängen deutlich sichtbare Aushänge
  • Bei der Bereitstellung von Toiletten ist zu gewährleisten, dass enge Begegnungen vermieden werden und Möglichkeiten zur Durchführung der Händehygiene leicht erreichbar sind. Es ist ein Hygienekonzept zu erstellen
  • Die Kontaktdaten der Teilnehmenden sind zu erheben.
  • In geschlossenen Räumen finden keine Aktivitäten mit einer erhöhten Freisetzung von Tröpfchen statt. Auch wenn unter bestimmten Auflagen Chöre wieder proben und Berufsmusiker wieder auftreten dürfen, bleibt es dabei, dass Gemeindegesang weiterhin verboten ist. 
  • Personen mit Krankheitssymptomen sollten nicht an der Zusammenkunft teilnehmen dürfen. 
  • Körperkontakt zwischen den Besuchern und auch bei zeremoniellen Handlungen (zum Beispiel Küssen und Berühren von Gegenständen) ist zu unterlassen. Auch beim Bußsakrament sind die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Die Teilnehmenden am Gottesdienst bereiten sich zu Hause so weit wie möglich vor (unter anderem rituelle Waschungen) und bringen alles selbst mit, was für eine gemeinsame Religionsausübung notwendig ist (z.B. Gebetsschal, Gesangbuch, Koran, Gebetsteppich)

Von der Einhaltung des Abstandsgebots kann abgesehen werden, wenn alle Anwesenden eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und von den Teilnehmern jeweils genutzte Sitzplätze zusammen mit ihren jeweiligen Kontaktdaten erfasst werden. Beide Voraussetzungen müssen erfüllt sein, sonst gilt die Ausnahme nicht. 

In welcher Form dürfen wir heiraten?

Für Ihre religiöse Trauung (also zum Beispiel den Hochzeitsgottesdienst) gilt:

  • Die Abstandsregelung ist sicherzustellen. Von der Einhaltung des Abstandsgebots kann abgesehen werden, wenn alle Anwesenden eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und von den Teilnehmern jeweils genutzte SItzplätze zusammen mit mit ihren jeweiligen Kontaktdaten erfassst werden. Beide Voraussetzungen müssen erfüllt sein, sonst gilt die Ausnahme nicht.
  • Möglichkeit zum Waschen oder Desinfizieren der Hände muss gegeben sein,
  • an allen Eingängen deutlich sichtbare Aushänge,
  • der Veranstalter erstellt nach Maßgaben von § 4 Abs. 1 ein Hygienekonzept,
  • spätestens bei Beginn der Veranstaltung werden die Kontaktdaten der Teilnehmenden erhoben,
  • Gemeindegesang ist weiterhin verboten.

Solodarbietungen, sowie das von Berufsmusikern durchgeführte Singen/der Gebrauch von Blasinstrumenten sind erlaubt, wenn:

  • zwischen den Akteuren jeweils ein Abstand von mind. 2,5m eingehalten wird oder die Übertragung von Tröpfchen durch ähnliche geeignete physische Barrieren verringert wird,
  • zum Publikum ein Mindestabstand von 4 m eingehalten wird oder die Übertragung von Tröpfchen durch ähnliche geeignete physische Barrieren verringert wird, 
  • sich das Hygienekonzept neben den in § 4 Abs. 1 genannten Punkten auch zu den oben genannten Mindestabständen, der Reinigung und Desinfektion gemeinsamt genutzter Gegenstände, dem Umgang mit Kondenswasser bei Blasinstrumenten, der Eindämmung der Aerosolausbreitung bei Blasinstrumenten und der Anordnung der Akteure zueinander verhält.

Bitte beachten Sie, dass für eventuelle Feierlichkeiten oder Treffen im Anschluss an den Gottesdienst/die religiöse Feier die unten genannten Regeln für Feiern und Veranstaltungen gelten.

Für den Termin beim Standesamt gelten ähnliche Regelungen wie in der Kirche, allerdings müssen alle Gäste feste Sitzplätze haben und es dürfen in geschlossenen Räumen max. 100 und draußen max. 250 Personen teilnehmen. Das Abstandsgebot ist einzuhalten. Von der Einhaltung des Abstandsgebots kann abgesehen werden, wenn alle Anwesenden eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und von den Teilnehmern jeweils genutzte Sitzplätze zusammen mit ihren jeweiligen Kontaktdaten erfasst werden. Beide Voraussetzungen müssen erfüllt sein, sonst gilt die Ausnahme nicht.

Für Feiern und Veranstaltungen - zum Beispiel die klassische Hochzeitsfeier, den Polterabend oder auch ein größeres Treffen zu Hause nach der Trauung - gilt:

An der Feier zu Hause dürfen max. 50 Personen teilnehmen. Es darf nicht getanzt werden. Der Mindestabstand ist grundsätzlich einzuhalten. 

Die Feier im öffentlichen Raum (z. B. in einer Gaststätte) ist mit max. 50 Personen drinnen und max. 150 Personen draußen erlaubt. Es darf nicht getanzt werden.

Welche Regeln müssen Büchereien, Museen, Ausstellungs- und Gedenkorte in Gebäuden einhalten?

Büchereien, Museen, Ausstellungs- und Gedenkorte sind Einrichtungen nach § 3.

Der Betreiber hat sicherzustellen,

  • dass die Besucherinnen und Besucher in der Einrichtung und beim Warten das Abstandsgebot einhalten,
  • Besucherinnen und Besucher sowie Beschäftigte die allgemeinen Regeln der Husten- und Niesetikette einhalten,
  • die Räume sollen regelmäßig gelüftet werden,
  • Oberflächen, die häufig von Besucherinnen und Besuchern berührt werden, sowie Sanitäranlagen regelmäßig gereinigt werden.
  • Bei der Bereitstellung von Toiletten ist zu gewährleisten, dass enge Begegnungen vermieden werden und leicht erreichbare Möglichkeiten zur Durchführung der Handhygiene vorhanden sind.

An allen Eingängen ist auf die einzuhaltenden Regelungen hinzuweisen. Zahlreiche Materialien zum Download finden Sie auf den Seiten des Deutschen Museumsbundes.

Welche Regeln müssen Museen, Ausstellungs- und Gedenkorte im Freien einhalten?

Museen, Ausstellungs- und Gedenkorte im Freien sind Einrichtungen nach § 3.

Der Betreiber hat sicherzustellen,

  • dass die Besucherinnen und Besucher in der Einrichtung und beim Warten das Abstandsgebot einhalten,
  • Besucherinnen und Besucher sowie Beschäftigte die allgemeinen Regeln der Husten- und Niesetikette einhalten,
  • Oberflächen, die häufig von Besucherinnen und Besuchern berührt werden, sowie Sanitäranlagen regelmäßig gereinigt werden.
  • Bei der Bereitstellung von Toiletten ist zu gewährleisten, dass enge Begegnungen vermieden werden und leicht erreichbare Möglichkeiten zur Durchführung der Handhygiene vorhanden sind.

An allen Eingängen ist auf die einzuhaltenden Regelungen hinzuweisen. Zahlreiche Materialien zum Download finden Sie auf den Seiten des Deutschen Museumsbundes.

Dürfen Fahrschulen wieder öffnen?

Sämtliche außerschulische Bildungsangebote können wieder ausgeübt werden. Dazu zählen auch Fahrschulen. Es sind die allgemeinen Anforderungen für Einrichtungen mit Publikumsverkehr und bei Veranstaltungen nach § 3 LVO und die Anforderungen an Veranstaltungen nach § 5 LVO zu beachten.

Im Fall des praktischen Fahrunterrichtes kann vom Abstandsgebot abgewichen werden. Innerhalb eines Kraftfahrzeuges lässt sich der Abstand von 1,5 Metern nicht einhalten. Dafür müssen aber dem Anlass angemessene besondere Schutzmaßnahmen getroffen werden, wie zum Beispiel das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Fahrschule und für Fahrlehrer, Fahrschüler und Prüfer, falls sich die Personen gemeinsam in einem Kraftfahrzeug aufhalten.

Dürfen Künstler wieder auftreten (Konzerte, Opern, Theater, Lesungen)?

Sämtliche kulturellen Veranstaltungen sind unter Einhaltung der allgemeinen Pflichten bei Einrichtungen mit Publikumsverkehr und bei Veranstaltungen wieder erlaubt.

Es gelten die Regelungen nach § 5.

Achtung: Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang § 5 Abs. 2 Nr. 3:

In geschlossenen Räumen dürfen Aktivitäten mit einer erhöhten Freisetzung von Tröpfchen, insbesondere gemeinsames Singen oder der Gebrauch von Blasinstrumenten, stattfinden, wenn

  • es sich um Solodarbietungen handelt oder sie im Rahmen beruflicher Tätigkeit erfolgen,
  • zwischen den Akteuren jeweils ein Abstand von mind. 2,5 m eingehalten wird oder die Übertragung von Tröpfchen durch ähnliche geeignete physische Barrieren verringert wird,
  • zum Publikum ein Mindestabstand von 4 m eingehalten wird oder die Übertragung von Tröpfchen durch ähnliche geeignete physische Barrieren verringert wird,
  • sich das Hygienekonzept neben den in § 4 Abs. 1 genannten Punkten auch zu den oben genannten Mindestabständen, der Reinigung und Desinfektion gemeinsamt genutzter Gegenstände, dem Umgang mit Kondenswasser bei Blasinstrumenten, der Eindämmung der Aerosolausbreitung bei Blasinstrumenten und der Anordnung der Akteure zueinander verhält.
  • Tanzen ist gestattet, wenn es sich um berufliche Tätigkeiten handelt (z.B. Ballett, Musical)

Sofern die oben genannten Regelungen eingehalten werden, dürfen z.B. auch wieder Konzerte, Opernabende, Ballettaufführungen und Musicals stattfinden. Die Obergrenze von 250 Personen (gemeint sind Zuschauer) innerhalb geschlossener Räume ist einzuhalten.
Der Mindestabstand zwischen den Zuschauern ist einzuhalten, worauf bei der Bestuhlung zu achten ist. Allerdings kann unter folgenden Bedingungen von der Einhaltung des Mindestabstands abgesehen werden:

  • nicht mehr als die Hälfte der Sitzplätze werden besetzt ("Schachbrett")
  • die Sitzplätze unmittelbar vor, neben und hinter dem Teilnehmer (bzw. des gemeinsam platzierten Haushalts, der gemeinsam platzierten Kohorte) bleibt frei, soweit nicht physische Barriereen die Übertragung von Tröpfchen verhindern,
  • alle Teilnehmer tragen eine Mund-Nasen-Bedeckung
  • die von den Teilnehmern genutzten Sitzplätze werden zusammen mit ihren jeweiligen Kontaktdaten erfasst.

Welche Angebote dürfen Musikschulen durchführen?

Musikunterricht in Musikschulen sind außerschulische Bildungsangebote nach § 12 a der Landesverordnung. Der Unterricht ist möglich und zwar Einzelunterricht ebenso wie als Gruppenunterricht, sofern die Abstandsregeln eingehalten und die Regelungen für Veranstaltungen nach § 5 eingehalten werden. Achtung: Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang § 5 Abs. 2 Nr. 3: in geschlossenen Räumen finden keine Aktivitäten mit einer erhöhten Freisetzung von Tröpfchen statt, insbesondere gemeinsames Singen und der Gebrauch von Blasinstrumenten ist in Musikschulen im Ensemble wieder möglich, jedoch gelten Auflagen:

  • Chorproben dürfen nur ohne Publikum stattfinden
  • beim gemeinsamen Singen oder Gebrauch von Blasinstrumenten ist ein Mindestabstand von 2,5 m zwischen allen Akteuren einzuhalten (oder physische Barrieren)

MOBILITÄT (REISEN | TRANSPORT | AUSFLÜGE)

Was muss ich gemäß Testpflichtverordnung beachten, wenn ich in Schleswig-Holstein einreisen möchte?

In Schleswig-Holstein Einreisende, die aus einem Risikogebiet zurückkehren, beachten bitte dieses Ablaufschema.

Einreisende in Schleswig-Holstein, die aus einem Nicht-Risikogebiet wiederkehren, richten sich nach diesem Ablaufschema.

Ich komme aus einem inländischen oder ausländischen Risikogebiet. Was muss ich beachten?

Aufgrund der seit dem 15.06.2020 geltenden Quarantäneverordnung des Landes Schleswig-Holstein können auch Reisende aus dem Inland von Quarantänemaßnahmen betroffen sein. Alle wichtigen Informationen und Hinweise für Einreisende aus dem In- und Ausland hat das Land hier zusammengefasst.

Darf ich aus anderen Bundesländern nach Schleswig-Holstein bzw. nach Nordfriesland reisen?

Ja. Jedoch gelten seit dem 25.06.2020 für Einreisende und UrlauberInnen aus Risikogebieten im In- und Ausland neue Quarantäne-Regeln. Diese Regeln gelten seit dem 15.06.2020 für inländische Risikoregionen. Alle wichtigen Informationen und Hinweise für Einreisende aus dem In- und Ausland hat das Land hier zusammengefasst.

Woher weiß ich, ob meine Region in Schleswig-Holstein als Risikogebiet eingestuft ist?

Das Land Schleswig-Holstein veröffentlicht die von ihm als Risikogebiet eingestuften Landkreise und kreisfreie Städte hier: https://www.schleswig-holstein.de/coronavirus-einreise 

Was ist ein "ärztliches Zeugnis", das bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für eine Infektion mit Corona vorliegen?

Sie müssen dem Gesundheitsamt zwei negative Corona-Tests vorlegen. Solche Testergebnisse werden von einem Laborarzt ausgestellt und sind damit ein "ärztliches Zeugnis". Ein zusätzliches ärztliches Zeugnis, zum Beispiel von Ihrem Hausarzt, ist nicht zwingend erforderlich.

Bei den Tests müssen Sie als Reiserückkehrende/r aus Risikogebieten Folgendes beachten:

  • Zwischen der Entnahme des Probenmaterials für die erste und zweite Testung müssen mindestens fünf Tage liegen
  • Haben Sie einen ersten Test vor der Einreise gemacht, so dürfen zwischen Testergebnis und Einreise nicht mehr als 48 Stunden verstrichen sein.
  • Zudem darf das Probenmaterial für mindestens eine der beiden Testungen frühestens fünf Tage nach der Einreise entnommen worden sein.
  • Bis zum Vorliegen der beiden negativen Testergebnisse gilt die Quarantänepflicht.

Warum tragen die Passagiere auf den Fähren z.T. keine Mund-Nasen-Bedeckung?

Entweder handelt es sich um Personen, die von der Maskenpflicht ausgenommen sind. Dazu gehören neben Kindern unter 6 Jahren außerdem Personen, die aufgrund einer körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung nicht in der Lage sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, und das auch glaubhaft machen können (z.B. durch Vorlage eines ärztlichen Attests, Schwerbehindertenausweis).

Alle Personen, die nicht unter die Ausnahmen fallen, sind per Landesverordnung (§ 18) verpflichtet, eine Mund-Nasen-Bedeckung im Personenverkehr zu tragen. Entsprechende Lautsprecherdurchsagen weisen die Passagiere zu Fahrtbeginn darauf hin. Die Zuständigkeit zur Durchsetzung der Maskenpflicht liegt bei den Fährbetreibern. Angelehnt an §1 Abs. 2 der aktuell gültigen Landesverordnung appellieren die Fährbetreiber hierbei an die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger. Die Verweigerung der Pflicht zum Tragen einer Maske stellt zudem seit der letzten Aktualisierung der Landesverordnung (Corona-BekämpfVO ab 10.08.2020) einen Bußgeldtatbestand dar, der gemäß des angepassten Bußgeldkatalogs mit Geldstrafen geahndet werden kann. Die Kontrollorgane der Ordnungs- und Bußgeldbehörden können Verstöße unter bestimmten Umständen ahnden.

Des Weiteren gilt auf Ausflugsschiff-Verkehren die Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen nur eingeschränkt. Reiner Ausflugssschiffverkehr ist kein ÖPNV, wo immer eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen ist, sondern touristischer Reiseverkehr nach § 18 Abs. 2. Für touristischen Reiseverkehr gilt, dass eine Mund-Nasen-Bedeckung nur im Innenraum des Verkehrsmittels getragen werden muss, an Deck ist es also nicht vorgeschrieben. Das Abstandsgebot wird am 29.06.2020 für Ausflugsschiffe aufgehoben, damit darf eine volle Auslastung wieder erfolgen.

Was muss ich beachten, wenn ich mit Bus, Bahn, Taxi oder Fähre fahren möchte?

Bei der Nutzung des öffentlichen Personennah- und -fernverkehrs einschließlich Taxen, Schulbussen oder vergleichbarer Transportangebote ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für die Nutzer verpflichtend.
Das gilt nicht für Kinder unter 6 Jahren und Personen, die aufgrund einer körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung hier zu nicht in der Lage sind und das auch glaubhaft machen können (z.B: Vorlage eines ärztlichen Attests, Schwerbehindertenausweis)

Darf ich beim Autofahren eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen?

Das Gesicht von Autofahrern darf nicht so sehr verhüllt werden, dass die Person nicht mehr erkenntbar ist. Diese Regelung soll zum Beispiel verhindern, dass Raser zwar geblitzt werden, aber unerkannt davonkommen. Laut Landespolizei Schleswig-Holstein ist es aber kein Problem, während der Corona-Pandemie im Auto eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Andere Merkmale wie die Frisur, die Ohren- und Augenpartie bleiben bei richtiger Anwendung der Maske erkennbar.

Aber: Wird entdeckt, dass die Bedeckung falsch oder zusätzlich Sonnenbrille und/oder Kopfbedeckung getragen werden, kann die Polizei trotzdem einen Verstoß gegen das Vermummungsverbot ahnden. Ein Missbrauch soll so ausgeschlossen werden.

Mit welchen/wie vielen Personen darf ich im Auto sitzen?

Das Auto ist ein privater Raum. Es gelten deshalb die Regelungen für Zusammenkünfte im privaten Rahmen. Es dürfen also im Auto Mitglieder des eigenen Hausstandes, Mitglieder zweier verschiedener Hausstände oder bis zu zehn Personen sitzen. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass das Fahrzeug jeder Person jeweils einen entsprechenden Sitzplatz bietet.

Dürfen (tages-/touristische) Busreisen wieder stattfinden?

Hierzu gibt es verschiedene Konzepte unter https://t1p.de/p9yw.

Entscheidend für den touristischen Zweck ist die gewerbliche Zielrichtung des Anbieters, nicht der Nutzungszweck des einzelnen Reisenden. Es geht um Ausflugsfahrten im Sinne von § 48 Absatz 1 Personenbeförderungsgesetz (PBefG), wobei die Verkehrsmittel nicht auf diejenigen des Personenbeförderungsgesetztes begrenzt sind. Bahnen, Schiffe und Flugzeuge sind auch hiervon erfasst. Ausflugsfahrten sind demnach Fahrten, die der Unternehmer nach einem bestimmten, von ihm aufgestellten Plan und zu einem für alle Teilnehmer gleichen und gemeinsam verfolgten Ausflugszweck anbietet und ausführt. Auch Reisen zu Erholungsaufenthalten werden erfasst (§ 48 Absatz 2 PBefG).

Die jeweils aktuellen Empfehlungen und Hinweise der zuständigen öffentlichen Stellen zur Vermeidung der Übertragung des Coronavirus sollen beachtet werden. Die Betreiber bzw. Veranstalter haben die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die Einhaltung der Hygienestandards zu gewährleisten.

Hygienestandards:

  • Beschäftigte, Teilnehmerinnen und Teilnehmer halten die allgemeinen Regeln zur Husten- und Niesetikette ein;
  • in geschlossenen Räumen (z. Bussen, Innenräumen von Ausflugsschiffen) bestehen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Möglichkeiten zum Waschen oder Desinfizieren der Hände;
  • Oberflächen, die häufig von Teilnehmerinnen und Teilnehmer berührt werden, sowie Sanitäranlagen werden regelmäßig gereinigt;
  • Innenräume werden regelmäßig gelüftet. Bei z. B. Bussen ist dann die Klimaanlage einzuschalten, damit der Innenraum gelüftet wird und die Luft ausgetauscht wird. Da der Luftaustausch in Innenbereichen der Verkehrsmittel gering ist, bedarf es zur Verringerung der Tröpfchenübertragung auf alle Kunden des Schutzes durch eine Mund-Nasen-Bedeckung. Im Freien wie bei Ausflugsschiffen müssen die Kunden keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Auch die Begrenzung der Belegung des Verkehrsmittels dient dazu, das Risiko der Tröpfchenübertragung zu verringern. Immerhin haben die Kunden über einen längeren Zeitraum keine Möglichkeit, den engen Bereich des Verkehrsmittels zu verlassen.

Das Abstandsgebot gemäß § 2 Absatz 1 gilt ab dem 29.06.2020 nicht mehr für touristische Reiseverkehre. Die Belegung des Verkehrsmittels darf deshalb in vollem Umfang erfolgen.

Der Veranstalter erstellt nach Maßgabe von § 4 Absatz 1 ein Hygienekonzept.
Die Kontaktdaten sind zu erfassen.

Muss ich eine Erklärung unterschreiben, dass ich bei Erkrankung innerhalb von 24 Stunden abreise?

Es gibt keine gesetzliche Pflicht oder behördliche Anordnung, eine solche Erklärung zu unterschreiben.

Allerdings lassen sich viele Beherberungsbetriebe von ihren Gästen eine solche Zusicherung geben. Sie ist dann Bestandteil des Beherbergungsvertrags bzw. eine Beherbergungsbedingung.

Grund dafür ist, dass die Landesverordnung die Quarantäne in Beherbungsbetrieben untersagt. Das bedeutet, wer an COVID erkrankt oder Krankheitsverdächtiger oder Kontaktperson ist, muss grundsätzlich - natürlich nur nach Anordnung und unter Berücksichtigung der Anweisungen des Gesundheitsamtes - abreisen. Die Beherbergungsbetrieben wollen durch die Erklärung sicherstellen, dass der Gast dies zur Kenntnis genommen hat und sich darauf einstellt.

Ich bin aus einem inländischen Risikogebiet eingereist. Muss ich wieder abreisen?

Nein. Die Quarantäneverordnung enthält ebenso wenig wie die Landesverordnung ein Abreisegebot. Falls Sie nach dem 15.06.2020 eingereist sind, und das Gebiet, aus dem Sie angereist sind, zum Einreisezeitpunkt ein Risikogebiet war, unterfallen Sie aber den Quarantäne-Vorschriften.


PFLEGE | KRANKENHÄUSER | REHA

Darf ich meine Angehörigen in einer Reha-Einrichtung oder einem Mutter-Kind-Kurheim besuchen?

Das generelle Betretungsverbot ist inzwischen weggefallen. Jedoch liegt es immer in der Verantwortung und Entscheidungsgewalt der Einrichtungsleitung, ob Besuche zugelassen werden. Hierfür gelten folgende Regelungen:

Besucherinnen und Besucher sowie Begleitpersonen können die Einrichtungen betreten, wenn:

  • sie registriert werden.
  • es sich pro Patientin oder Patient um jeweils eine Besuchs- /Begleitperson am Tag handelt und die Besuchszeit durch die Einrichtung auf ein angemessenes Maß limitiert wird.
  • sie über persönliche Schutz- sowie Hygienemaßnahmen aufgeklärt und angehalten werden, diese dringend einzuhalten und
  • sie keine akuten Atemwegserkrankungen aufweisen.
  • Sofern der Zutritt für Dritte ausgeschlossen wird, sind gegebenenfalls Möglichkeiten der Nutzung eines zum Einrichtungsgelände gehörenden Außengeländes unter Einhaltung der gebotenen Hygienestandards zu berücksichtigen.
  • Mutter-Vater-Kind Einrichtungen können zusätzlich von begleitenden in Verwandtschaft stehenden Kindern betreten werden.

Darf ich ein Krankenhaus betreten?

Für Krankenhäuser gibt es kein grundsätzliches Betretungsverbot mehr, jedoch sollte das Betreten der Krankenhäuser von diesen reguliert werden. Im Zweifel sollte einmal im Krankenhaus angerufen werden, um die dort geltenden Regelungen zu erfahren. In der Regel ist es jedoch wie folgt:

Ein Elternteil oder Erziehungsberechtigter darf ein Kind unter 14 Jahren ohne zeitliche Einschränkung im Krankenhaus besuchen. Dieses gilt ebenfalls für eine Begleitperson während der Geburt im Kreissaal. Im Rahmen der Geburtshilfe ist eine Begleitperson im sog. Familienzimmer erlaubt, wenn sichergestellt ist, dass die Begleitperson keinen Kontakt zu anderen Patienten hat und die Außenkontakte auf das absolut notwendige Minimum begrenzt werden. Darüber hinaus können die Krankenhäuser weitere Ausnahmen zulassen, wenn sichergestellt ist, dass die Besucher registriert werden, pro Patient nur ein Besucher pro Tag zugelassen wird und die Besuchszeit auf ein angemessenes Maß limitiert wird (soweit nicht aus sozial-ethischen Gründen, wie beim Besuch von Sterbenden, auf eine zeitliche Begrenzung zu verzichten ist).

Personen mit einer akuten Atemwegserkrankung dürfen das Krankenhaus jedoch nicht betreten.

Darf ich ein Pflegeheim betreten?

Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe sind seit 15.6. verpflichtet, Besuchskonzepte zu erstellen, die regeln, wie Besucherinnen und Besucher die Einrichtung betreten können. Analog zu den Hygienekonzepten sind darin Maßnahmen für den Infektionsschutz zu treffen. Die Einrichtungen haben im Rahmen des Besuchskonzepts zu regeln, wie Besucherinnen und Besucher die Einrichtungen betreten können. Das Besuchskonzept ist dem Gesundheitsamt/Heimaufsicht nur auf Verlangen vorzulegen.

Als Mindestvorgaben sind die Handlungsempfehlungen „Handlungsempfehlungen als Mindestvorgaben für ein Besuchskonzept in stationären Einrichtungen der Pflege“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren bzw. „Handlungsempfehlungen als Mindestvorgaben für ein Besuchskonzept in Einrichtungen der Eingliederungshilfe und stationären Gefährdetenhilfe“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren zu beachten.

Personen mit akuten Atemwegserkrankungen dürfen Pflege-oder EGH-Einrichtungen nicht betreten.

Welche Inhalte müssen in einem Hygieneplan für Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen stehen?

Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Mutter-/Vater-Kind-Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen und benannter Entlastungskrankenhäuser haben über die in der Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 geregelten Maßnahmen (vgl. § 3 der Landesverordnung) hinaus das infektionshygienische Management mit erweiterten Hygienemaßnahmen gemäß der aktuellen Empfehlung des Robert-Koch-Instituts nach einrichtungsspezifischer Risikobewertung zu etablieren und im Hygieneplan abzubilden. Zu den Maßnahmen gehören:

  1. Das generelle Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes durch das Personal in allen Bereichen mit möglichem Patientenkontakt und das Tragen von medizinischem Mund-Nasen-Schutz durch die Patientinnen und Patienten in Situationen, in denen ein Kontakt oder Begegnung zu anderen Personen wahrscheinlich ist. Davon kann abgesehen werden, wenn dies aus medizinischen oder therapeutischen Gründen toleriert werden kann. Dabei ist die Mindestabstandsregelung unbedingt einzuhalten.
  2. Die Beachtung der kontaktreduzierenden Maßnahmen außerhalb der Patientenversorgung. Dies schließt die Sensibilisierung des Personals für mögliche Übertragungen untereinander durch asymptomatische Träger ein.
  3. Die Anpassung ihrer nach § 23 Absatz 5 IfSG erforderlichen Hygienepläne an die Vorgaben des § 4 der Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 (Corona-Bekämpfungsverordnung).
  4. Bei geplanten Gruppentherapien die Anpassung der Gruppengrößen an die Raumgrößen.
  5. Die Kinder in Mutter-/Vater-Kind-Einrichtungen werden in Gruppen mit gleichbleibender Zusammensetzung betreut und Anwesenheitslisten geführt.
  6. Die Nutzung von Schwimmbädern unter Einhaltung der Abstandsregelung und Hygienevorgaben. 
  7. Festlegung von Verfahren für eventuell auftretende Quarantäne- und Isolierungsnotwendigkeiten unter Berücksichtigung der einrichtungsindividuellen Gegebenheiten. Empfehlungen und Hinweise der Fachbehörden (RKI) und Berufsgenossenschaften sind dabei zu beachten.
  8. Bei Feststellung einer COVID-19-Infektion unter den Patientinnen und Patienten die Veranlassung der Rückreise an den Wohnort unter Beachtung der Notwendigkeiten des Infektionsschutzes und in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Kreises Nordfriesland.

Dürfen Mutter-Kind-Kuren wieder stattfinden?

Ja. Der Aufenthalt muss jedoch aufgrund einer medizinisch erforderlichen Behandlung oder einer stationären Betreuung oder pflegerischen Versorgung erforderlich sein. (Das ist in der Regel der Fall.)

Dürfen wieder Vorsorge- und Rehamaßnahmen stattfinden?

Ja. Der Aufenthalt muss jedoch aufgrund einer medizinisch erforderlichen Behandlung oder einer stationären Betreuung oder pflegerischen Versorgung erforderlich sein. (Das ist in der Regel der Fall.)

Pflege: An wen kann ich mich bei Problemen und weiteren Fragen wenden?

Alle Fragen bezüglich "Pflegende Angehörige" sind an den Pflegestützpunkt (Tel. 04841 67-710) zu richten.

Fragen oder Beschwerden von Angehörigen von Personen in einer Pflegeeinrichtung sind an die Heimaufsicht des Kreises Nordfriesland zu richten (per E-Mail an heimaufsicht@nordfriesland.de oder telefonisch unter 04841/67-340).

Fragen von Pflegeeinrichtungen zu den geltenden Bestimmungen und den Besuchskonzepten sind an Beratung-Pflegeeinrichtungen@sozmi.landsh.de (Tel: 0431-988-5677) zu richten.

Dürfen Tagespflege-Einrichtungen wieder öffnen?

Tagespflegeeinrichtungen dürfen wieder im Regelbetrieb arbeiten, es gelten aber bestimmte einzuhaltende Maßgaben.

Sie haben ein Hygienekonzept zu erstellen, welches den Maßgaben des § 4 Absatz 1 und des § 15 der Landesverordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus SARS-CoV-2 entspricht. Das Hygienekonzept ist dem Gesundheitsamt/der Heimaufsicht lediglich auf Verlangen vorzulegen.

Als Mindestvorgaben sind die Handlungsempfehlungen „Handreichung für Einrichtungen der Tagespflege - Maßnahmen zur schrittweisen Öffnung der Tagespflegeinrichtungen“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren zu beachten.

Wie laufen Pflegegrad-Begutachtungen momentan?

Der im Gesundheitsamt des Kreises Nordfriesland angesiedelte Pflegestützpunkt bietet zurzeit zwar keine persönlichen Sprechstunden an, steht den Pflegebedürftigen und ihren Familien aber telefonisch weiterhin zur Verfügung – auch bei Fragen zum Pflegegrad.

Denn die aufgrund der Corona-Pandemie erforderlichen Kontaktbeschränkungen wirken sich auch auf die Arbeit des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) aus: Dessen Hausbesuche zur Begutachtung von Pflegebedürftigkeit und Pflegegraden fallen bis vorläufig Ende September aus. Bis dahin trifft der MDK seine Entscheidungen auf Basis bereits vorliegender Daten und eines ergänzenden Telefoninterviews. Vorab sendet der MDK den Antragstellern einen Fragebogen zu mit der Bitte, ihn zur Vorbereitung auf das Telefonat auszufüllen.

»Unsere Fachleute unterstützen die Betroffenen unter Tel. 04841 67-710 gern beim Ausfüllen des Fragebogens. Sie stehen aber auch für alle anderen Fragen rund um das Thema Pflege zur Verfügung«, bietet Saskia Voigt vom Pflegestützpunkt an. Ihre E-Mail-Adresse lautet pflegestuetzpunkt@nordfriesland.de.

Dürfen Bewohner von Pflegeeinrichtungen oder EGH-Einrichtungen die Einrichtung verlassen?

Ja, dürfen sie. Sie müssen sich aber in der Einrichtung ab- und nach Rückkehr wieder anmelden.

Bei Aufnahme neuer Bewohnerinnen und Bewohner / der erneuten Aufnahme von Bewohnerinnen oder Bewohnern nach Rückkehr von einem zwischenzeitlichen auswärtigen Aufenthalt in einem Krankenhaus, einer einem Krankenhaus vergleichbaren akutstationären Einrichtung oder in einer Einrichtung der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation / der erneuten Aufnahme von Bewohnerinnen oder Bewohnern nach Rückkehr von einem sonstigen auswärtigen Aufenthalt mit Übernachtung (z.B. Familienbesuch) gilt folgendes:

  • beim Aufweisen von akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere und bzw. oder den Verlust von Geruchs- und bzw. oder Geschmackssinnen (Verdachtsfälle) darf die Aufnahme erst nach einer diagnostischen Symptomabklärung (negativer Covid-19-Test) erfolgen.
  • liegen keine Krankheitssymptome vor, kann der Bewohner/die Bewohnerin ohne besondere Auflagen (also auch ohne Einzelunterbringung) (wieder) aufgenommen werden.

Da sogar (solange keine Symptome vorliegen) bei auswärtigen Aufenthalten mit Übernachtung keine Quarantäne oder Einzelunterbringung erforderlich ist, gilt dies erst recht bei auswärtigen Aufenthalten ohne Übernachtung (z.B. Spaziergang, Cafébesuch). Letztlich ist hier aber an die Verantwortung jedes Einzelnen zu appellieren, andere Personen in der Einrichtung nicht zu gefährden. Die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln müssen eingehalten werden. 

Fragen im Einzelfall sollten mit der Heimaufsicht geklärt werden (heimaufsicht@nordfriesland.de).

Welche Regelungen gelten für die häusliche Pflege?

Für die häusliche Pflege gelten zahlreiche Sonderregelungen. Weiter Informationen finden Sie in zusammengefasster Form hier:

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