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Foto: Bernd Höfer, Breklum

Kreishaus in der Marktstraße in Husum

27.03.2019

Kreis Nordfriesland ruft auf zum Fotowettbewerb »Zeit für uns: Momente in Familien«

Landrat Dieter Harrsen lädt alle Nordfriesen ein, sich an dem Fotowettbewerb »Zeit für uns: Momente in Familien« zu beteiligen. Gesucht werden Bilder, die kostbare Momente zwischen Erwachsenen und Kindern oder Jugendlichen festhalten. Sie sollen die zwischenmenschlichen Bindungen zeigen, die etwa während des Spielens oder Redens entstehen – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Die besten Bilder werden in Form einer Wanderausstellung in ganz Nordfriesland gezeigt und mit Preisen belohnt.

Der Fotowettbewerb und die so entstehenden Bilder sollen zum Nachdenken anregen. »Leider ist das Smartphone heute ständiger Begleiter vieler Eltern, auch in Gegenwart der Kinder. Doch Kinder sind zwingend auf die direkte Kommunikation angewiesen: Blickkontakt, Sprache und Berührung sind das A und O, kommen aber häufig viel zu kurz«, erklären Karin Jacobsen-Jordt und Sandra Ertzinger aus dem Jugendamt des Kreises.

Kinder brauchen Anregungen der Eltern

Dr. Susanne Ehlert leitet den Jugendärztlichen Dienst im Kreis-Gesundheitsamt. Bei den Schuleingangsuntersuchungen sieht sie immer mehr Kinder mit Auffälligkeiten, vor allem in den Bereichen Sprachentwicklung, Verhalten und motorische Entwicklung. »Den meisten dieser Kinder fehlen einfach nur entsprechende Anregungen in ihrem Lebensalltag: Mit den Eltern malen, basteln, toben, lesen, sprechen – das ist häufig das beste Rezept«, betont die Ärztin.

Smartphone-Nutzung: Feste Regeln erforderlich

In Beratungsgesprächen fällt ihr immer wieder auf, dass die Eltern – aber zunehmend auch die Kinder – viel Zeit mit ihren Smartphones verbringen. »Es gibt einen Zusammenhang zwischen intensiver Mediennutzung und Entwicklungsstörung. Deshalb müssen Eltern sowohl ihren eigenen als auch den Medienkonsum ihrer Kinder kontrollieren. Feste Regeln sind unverzichtbar«, mahnt Dr. Ehlert.

Insbesondere die Mahlzeiten sollten als ideale Gelegenheit für Gespräche im Familienkreis eine Tabu-Zone für Smartphones und Tablets sein.

Probleme im Bindungsverhalten durch zu wenig Aufmerksamkeit

Thomas Lorenz, Oberarzt in der Ambulanz und Tagesklinik Husum der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Heliosklinikums Schleswig, berichtet, dass durch die zu häufig vom Kinde abgewandte Aufmerksamkeit, indem Bezugspersonen in Gegenwart ihrer Kinder mit dem Smartphone beschäftigt sind, der Bindungsaufbau unterbrochen werde. Dies kann zu Problemen im Bindungsverhalten führen.

Für Kinder sei es sehr wichtig, die Entwicklungsstufen altersgerecht durchlaufen zu können. Entwicklung sei mehrdimensional und die zu intensive Beschäftigung mit digitalen Medien würde zu einseitig sein. Eltern sollten sich immer fragen: Was braucht mein Kind für eine gesunde Entwicklung? Braucht es ein Smartphone?

Wettbewerb läuft bis 1. August

Bilder, die zeigen, wie es anders geht, können bis zum 1. August 2019 als Foto-Dateien auf der Internetseite des Kreises hochgeladen werden.

Anschließend wählt eine Jury, zu der der prominente Fotograf Heinz Teufel gehört, die besten aus. Die Preisverleihung und die Präsentation der daraus entstehenden Wanderausstellung sind am 13. November 2019 im Rahmen einer Fachtagung des Kreises geplant. Ihr Thema lautet: »Medienkompetenz / Verantwortung in der digitalen Welt«.

Einbindung in landesweite Kampagne

Der Fotowettbewerb findet im Rahmen einer landesweiten Kampagne der »Frühen Hilfen Schleswig-Holstein« zur Sensibilisierung junger Familien für den Umgang mit Medien und deren Auswirkungen statt.

Jury-Mitglieder

Die Jury des nordfriesischen Fotowettbewerbs besteht neben Heinz Teufel aus Landrat Dieter Harrsen, Iris Thomsen (Leiterin des Kreisjugendringes), Manuela Fritsch und Kathrin Knizia (Mitgliedern des Netzwerkbeirates der Frühen Hilfen Nordfriesland), Andrea Timm-Meves (Mitglied im Kreis-Jugendhilfeausschuss) und Kreis-Pressesprecher Hans-Martin Slopianka.

Wichtig: Fotos in hoher Auflösung

Da die Bilder für die Ausstellung vergrößert werden, sollten sie in möglichst hoher Auflösung eingereicht werden. Nähere Erläuterungen sowie die Teilnahmebedingungen sind auf www.nordfriesland.de/fotos zu finden.

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