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Foto: Bernd Höfer, Breklum

Kreishaus in der Marktstraße in Husum

Zensus 2022






Alle Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland haben ein eigenes Büro eingerichtet, um – im Auftrag der Bundesregierung – Daten für den Zensus 2022 zu ermitteln. Auf dieser Seite finden Sie weitere Informationen zum Zensus in Nordfriesland.

Aktuelles vom Zensus in Nordfriesland

Am 15. Mai ist in Deutschland die aktuelle Volkszählung gestartet – eine Art Inventur des Landes. Auch in Nordfriesland sind zahlreiche ehrenamtliche Interviewer dafür im Einsatz. Seit Mitte Mai wurden schon zahlreiche Haushalte aufgesucht und befragt. Durch unsere landschaftlichen und infrastrukturellen Besonderheiten – zum Beispiel die Lage an der Küste oder unsere nordfriesischen Inseln – stellt dies für die Erhebung immer wieder einmal große Herausforderungen dar, insbesondere, wenn es um die Befragung auf Halligen oder auf und in den beliebten Feriendestinationen Sylt, Amrum, Föhr und Sankt Peter Ording geht. Auch wenn die Suche nach Erhebnungsbeauftragten inzwischen weitestgehend abgeschlossen ist, so wird auf Sylt nach wie vor weitere Unterstützung bei der befragung benötigt. Gerne schulen wir interessierte Personen dafür nach. Sie erreichen das Zensus-Büro des Kreises unter Telefon 04841-677099 und per E-Mail unter zensus@ehst-kreis-nordfriesland.landsh.de

Die Erhebung ist seit Erlass des Zensusgesetzes 2011 die erste Zählung in Deutschland. Aufgrund der pandemischen Lage wurde sie um ein Jahr verschoben und soll laut EU-Gesetz alle 10 Jahre stattfinden. Dabei soll nicht nur in Erfahrung gebracht werden, wie viele Menschen hierzulande leben, sondern es werden auch noch viele weitere Informationen erhoben, bei denen es in erster Linie um die Wohnsituation, die Schulbildung, Ausbildung, Beruf und den Weg zur Arbeit geht. Wer also eine sogenannte Erstankündigung bekommt und sich nun fragt, wofür der Zensus die Daten eigentlich braucht und nutzt, kommt hier eine kurze Erklärung:

Ziel des Zensus ist eine verlässliche Planungsgrundlage für politische und wirtschaftliche Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden. Die genaue Bevölkerungszahl soll ermittelt und Ungenauigkeiten in den Melderegistern behoben werden. Bei der letzten Volkszählung hatte sich bspw. herausgestellt, dass in vielen Städten und Gemeinden weniger Menschen leben als angenommen – mit schmerzhaften finanziellen Konsequenzen. Denn die Höhe von Zahlungen aus dem Finanzausgleich bemisst sich an der Bevölkerungszahl, die aus den Daten des Zensus gewonnen wird.

Die Erhebungsstelle Nordfriesland dankt den bereits befragten Bürgern für Ihre Unterstützung und bittet Sie um Verständnis für die ehrenamtlich tätigen Interviewer, die Sie – falls noch nicht geschehen – in Kürze befragen werden. Um die Datenqualität möglichst gut zu gestalten, findet in einigen wenigen Haushalten eine Wiederholungsbefragung statt. Diese werden bis in den frühen Herbst andauern.

Was ist der Zensus?

Alle Länder der Europäischen Union führen etwa alle zehn Jahre eine Volkszählung durch. Dabei wird nicht jeder Haushalt befragt – eine Stichprobe von etwa zehn Prozent der bundesdeutschen Haushalte reicht aus, um repräsentative Ergebnisse zu erhalten.

Die Volkszählung hilft allen staatlichen Ebenen zum Beispiel dabei, Einrichtungen der Daseinsvorsorge vernünftig zu planen: Wo brauchen wir Schulen, Kindergärten, Pflegeheime oder medizinische Versorgungseinrichtungen? Wie groß müssen sie sein? Wo fehlen Buslinien? Wie sollten die Wahlkreise künftig geschnitten werden? Wie viel Geld muss das Land den Kommunen jährlich zahlen, damit sie ihren Aufgaben gerecht werden können?

In unserer Kreisverwaltung sind Silke Hansen und Sandra von Kopp mit dem Zensus befasst. Jeder von ihnen ernannte freiwillige »Erhebungsbeauftragte« übernimmt die Aufgabe, von Mai bis August 2022 rund 100 kurze Interviews mit Bürgerinnen und Bürgern zu führen. Themen sind zum Beispiel Familienstand, Wohnsituation, Ausbildung, Beruf und Arbeitsort. Nach sehr persönlichen Themen wie etwa Krankheiten oder Vermögen wird nicht gefragt.

Bei diesem Projekt arbeiten Bund, Land, Statistische Landesämter und Kreise eng zusammen. Dabei wird allergrößter Wert auf den Datenschutz gelegt. Er hat auch in der erforderlichen Schulung der Freiwilligen eine große Rolle gespielt.

Das geht sogar so weit, dass Beschäftigte von Finanzämtern oder der Polizei keine Chance haben, an den Befragungen mitzuwirken. So wird sichergestellt, dass niemand erfährt, was die Bürgerinnen und Bürger in den Haushaltsbefragungen angeben – nicht einmal Finanzamt oder Polizei. Alle erhobenen Daten werden ausschließlich für die Überprüfung der derzeitigen Bevölkerungsstatistiken verwendet und anschließend vernichtet.

Weitere Informationen zum Zensus 2022

Das Statistische Bundesamt stellt eine eigene Webseite für den Zensus 2022 bereit:
https://www.zensus2022.de/DE/Was-ist-der-Zensus/_inhalt.html


Hier erklärt das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein den Zensus – mit Blick auf den Norden:

https://www.statistik-nord.de/zahlen-fakten/zensus


Das Statistische Landesamt hat zwei verschiedene Erklärvideos ins Netz gestellt – in deutscher, englischer, arabischer, türkischer, polnischer und russischer Sprache:

Deutsch: "Was ist der Zensus?"
Englisch: "What is the census?"
Arabisch: "ما هو الإحصاء السكاني؟"
Türkisch: "Nüfus sayımı nedir?"
Polnisch: "Czym jest Spis Powszechny?"
Russisch: "Что такое перепись населения?"
https://www.zensus2022.de/DE/Mediathek/video.html


Musterfragebogen für Eigentümer und Eigentümerinnen sowie Verwalter und Verwalterinnen von Wohnraum:
https://www.zensus2022.de/DE/Wer-wird-befragt/GWZ/muster-fragebogen-gwz.html

Hotline für Fragen zum Zensus in Schleswig-Holstein:
Tel. 040 8516 3444