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Klimawandel – Fotovisionen von Harald Bickel

15.07.2019 bis 15.09.2019
08:00 Uhr
Reedereigebäude der W.D.R., Galerie, Am Fähranleger 1
Wyk auf Föhr
Eintritt frei.

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Die deutsche Insel- und Halligwelt wird der Klimawandel nachhaltig verändern. Ein steigender Meeresspiegel wird die Landschaft weiter formen, verformen, vielleicht verschwinden lassen. Rund um die Insel Föhr ist es der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Die Friesischen Inseln werden von der New York Times in der Liste "52 Places to Go in 2019" auf Platz 30 aufgeführt, gefolgt von New York auf Platz 31. Die Ausstellung sucht nicht nach Ursachen oder Schuldfragen, sie zeigt nur Visionen, die zur Reflexion mit der Gegenwart einladen und Auswirkungen spürbar machen. Auf Föhr bilden die mittelalterlichen Kirchen mit ihren weit sichtbaren Kirchtürmen seit Jahrhunderten Landmarken zur Orientierung an Land und auf See. In den Visionen werden sie mit der Landschaft direkt am Meer verschmolzen, mit Strand, Watt, Brandung. Die Türme der Kirchen und des Wyker Glockenturms mit ihren weit hörbaren Glocken dienten früher zur Warnung bei Sturm, Feuer und besonderen Ereignissen. Heute sind die Kirchen nach wie vor fester Bestandteil im Leben der Inselbevölkerung. Nicht nur die erstaunlich gut besuchten Gottesdienste in einer der Religion immer mehr abgewandten Bevölkerung zeigen die Verbundenheit. Kinder werden getauft, Jugendliche konfirmiert, Ehen geschlossen, Abschied am Sarg genommen. Hinzugekommen sind tausende Urlauber und Gäste jedes Jahr, für die die Kirchen und alten Friedhöfe neben der religiösen Bedeutung Ausflugsziele, Veranstaltungsräume und kulturelle Begegnungsstätten sind. Als Ruinen am Meer zeigen diese vertrauten Orte die Vision einer überfluteten Landschaft, einer verlorenen Gegenwart. Für die Visionen wurden Fotografien miteinander verschmolzen und behutsam retuschiert. Die einzelnen Motive werden auf jeweils sechs Quadratmeter große, raumfüllende Leinwände in der Ausstellung gezeigt. Es entstehen Visionen einer nahen Zukunft – doch in bewussten Brüchen wird die Kombination der Vorlagen hier und da spürbar. So sind Fensterscheiben unbeschädigt oder ein Kanzeltuch hängt unverändert in den Ruinen. Es sollen Visionen bleiben, nicht neue Realitäten als Fake News vorweggenommen werden. Die Ausstellung im Wyker Reedereigebäude am Hafen ist täglich geöffnet und lädt zum Betrachten, Nachdenken und Verweilen ein. Im Vorjahr besuchten über 6.000 Gäste die Ausstellung von Harald Bickel Die Ausstellung wird wie in den Vorjahren durch die großzügigen Spenden zahlreicher Sponsoren ermöglicht.

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